Editionsrichtlinien
Die Editionsrichtlinien erläutern editorische Prinzipien der historisch-kritischen Ausgabe der Korrespondenz Arnold Schönbergs mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien aus den Jahren 1902 bis 1951. Die vorliegende Website samt aufgeführter Richtlinien repräsentiert den digitalen Part der hybrid konzipierten Edition. Dieser erfüllt schwerpunktmäßig die Funktion der vollständigen Verfügbarmachung sowie der mehrdimensionalen Vernetzung der edierten Korrespondenz innerhalb der Ausgabe und mit darüber hinausweisenden kommentarrelevanten Quellen.
Inhalt
- Edierte Textsorten
- Digitale Methodik
- Metadaten
- Digitalisate
- Textübertragung, Codierung und Textdarstellung
- Auszeichnung von Textinhalten
- Register
- Abweichende Regeln für die Lesefassung
- Abweichende Regeln für Nicht-Brief-Dokumente des Sekundärkorpus
- Abkürzungen
Edierte Textsorten
Die heterogenen Dokumente werden in ein primäres Korpus von Quellen direkten Austauschs (Briefe, Postkarten, Ansichtskarten, Kartenbriefe, Telegramme, Visitenkarten etc.) und ein sekundäres Korpus von anderen Quellen (Beilagen, Rechnungen, Verträge, Werbebroschüren, Notizen, Drittbriefe etc.) gegliedert. Die digitale Edition des primären Korpus bietet Digitalisate, eine kritische Fassung, eine Lesefassung und Metadaten handschriftlicher Briefe und Typoskripte; das sekundäre Korpus wird in Form von Digitalisaten, Metadaten und emendierten Versionen einzelner handschriftlicher Texte zur leichteren Lesbarkeit zur Verfügung gestellt. XML-Dokumente der edierten Quellen werden zum Download angeboten.
Angeklebte oder auf den Senderbrief geschriebene Antworten bzw. Nachrichten von Dritten, die Form und Status eines eigenständigen Schreibens aufweisen, werden als eigene Briefe gewertet und behandelt.
Briefe und Dokumente existieren häufig in mehreren Überlieferungsformen: in unterschiedlichen Entwurfsstadien, originalen Manuskripten und/oder Typoskripten, Kopien unterschiedlicher Herstellungsverfahren, Abschriften. Der Edition liegt in erster Instanz das tatsächlich verschickte Korrespondenzstück zu Grunde, wobei auf weitere Exemplare nur dann verwiesen wird, wenn selbige inhaltlich hiervon abweichen. Ist das Original verschollen, werden Kopien oder Entwürfe in die Edition aufgenommen. Diese werden in den Metadaten als solche deklariert, inhaltlich jedoch stellvertretend für das Original gleichwertig in die digitale Infrastruktur integriert.
In die Edition werden auch Daten erschlossener Briefe aufgenommen. Als Kriterium für die Erschließung gelten jedenfalls Erwähnungen von gegenwärtig nicht verfügbaren Schreiben (z. B. „Ihr Geschätztes vom“). Darüber hinaus werden auch erschlossene Briefe angelegt, wenn die Thematik und Formulierung eine konkrete Bezugnahme auf eine im verschollenen Gegenbrief getätigte Aussage nahelegt (z. B. „Sie haben ganz recht“). Erwähnte Sendungen von Notenmaterialien, Korrekturfahnen, Büchern und dergleichen werden nicht als Teil des Briefwechsels behandelt.
Digitale Methodik
Bei der Datenaufnahme sowie der Programmierung der Webanwendung kam die digitale Arbeitsumgebung ediarum zum Einsatz, die zusammen mit dem Editor Oxygen XML-Author und der freien XML-Datenbank existdb verwendet wurde. ediarum setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen, die verschiedene Bereiche innerhalb des Entstehungsprozesses einer digitalen Edition erleichtern. Die Module ediarum.BASE und ediarum.DB unterstützen die Auszeichnung der Daten im Oxygen XML-Author und die Verknüpfung von Entitäten mit Registereinträgen. Das Modul ediarum.WEB stellt eine XQuery-Bibliothek zur Verfügung, welche als Basis für die App-Entwicklung dient.
Die Codierung von Metadaten, Texten, Kommentaren und Registern basiert auf den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI). Sie richtet sich nach dem Schema von ediarum.BASE.edit, welches auf dem Basisformat des Deutschen Textarchivs (DTA) basiert und im ediarum.BASE.manual dokumentiert ist. Spezifika der gegenständlichen Korrespondenz erforderten gelegentlich Adaptionen und Erweiterungen des Schemas.
Schema
Das projektspezifische Schema liegt als TEI-ODD-Datei und einer daraus generierten Datei im RelaxNG-Format vor. Es basiert auf einer Reihe mittels ODD-Chaining verknüpfter TEI-konformer Schemata, angefangen bei dem des DTABf und dessen Spezifikation für Manuskripte (siehe https://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat/schema.html), von welcher das ediarum.BASE.data-model abgeleitet ist. Dieses bildet die Grundlage für das projektspezifische Schema, welches daraus nur die nötigen Elemente übernimmt und darüber hinaus einige TEI-Elemente und Attribute wiedereinführt, sowie die nötigen Module aus dem Schema der Music Encoding Initiative für die Codierung von Musiknotation ergänzt.
Software und Technologien
Die Daten werden in der freien XML-Datenbank exist-db gespeichert und verwaltet. Das Modul ediarum.DB wird hier verwendet, um vom Oxygen-Author über REST-Schnittstellen auf die Register der Datenbank zuzugreifen und das Tagging der Entitäten zu erleichtern. Exist-db dient nicht nur als Ablageort für die XML-Daten, sondern bietet auch einen Webserver und ein Framework für die Entwicklung von Applikationen. Die Webanwendung basiert auf diesen Technologien und macht Gebrauch von dem datenbankeigenen Templating-Framework und der eingebauten Lucene Engine für Volltextsuche. Außerdem basiert die Anwendung auf der XQuery-Bibliothek ediarum.web, welche Funktionen etwa zum Routing und zum Aufbau und der Abfrage einer internen API bereitstellt.
Die Anzeige der Faksimiles erfolgt durch den Mirador-Viewer, welcher auch von der Arnold Schönberg Center Correspondence Database (ASCC) zur Anzeige der Digitalisate verwendet wird. Die von dort nach den Definitionen der Presentation API des International Image Interoperability Framework vorgehaltenen Manifest-Dateien werden von der Anwendung abgerufen und an den Viewer zur Anzeige übergeben.
Datenbereitstellung & APIs
Über die Schnittstelle https://www.schoenberg-ue.at/correspDesc.xml können die Korrespondenzmetadaten aller in der Edition vorhandenen Briefdokumente im Correspondence Metadata Interchange Format (CMIF) abgerufen werden. Dadurch werden die edierten Briefe in correspSearch nachgewiesen.
Die im Datenbestand vorhandenen und mit der GND-URI ausgezeichneten Personen und Organisationen können via https://www.schoenberg-ue.at/persons_beacon.txt für Personen und https://www.schoenberg-ue.at/organisations_beacon.txt für Organisationen als Liste im BEACON-Format abgerufen und darüber in externen digitalen Angeboten automatisch verlinkt werden.
Ein Abruf der TEI-Dateien aller Briefe und Dokumente wird mit dem nächsten Release freigeschaltet.
Metadaten
Im TEI-Header festgeschriebene Daten enthalten allgemeine Metadaten, die für alle Briefe und Dokumente weitgehend gleich lauten, sowie Korrespondenz-spezifische Metadaten, welche der Beschreibung der konkreten Quelle dienen.
| TEI-Codierung | Beschreibung | Webdarstellung |
|---|---|---|
<fileDesc/> |
Header-Segment zur bibliographischen Beschreibung der elektronischen Datei | |
<titleStmt>
<title>Arnold Schönberg an Universal-Edition, 8. Juli 1913</title>
</titleStmt>
|
Die Titelzeile des XML-Dokuments enthält Absender:in, Empfänger:in und Schreibdatum in standardisierter Form. Ist das Schreibdatum ganz oder teilweise unbekannt, wird ein erschlossenes Datum angegeben; fehlende oder unsichere Datumsbestandteile werden durch „?“ ergänzt, ist kein Datum eruierbar, lautet die Angabe „ohne Datum“; bei substanzieller Mehrfachautorschaft werden bis zu zwei Autor:innen/Empfänger:innen im Titel genannt, weitere Personen unter „et al.“ zusammengefasst. Bei Firmen und Institutionen wird unabhängig vom/von der Verfasser:in die Institution im Titel angegeben. | Der Titel bildet die Überschrift in der Detailansicht des Briefs sowie die Repräsentation des Korrespondenzstücks in der Listenansicht aller Briefe. |
<respStmt>
<persName>
<forename>Therese</forename>
<surname>Muxeneder</surname>
</persName>
<resp>
<term>Projektleitung</term>
<term>Gesamtherausgabe</term>
</resp>
</respStmt>
|
Namen und Position/Zuständigkeit der Projektmitarbeiter:innen | |
<publicationStmt>
<publisher ref="https://d-nb.info/gnd/10000022-8">Arnold Schönberg Center</publisher>
<pubPlace key="place.9.11">Wien</pubPlace>
<publisher ref="https://d-nb.info/gnd/10060012-8">Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien </publisher>
<availability>
<licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/">Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0)</licence>
</availability>
</publicationStmt>
<seriesStmt>
<title>Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien</title>
<editor>Therese Muxeneder</editor>
<editor>Katharina Bleier</editor>
</seriesStmt>
|
Informationen zur Gesamtpublikation: Projektträgerorganisationen, Ort, Lizenzierung, Publikationstitel | |
<msDesc>
<msIdentifier>
<placeName key="place.15.12">
<settlement>Washington, D.C.</settlement>
</placeName>
<institution ref="https://d-nb.info/gnd/35626-8">The Library of Congress</institution>
<repository>Music Division</repository>
<collection>Arnold Schoenberg Collection</collection>
<altIdentifier>
<placeName key="place.9.11">
<settlement>Wien</settlement>
</placeName>
<institution ref="https://d-nb.info/gnd/10000022-8">Arnold Schönberg Center</institution>
<idno type="signature">ASCC 23854</idno>
</altIdentifier>
</msIdentifier>
</msDesc>
|
Überlieferung des Texts: Bestandshaltende Institution der edierten Quelle und Signatur laut Briefverzeichnis des Arnold Schönberg Center; die ASCC-Signatur wird als Identifikator in die digitale Edition übernommen | Der Quellenstandort wird in der Metadatenansicht mitgeteilt, der ASCC-Identifikator referenziert ebendort auf den entsprechenden Eintrag in der Arnold Schönberg Center Correspondence Database |
<listWit>
<witness>
<bibl type="print">
<rs type="bibl" key="zotero-4528359-JTE8H4E2">Schönberg 2008</rs>
</bibl>
</witness>
</listWit>
|
Drucknachweise bereits publizierter Briefe erfolgen durch Kurztitel und Referenzierung auf die Zotero-Projektbibliographie | In der Metadatenansicht erscheint der bibliographische Kurztitel mit Link zur Zotero-Bibliographie |
<profileDesc/> |
Enthält Korrespondenz-spezifische Metadaten | |
<correspDesc>
<correspAction type="sent">
<persName key="pers.3263">Schönberg, Arnold</persName>
<placeName key="place.2.15.1">Berlin, Charlottenstraße 18</placeName>
<date when="1913-07-08" cert="high"/>
</correspAction>
<correspAction type="received">
<persName key="pers.1538">Hertzka, Emil</persName>
<persName key="pers.3067">Rothe, Barbara Maria Agnes</persName>
<orgName key="org.1">Universal-Edition</orgName>
<placeName key="place.9.11">Wien</placeName>
</correspAction>
</correspDesc>
|
Absender:in Name, Ort und Datum; Empfänger:in Name, Ort und Datum; es werden sämtliche substanziell für das Schreiben relevante Personen und Institutionen codiert. Datierungen erfolgen nach internationalem Standard ISO 8601; Sende- bzw. Empfangsort werden so genau wie aus dem Brief selbst ersichtlich angegeben, jedoch nicht durch recherchierte Aufenthaltsorte ergänzt. | Darstellung in der Metadatenansicht entsprechend |
<date when="JJJJ-MM-TT"/> |
genaues Datum | TT.MM.JJJJ |
<date from="JJJJ-MM-TT" to="JJJJ-MM-TT"/> |
genaue Zeitspanne | von TT.MM.JJJJ bis TT.MM.JJJJ |
<date notBefore="JJJJ-MM-TT" notAfter="JJJJ-MM-TT"/> |
ungefährer Zeitraum | zwischen TT.MM.JJJJ und TT.MM.JJJJ |
<note>Rückseite: Entwurf zu <ref target="letter.23855" >Arnold Schönberg an F. M. Geidel, 6. Juni 1914</ref> </note> |
Anmerkungen zum Brief; Angaben zu erschlossenen Datierungen, Beilagen, Briefumschlägen, längere Passagen betreffende textkritische Befunde (z. B. Durchstreichung des gesamten Brieftextes) | Darstellung als Text in der Metadatenansicht |
<correspContext>
<ref type="response-to" target="letter.23855"/>
<ref type="answered-by" target="letter.23857"/>
</correspContext>
|
Korrespondenzkontext; weist Bezugnahmen im Sinne der Beantwortung von vorangegangenen Schreiben bzw. durch nachfolgende aus | In der Metadatenansicht erscheinen Briefe mit vollständigem Titel als „Antwort auf“ bzw. „Beantwortet durch“ und können per Link aufgerufen werden |
<textClass>
<keywords>
<term>Brief</term>
<term>Kopie</term>
</keywords>
</textClass>
|
Kategorisierung des Korrespondenzstücks als Brief, Telegramm, Karte, Kartenbrief, Ansichtskarte, Postkarte, Visitenkarte etc; Wenn keine originale Quelle erhalten ist, wird anstattdessen eine Abschrift, ein Durchschlag oder eine andere Reproduktion (unter dem Sammelbegriff „Kopie“) oder ein Entwurf ediert. Bei der Edition von Telegrammen wird das auf Empfänger:innenseite eingegangene Schriftstück als Original aufgefasst, während das von Sender:innen aufgegebene und in der Regel dort verbliebene Schriftstück als Entwurf gilt. | Darstellung als Text in der Metadatenansicht |
Digitalisate
<facsimile>
<graphic url="https://archive.schoenberg.at/manifest/letters/6538_po.json"
mimeType="application/ld+json"
type="IIIF-Manifest"
xml:id="manifest.6538_po"/>
</facsimile>
|
Einbindung von Digitalisaten; die Digitalisate werden aus dem Repositorium des Arnold Schönberg Center, in einzelnen Fällen auch anderer bestandshaltender Institutionen abgerufen. Die Systematik der zu Konvoluten zusammengefassten Scans kann – insbesondere bei angeklebten Briefen und ähnlichen Sonderfällen – von der Systematik der Briefedition abweichen. Vakatseiten werden nicht berücksichtigt. | Synoptische Ansicht von Digitalisat und Transkription |
Textübertragung, Codierung und Textdarstellung
Die Transkription der edierten Quellen basiert prinzipiell auf digitalen Faksimiles, in unsicheren Fällen wurden die Originale eingesehen.
Die Transkription umfasst:
- das Manuskript bzw. Typoskript der Verfasser:innen, Telegrammnachricht inkl. Sonderzeichen
- Korrekturen und Annotationen von Verfasser:in, Empfänger:in sowie in die Korrespondenz involvierten Dritten
- Vordrucke von Briefköpfen und korrespondenzspezifischen Formularen sowie Stempel/Vordrucke beim ersten Auftreten in der Quelle
- Bildunterschriften auf Ansichtskarten
Nicht berücksichtigt werden:
- autographe und vorgedruckte Seitenzahlen
- Post- sowie Eingangs-/Beantwortet-Stempel
- allgemeine postalische Postkarten- und Telegrammvordrucke, Werbeanzeigen, Werbemarken, Briefmarken
- archivarische Zusätze
Die mitgeteilte kritische Fassung zielt auf eine originalnahe Wiedergabe des Brieftextes hinsichtlich Orthographie, Zeichensetzung und Anordnung. Dialektale Wörter, idiomatische Schreibweisen und Formulierungen sowie Grammatikfehler bzw. Schreibungen von Personen- und Ortsnamen und falsche Schreibung von Fremdwörtern werden in der Regel nicht korrigiert. Einzelne stillschweigende Vereinheitlichungen, die sowohl im pragmatischen Charakter der Geschäftskorrespondenz als auch im Wechsel des Mediums und dem daraus resultierenden unverhältnismäßigen Aufwand originalgetreuer Nachbildung begründet sind, werden vorgenommen (siehe unten).
Textstrukturen
allgemeine Textstrukturen
<div type="letter"/> |
Oberste Gliederungsebene der Transkription, welche meist den gesamten Brieftext umschließt | |
<div type="writingSession" n="1"/> |
Differenzierung von Schreibakten innerhalb des Briefes | |
<div type="writingSession" n="1" hand="pers.123"/> |
Schreibakte, die anderen Personen als dem/der Autor:in zugeordnet werden können (z. B. den Geschäftsbriefen gelegentlich handschriftlich hinzugefügte Grüße von UE-Mitarbeiter:innen) | |
<div type="appendix"/> |
Listen, Tabellen und ähnliche Anhänge | |
<pb n="1" xml:id="p.1"/> |
Beginn einer neuen Seite und fortlaufende Seitenzahl; bei Postkarten werden unabhängig von der Seiteneinteilung des Originaldokuments Adressstempel und/oder Adressfelder zuerst, danach der Nachrichtentext beginnend mit der Anrede codiert. | Seitenumbrüche werden durch horizontale hellgraue Linien angezeigt |
<pb n="3" sameAs="#p.1"/> |
Fortsetzung eines verso begonnenen Texts auf der recto-Seite (z. B. bei Postkarten) | |
<head/> |
Überschrift | |
<p/> |
Absatz; Paragraphen erscheinen in der Korrespondenz unterschiedlich, meist durch verschieden große Einzüge von wenigen Zeichen bis zu einer halben Zeile oder durch Abstände zwischen den Absätzen gekennzeichnet | Abstand zum vorhergehenden/nachfolgenden Absatz, ohne Einzug |
<p rendition="#c|#r|#l"/> |
Die Textausrichtung erfolgt standardmäßig linksbündig (ausgenommen Datumszeile), Paragraphen und andere Textstrukturen können in Annäherung an den originalen Fundort links, zentriert oder rechts positioniert werden | linksbündig, zentriert, rechtsbündig |
<p rendition="#inline"/> |
Absatz, welcher ohne Zeilenumbruch und Abstand direkt an das vorherige Textstrukturelement anschließt (z. B. Grußformel) | Text setzt in derselben Zeile unmittelbar fort |
<milestone unit="section" rendition="#hr"/> |
Trennlinien und andere graphische Markierungen von Textabschnitten | Horizontale Trennlinie |
<quote rendition="#blockquote"/> |
Längere Zitate vom Umfang eines Absatzes; in den Fließtext integrierte Zitate werden nicht eigens codiert. | Eingerückter Paragraph |
<lb/> |
Zeilenbeginn laut originalem Zeilenfall | Zeilenfall und ggf. Art der Worttrennung werden originalgetreu wiedergegeben; durch dynamische Seitengestaltung und variable Seitenbreite auf verschiedenen Anzeigegeräten können zusätzliche, nicht editorisch bedingte Zeilenumbrüche entstehen |
<g ref="#typoHyphen"/><lb break="no"/> |
Worttrennung am Zeilenende mit Trennungsstrich; Trennungszeichen „-“ und „=“ werden vereinheitlicht | |
<lb break="no"/> |
Worttrennung am Zeilenende ohne Trennungsstrich | |
<list> <item>I. 6 Klavierstücke</item> <item>II. Lied für Harm. Celesta u. Harfe</item> <item>III. Pierrot lunaire.</item> </list> |
Listen und listenartige Kurzabschnitte; einfache, gelegentlich auch zweifache Untergliederung von Listenpunkten in weitere Listen wird entsprechend codiert. Schönberg nummeriert häufig während des Schreibens oder auch nachträglich Paragraphen und größere, inhaltlich zusammengehörige Abschnitte, diese werden nicht als Listen aufgefasst. | Listenpunkte mit einfachem Zeilenabstand |
<table rows="1" cols="3">
<row>
<cell>Klavierstücke></cell>
<cell>à 2 Mark</cell>
<cell>60.–</cell>
</row>
</table>
|
Tabellen und tabellenartige Abschnitte | Tabellarische Textanordnung ohne Rahmung |
<seg/> |
Segment; Textteil, dessen Eigenschaften sich von seiner übergeordneten Struktur (z. B. Absatz) unterscheiden | Darstellung gemäß definierter Attribute |
<note place="mTop|left|right|mBottom|inline|across" hand="#author|#addressee|#unknown|#pers.123"/> |
Anmerkungen von Autor:in, Empfänger:in oder anderen zeitgenössischen Bearbeiter:innen; Positionierung an der Textstelle, auf die sich die Anmerkung bezieht. Die Platzierung auf dem Manuskript wird als Attribut „place“ codiert. Die häufig entlang dem Seitenrand und daher zum Haupttext um 90 Grad abweichende Schreibrichtung wird nicht erfasst. Ist ein konkreter inhaltlicher Bezug nicht festzustellen, erfolgt die Positionierung am Seitenende. | Klick auf ein Stift-Symbol öffnet ein Pop-up Fenster, welches die Anmerkung samt Positionsangabe enthält. Weiterer Klick schließt das Fenster wieder |
<metamark>1)</metamark> <metamark/> |
Einweisungszeichen bei Anmerkungen; Ziffern werden originalgetreu erfasst, andere Zeichen standardisiert | Darstellung als Ziffer oder * |
<figure> <figDesc/> </figure> |
Bild, Zeichnung | Beschreibung durch Bildunterschrift (z. B. Ansichtskarten) oder editorisch verfassten Freitext |
<notatedMusic place="inline">
<section xmlns="https://www.music-encoding.org/ns/mei">
[...]
</section>
ODER
<measure xmlns="https://www.music-encoding.org/ns/mei">
[...]
</measure>
ODER
<layer xmlns="https://www.music-encoding.org/ns/mei">
[...]
</layer>
<notatedMusic>
|
Notenbeispiel; Codierung mit den Elementen der Music Encoding Initiative; als Einstiegspunkt dient eines der Elemente „section“, „measure“ oder „layer“. Befindet sich das Notenbeispiel im Zeilenfluss, wird es mit dem Attribut „place“ als inline-Element ausgezeichnet. | Darstellung als Notentext |
Brief-spezifische Textstrukturen
<opener/> |
Umfasst in der Vorlage vorhandene Angaben zu Absender:in und Empfänger:in, Schreibort und -datum | |
<stamp sameAs="stamp.116"> UNIVERSAL-EDITION, A.-G. <lb/>Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H. <lb/>LEIPZIG <lb/>Karlstrasse 10 <lb/>WIEN <lb/>I·Karlsplatz 6 <lb/>Musikvereinsgebäude <lb/>Telegr. Adr.: Musikedition Wien, A. B. C. Code 5th Ed. <lb/>Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: Oesterr. Länder- <lb/>bank. Wien. Postsparkassen Konto: 57557. </stamp> |
Adressstempel und Briefköpfe; projektspezifische Erweiterung des TEI-Stamp-Elements. Ein für die Geschäftskorrespondenz typischer Bestandteil der Textstruktur sind vorgedruckte Briefköpfe, die Adressinformationen sowie die Corporate Identity des Unternehmens darstellen. Ihre Anordnung der Adressbestandteile und aufwändige graphische Gestaltung als strukturelle Einheit bedingen Kompromisse zwischen der Codierung semantischer und typografischer Zuordnung. Ähnlich – wenngleich weniger komplex – stellt sich die Situation bei Adressstempeln dar. In der vorliegenden Edition wird das Hauptaugenmerk auf die Identität in der Gesamtheit gelegt, d. h. jeder Stempel und Briefkopf erhält einen Identifier und einen Eintrag im Stempelregister und wird als solcher im jeweiligen Brief-Dokument codiert. Damit wird die eindeutige Zuordenbarkeit, die für die Datierung relevant sein kann, gewahrt. Das graphische Erscheinungsbild erschließt sich über das Digitalisat, somit auf eine graphisch originalgetreue Codierung verzichtet wird. Ergänzte Angaben (z. B. Schreibdatum) werden durch ein der Schreiberhand zugeordnetes „segment“ kenntlich gemacht. | Textblöcke werden linksbündig und untereinander gereiht. Der gesamte Stempel-/Vordruck-Block wird per Hover-Effekt mit einem Hintergrund hinterlegt, eingefügte Textteile bleiben hiervon ausgespart |
<address> <addrLine>Sr. Wolgeboren</addrLine> <addrLine>Herrn Kapellmeister</addrLine> <addrLine>Arnold Schönberg,</addrLine> <addrLine>Berlin.</addrLine> </address> |
Im Zuge des Schreibakts gesetzte Adressen/Adresszeilen (inklusive Telegrammadressen, z. B. „Musikedition Wien“) | Text, Positionierung in Annäherung an originalen Fundort |
<dateline>Halensee, <date when="1905-06-15">15.VI.05</date></dateline> |
Datumszeile/Datum; das Datum wird gemäß dem originalen Fundort codiert, die originale Schreibweise wird transkribiert sowie das Datum im Standardformat JJJJ-MM-DD codiert. | |
<salute>Lieber Herr Schönberg</salute> |
Grußformel; laut TEI-Guidelines teil des „opener“, projektspezifisch jedoch zwischen Brieferöffnung und dem ersten Textabsatz eingefügt, um den unterschiedlichen Formatierungen als vom Haupttext abgesetzte Anrede bzw. in die erste Zeile integrierte Floskel gerecht zu werden. | |
<closer>
<salute>Hochachtungsvoll</salute>
<lb/>
<stamp>ppa. F. M. Geidel</stamp>
<lb/>
<signed>Johannes Geidel</signed>
<dateline>
<date when="1914-06-06">6./6.1914</date>
</dateline>
2 Beilagen
</closer>
|
Briefschluss mit Grußformel, Unterschrift des Verfassers/der Verfasserin, ggf. Stempel/Vordruck, Datumszeile, Beilagenvermerk | |
<closer rendition="#inline"/> |
Briefschluss, welcher ohne Zeilenumbruch und Abstand direkt an das vorherige Textstrukturelement anschließt; geht die Grußformel aus einem Satz hervor (z. B. „Ich bitte Sie um eine baldige Antwort und grüße [...]“), beginnt der „closer“ mit Satzbeginn | Text setzt in derselben Zeile unmittelbar fort |
<postcript/> |
Folgt ggf. auf den „closer“, enthält mindestes einen „paragraph“. | Text |
Textbearbeitungen des Autors
Hervorhebungen
<hi rendition="#u"/> |
Einfache Unterstreichung; Teilweise unterstrichene Wörter werden in der Transkription als vollständig unterstrichen aufgefasst, es sei denn es ist ein inhaltlicher Sinn der partiellen Hervorhebung erkennbar (etwa bei zusammengesetzten Wörtern, Silbenbetonungen). Unterstreichungen mehrerer Wörter werden originalgetreu als durchgehend oder unterbrochen wiedergegeben. Unterstreichungen von Unterschriften werden nicht codiert. | Einfache, doppelte oder strichlierte Unterstreichung |
<hi rendition="#uu"/> |
doppelte und mehrfache Unterstreichung | |
<hi rendition="#uda"/> |
strichlierte oder gepunktete Unterstreichung | |
<hi rendition="#o"/> |
Überstrich | Überstrich |
<hi rendition="#g"/> |
gesperrter Text | gesperrt |
<hi rendition="#sup"/> |
hochgestellt | hochgestellt |
<p rendition="#ll|#lr"/> |
Einfache Randanstreichung für einen Absatz, Codierung gemäß originaler Position links, rechts oder beidseitig | Einfache oder doppelte Randanstreichung |
<p rendition="#lll|#llr"/> |
Doppelte und mehrfache Randanstreichung, Codierung gemäß originaler Position links, rechts oder beidseitig | |
<hi rendition="#ll"/> |
Randanstreichungen, die weniger als einen Absatz umfassen; Codierung gemäß originaler Position links, rechts oder beidseitig | |
<hi rendition="#circle|#rectangle"/> |
Hervorhebung mit Umkreisung/Umrahmung | Textumrahmung rund/eckig |
Tilgungen und Hinzufügungen
<del rendition="#s"/> |
Tilgung durch Streichung; die Art der Durchstreichung wird nicht codiert | Standardisierte Darstellung der Durchstreichung |
<del rendition="#ow"/> |
Tilgung durch Überschreibung | Darstellung der letzten Textschicht, überschriebener Text innerhalb von textkritischer Anmerkung als Tooltip |
<add place="superlinear|sublinear|intralinear|right|left|across"/> |
Einfügung über der Zeile, unter der Zeile, innerhalb der Zeile, rechts der Zeile, links der Zeile, über dem ursprünglichen Text | Einfügung innerhalb der Zeile, textkritische Anmerkung als Tooltip |
<subst> <del rendition="#s">das</del> <add place="superlinear">etwas</add> </subst> |
Hinzugefügter Text ersetzt einen gestrichenen | Getilgter Text erscheint durchgestrichen, Einfügung innerhalb der Zeile, textkritische Anmerkung als Tooltip |
<metamark function="done">✓|⎣|⎦</metamark> |
Abhaken; meist vom Empfänger/der Empfängerin als erledigt gekennzeichneter Text | Darstellung als Abhakung gemäß Vorlage |
<metamark function="done" spanTo="#d5t_h5r_w1c"/>
[...]
<anchor type="done" xml:id="d5t_h5r_w1c"/>
|
Abstreichung mehrzeiliger Textpassagen; die Abstreichung von ganzen Briefen oder längeren Textteilen wird in der Anmerkung der Metadatenansicht mitgeteilt | Farblicher Texthintergrund, Tooltip |
<del hand="#addressee|pers.123|unknown"/> |
Tilgungen und Hinzufügungen gelten als Änderungen durch den/die Autor:in, sie können durch das Attribut „hand“ zeitgenössischen Bearbeitern zugeordnet werden. | Anmerkung als Tooltip |
Textauszeichnung durch Herausgeber:innen
Stillschweigende Vereinheitlichungen
- Im Original als Trennungsstriche verwendete „=“ Zeichen werden als einfache Trennungsstriche wiedergegeben (siehe oben).
- Endsilbenverschleifungen werden stillschweigend aufgelöst.
- Mehrere Zeilen zusammenfassende geschweifte Klammern werden nicht transkribiert, eckige Klammern werden als runde Klammern übertragen.
- Bindestrich (Minus) und Gedankenstrich (–) werden unabhängig von originaler Abstand- und Zeichenlänge normalisiert.
- Bei der Bezeichnung von Geldbeträgen (z. B. „1000.--“) wird unabhängig von Anzahl und Länge der Striche ein Halbgeviertstrich gesetzt.
- Brüche werden mit Schrägstrich (1/2) wiedergegeben.
- Geminationsstriche über m und n werden aufgelöst, Umlaut-Striche bzw. -Punkte über ü, ö und ä im Zweifelsfall an den Sprachgebrauch angepasst bzw. ergänzt.
- Als Anführungsstiche werden unabhängig von der Erscheinungsform im Original immer deutsche typographische verwendet („ und “).
- Groß-Kleinschreibung sowie die Schreibweise von „ß“ und „ss“: Bei Unsicherheit wird die an anderer Stelle vom Schreiber bevorzugte, sofern eine solche nicht eindeutig feststellbar ist, die im Zeitkontext orthographisch korrekte Variante verwendet.
- Änderungen einzelner Buchstaben werden nur ausgezeichnet, wenn diese Auswirkungen auf Wortbedeutung oder Grammatik haben. Insbesondere bei Typoskripten werden fehlende Zeichenabstände, versehentliche Buchstabenüberschreibungen durch technische Fehler, versehentliche Buchstabendreher und versehentlich hochgestellte Buchstaben usw. stillschweigend korrigiert. Ebenfalls stillschweigend übernommen werden autographe Korrekturen fehlender Satzzeichen und Zeichenabstände.
- Ersatzweise in Typoskripten verwendete Zeichen, wie z. B. „l“ statt „1“ oder „o“ statt „0“ werden normalisiert.
- Eingefügte Formatierungszeichen werden in die jeweilige Formatierung aufgelöst.
- Zeichenabstände werden normiert: handschriftliche Daten werden in originaler Schreibweise wiedergegeben, Abstände nur im Zweifelsfall und in Typoskripten normiert zu „12.5.1913“; „!“ und andere Satzzeichen ohne Abstand zum vorhergehenden Wort; Sonderzeichen, Abkürzungen, Namenskürzel und Symbole mit Abstand („d. h.“), Abkürzungen ohne Punkt (z. B. PT, UE) werden originalgetreu übernommen, ebenso Abkürzungen für Institutionen, Eigennamen und Länder.
- In Manuskripten, die in Kurrentschrift verfasst sind, verwendet Schönberg häufig lateinische Schrift für Eigennamen, Werktitel und Orte. Diese Schriftwechsel finden in der Transkription keine Berücksichtigung.
- Punkte oder Striche, die gelegentlich in Tabellen die räumliche Zuordnung klären sollen, werden nicht transkribiert.
Textauszeichnungen
<gap reason="lost" quantity="2" unit="char|word"/> |
Buchstaben/Wörter in angegebener Anzahl, die durch Papierschäden nicht entziffert und auch nicht aus dem Kontext erschlossen werden können | Anzeige „[...]“ und textkritische Anmerkung als Tooltip |
<del rendition="#s"><gap reason="illegible" quantity="2" unit="char"/></del> |
durch Durchstreichung unleserliche Buchstaben/Wörter in angegebener Anzahl | |
<hi rendition="#st"/> |
stenographische Textteile, die Wiedergabe basiert auf der Übertragung von Dietlind Pichler sowie sinngemäßer Rekonstruktion durch die Editor:innen | [ergänzter Text] und textkritische Anmerkung als Tooltip |
<unclear reason="illegible" cert="high|low"/> |
Unsichere Lesart, Wahrscheinlichkeit zutreffender Transkription hoch/niedrig | textkritische Anmerkung als Tooltip |
<supplied cert="high|low"/> |
Herausgeber:innenergänzungen von fehlenden Wörtern oder Buchstaben, Wahrscheinlichkeit zutreffender Transkription hoch/niedrig | [ergänzter Text] und textkritische Anmerkung als Tooltip |
<choice> <sic>hate</sic> <corr>hatte</corr> </choice> |
Herausgeber:innenkorrektur, erfolgt nur bei sinnstörenden Fehlern, falschen Opuszahlen, Hausnummern und Datumsangaben; unkommentiert übernommen werden in der Regel alte Rechtschreibungen, Grammatikfehler, Austriazismen, falsch geschriebene Fremdwörter, falsche Groß- und Kleinschreibung am Wortbeginn | textkritische Anmerkung als Tooltip |
<choice> <sic>hatte</sic> <corr type="deleted"/> </choice> |
Herausgeber:innenstreichung; Wort- und Zeichenwiederholungen am Zeilen- bzw. Seitenumbruch werden getilgt | [getilgter Text] und textkritische Anmerkung als Tooltip |
<choice> <abbr>à. C.</abbr> <expan>à Conto</expan> </choice> |
Auflösung von Abkürzungen, erfolgt nur bei nicht allgemein verständlichen Abkürzungen | Auflösung als Tooltip |
<choice> <orig>Clar.</orig> <reg>Klarinette</reg> </choice> |
Abkürzungen/unterschiedliche Schreibweisen von Instrumentenbezeichnungen werden nicht aufgelöst, jedoch aus Gründen der technischen Weiterverarbeitung mit normalisierten Instrumentenbezeichnungen codiert. | Darstellung der originalen Schreibweise |
<ellipsis> <metamark function="ellipsis">〃</metamark> <supplied>Kronen</supplied> </ellipsis> |
Unterführungszeichen; Schönberg verwendet häufig Unterführungszeichen als abgekürzte Schreibweise, welche aufgrund der hierfür wesentlichen räumlichen Positionierung unterhalb des zu wiederholenden Wortes zu Darstellungsproblemen führen können. Die Transkription des Unterführungszeichens wird deshalb durch eine Codierung der substituierten Wörter ergänzt. | Unterführungszeichen und substituierte Wörter in eckigen Klammern mit textkritischer Anmerkung als Tooltip |
Auszeichnung von Textinhalten
Die inhaltliche Erschließung und Kommentierung der Korrespondenz umfasst Personen, Organisationen, Orte, musikalische Werke, Schriften, Veranstaltungen sowie Verweise und Kommentare.
Sämtliche in der Korrespondenz direkt und indirekt genannten Personen, Organisationen, Orte, musikalischen Werke und Schriften werden mit dem jeweiligen Register verknüpft. Die Codierung erfolgt nicht nur innerhalb der Brieftexte, sondern gleichlautend auch in Metadaten, Kommentaren und Registereinträgen.
<persName key="pers.1538">Hertzka</persName> |
namentlich genannte Person | Link zum jeweiligen Registereintrag |
<rs type="person" key="pers.1538">Direktor</rs> |
eindeutig identifizierbare, indirekt genannte Person; nur bei jeweils erster Nennung | |
<orgName key="org.178">Verein für musikalische Privataufführungen</orgName> |
namentlich genannte Organisation | |
<rs type="org" key="org.178">Verein</rs> |
eindeutig identifizierbare, indirekt genannte Organisation; nur bei jeweils erster Nennung | |
<placeName key="place.9.11.5.3">Hietzinger Hauptstraße 113</placeName> |
Ort; bei Adressen wird nicht jeder Adressbestandteil codiert, sondern die jeweils kleinste genannte Einheit | |
<bibl sameAs="werke.9">Drei Klavierstücke op. 11</bibl> |
Musikalisches Werk; bei umgangssprachlicher Werktitelei („Dmoll Quartett“) umfasst das Element den gesamten Ausdruck. Bei Werken, die in mehreren Fassungen/Bearbeitungen vorliegen, umfasst die Codierung nur den Titel. Indirekte Nennung (z. B. „das Sextett“) wird lediglich beim ersten Auftreten innerhalb eines Briefes ausgezeichnet. | |
<bibl sameAs="schriften.1">Harmonielehre</bibl> |
Schrift | |
<ref target="event.1"/> |
Veranstaltung |
Verweise
<ref target="letter.123" >Schreiben</ref> |
Verweis auf im Brieftext genannte Briefe und Dokumente; auf erschlossene Briefe wird nicht direkt im Text, sondern über einen Stellenkommentar verwiesen, somit die Information ohne Weiterleitung auf ein Platzhalterdokument bereitgestellt wird. | Link zum jeweiligen Brief/Dokument |
Kommentar
<seg type="comment"><orig>Das Rebner Quartett wünscht mein Fismoll Quartett op. 10</orig><note xml:id="nuyw_2hw_3tb">Adolf Rebner et al. an Arnold Schönberg, 7. März 1911 (<ref target="https://repo.schoenberg.at/urn:nbn:at:at-asc-B153041">ASCC 15304</ref>). Die Bestellung wurde vom Verlag Dreililien ausgeführt; <ref target="letter.12369">Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 13. März 1912</ref></note></seg> |
Kommentare erläutern Sachverhalte, die nicht aus dem Briefwechsel selbst hervorgehen. Thematische Einführung in den Briefwechsel und ausführlichere Themenkommentare sind Bestandteil der Buchausgabe. In der Online-Ausgabe liegt der wesentliche Fokus der Kommentierung auf Kontextualisierung und Vernetzung der Briefe mit anderen Quellen. Hierzu zählen insbesondere jene Quellen, die unmittelbar mit der Geschäftsbeziehung zwischen Schönberg und den Verlagen in Zusammenhang stehen: Zeugen des Druck- und Publikationsprozesses von musikalischen Werken und Schriften, Auflagen und Ausgaben, Drittbriefe von Zeitschriftenherausgebern, Veranstaltern und ausführenden Musikern, Konzertprogramme, Rezensionen etc. Die Formulierung der Kommentare wird daher knapp gehalten und die Möglichkeit der Einbindung von Links zu anderen verfügbaren Quellen und Datenbanken genutzt. | Klick auf eine hochgestellte Ziffer öffnet ein Pop-up Kommentarfenster |
Register
In der digitalen Edition erfüllen die Register weitreichendere Funktionen als die Indizierung von im Briefwechsel vorkommenden Personen, Organisationen, musikalischen Werken, Schriften, Orten und Stempeln/Vordrucken: Sie können über Basisdaten hinausgehende Informationen bereitstellen und damit die Kommentierung verschlanken sowie untereinander verknüpft werden.
Personen
<person xml:id="pers.1538">
<idno type="gnd">https://d-nb.info/gnd/116755121</idno>
<idno type="uri">https://musiklexikon.ac.at/0xc1aa5576_0x00025509</idno>
<persName type="reg">
<surname>Hertzka</surname>
<forename>Emil</forename>
</persName>
<persName type="alt" subtype="birthname">[...]</persName>
<persName type="alt" subtype="pseudonym">[...]</persName>
<persName type="alt" subtype="referencemark">D</persName>
<birth>
<date when="1869-08-03"/>
<placeName>Pest</placeName>
</birth>
<death>
<date when="1932-05-09"/>
<placeName>Wien</placeName>
</death>
<occupation>
<term ref="https://www.wikidata.org/entity/Q222836">Musikverleger</term>
</occupation>
<affiliation key="org.1">Universal-Edition</affiliation>
</person>
|
Einträge zu Personen werden nach Möglichkeit mit mindestens einer Normdatenbank verlinkt (in der Regel GND). Zusätzliche Identifikatoren können inkludiert werden, vorzugsweise sind hierbei persistent identifiers zu verwenden. Für die Codierung von Personennamen stehen mehrere Namenstypen und -subtypen zur Auswahl, die nicht nur den für alle Register, Metadaten etc. verwendeten Standardnamen erfassen können, sondern auch Geburtsname, Pseudonym und Bezugszeichen von UE-Mitarbeiter:innen. Aufgenommen werden auch Geburts- und Sterbedatum sowie -ort, normalisierte Berufsbezeichnungen und Verknüpfungen zwischen Personen und Organisationen. | Listenansicht mit Such- und Filterfunktion; Detailansicht mit Verlinkung zu referenzierten Briefen und anderen Registern |
Organisationen
<org xml:id="org.1" type="publisher">
<idno type="uri">https://d-nb.info/gnd/2045143-X</idno>
<orgName type="reg">Universal-Edition</orgName>
<orgName type="alt">Universal Edition</orgName>
<orgName type="acronym">UE</orgName>
<location>
<placeName key="place.2.20.8">Leipzig, Karlstr. 10</placeName>
<placeName key="place.9.11.6.24">Wien, Innere Stadt (I.), Karlsplatz 6</placeName>
</location>
</org>
|
Das Organisationsregister enthält Einträge zu Gruppierungen, Institutionen und Körperschaften (Ensemble, Theater, Verlag, Verwertungsgesellschaft etc.). Die Codierung sieht die Einbindung von Normdatenlinks (GND), drei verschiedene Namenstypen sowie Standort(e) gemäß Ortsregister vor. | Listenansicht mit Such- und Filterfunktion; Detailansicht mit Verlinkung zu referenzierten Briefen und anderen Registern |
Orte
<place xml:id="place.2.4" type="settlement">
<placeName type="reg">Berlin-Wilmersdorf</placeName>
<placeName type="alt">Deutsch-Wilmersdorf</placeName>
<location>
<geo>52.4871152, 13.3203298</geo>
</location>
<idno type="uri">https://sws.geonames.org/2808473</idno>
</place>
|
Einträge im Ortsregister sind in einer hierarchischen Struktur gegliedert, welche die Zuordnung geographischer Orte und Gebäude zu administrativen Einheiten abbildet. Jeder Ort ist durch die semantische Definition (Land, Gemeinde, Bezirk, Gebäude) und die Zifferfolge in seiner Position innerhalb der Hierarchie bestimmt. Jeder Eintrag wird mit Name, geographischen Koordinaten sowie einem Normdatenlink zur Datenbank Geonames codiert. Die hierarchische Anlage ermöglicht beim Tagging der kleinsten Einheit die Abfrage aller Informationen höherer Ordnung, bedingt jedoch Unschärfe hinsichtlich geopolitischer Veränderungen im Korrespondenzzeitraum. | Listenansicht mit Such- und Filterfunktion; Detailansicht mit aktueller Landkarte und Verlinkung zu referenzierten Briefen |
Musikalische Werke
<bibl xml:id="werke.54">
<author role="composition">
<persName key="pers.3263">
<surname>Schönberg</surname>
<forename>Arnold</forename>
</persName>
</author>
<author role="text">
<persName key="pers.1228">
<surname>Giraud</surname>
<forename>Albert</forename>
</persName>
</author>
<author role="translation">
<persName key="pers.1465">
<surname>Hartleben</surname>
<forename>Otto Erich</forename>
</persName>
</author>
<author role="arrangement">[...]</author>
<title>Pierrot lunaire. Dreimal sieben Gedichte aus Albert Girauds „Lieder des Pierrot Lunaire“ op. 21</title>
<idno>ASW 21</idno>
<ref type="partOf" target="#werke.123"/>
<date from="1912-03-12" to="1912-07-24"/>
<note>
<bibl>
<title ref="[url]"/>
</bibl>
<bibl type="print">Originaldruck. Große Partitur. Universal-Edition Wien-Leipzig, U. E. 5334</bibl>
</note>
</bibl>
|
Das Register musikalischer Werke differenziert prinzipiell zwischen Einträgen für Originalwerke und Bearbeitungen. Die Codierung von Autor:innen wird durch die Rollenzuweisung zu Komposition, Text, Übersetzung und Bearbeitung spezifiziert. Der Werktitel wird inklusive Opus-Zahl angegeben, für Schönberg-Werke ist außerdem eine Identifikation durch die ASW-Nummer (Melkert 2023) vorgesehen, die nach Publikation des Arnold Schönberg Werkverzeichnisses ergänzt werden kann. Bei Bearbeitungen und Werken mit mehreren Fassungen wird ein Bezug zu verwandten Einträgen hergestellt. Einträge von Schönberg-Werken enthalten zudem eine bibliographische Auflistung der im Korrespondenzzeitraum bei Dreililien und UE erschienenen Druckausgaben. Jeder Schönberg-Werkeintrag wird zudem mit dem entsprechenden Eintrag der Arnold Schönberg Center Werk- und Quellendantenbank verlinkt. | Listenansicht mit Such- und Filterfunktion; Detailansicht mit Verlinkung zu referenzierten Briefen und anderen Registern |
<note>
<bibl n="1">
<title ref="[url]">Erwartung</title>
<date when="1899-08-09"/>
Text: <persName role="text" key="pers.842" >Richard Dehmel</persName>
</bibl>
[...]
<bibl n="4">
<title ref="[...]">Waldsonne</title>
<date when="1900"/>
Text: <persName role="text">Johannes Schlaf</persName>
</bibl>
<bibl type="print">Verlag Dreililien Berlin 1903. Plattennummer 237</bibl>
[...]
</note>
|
Liederhefte, die als Einzelwerke komponierte Lieder bzw. Lieder mit unterschiedlichen Textautor:innen zusammenfassen, bedürfen einer entsprechend angepassten Codierung. Hier werden für jeweils Nummer des Liedes in der Sammlung sowie Titel, Entstehungszeit und Textautor:in eingetragen. Links zur Werk- und Quellendatenbank des ASC verweisen ebenfalls auf Liedeinträge. |
Schriften
<bibl xml:id="schriften.1">
<author role="text">
<persName key="pers.3263">
<surname>Schönberg</surname>
<forename>Arnold</forename>
</persName>
</author>
<title>Harmonielehre</title>
<idno>ASSV 2.1.1.</idno>
<note>
<date when="1911"/>
<bibl>VORABDRUCK des Kapitels "Über Oktaven- und Quintenparallelen" in: Die Musik 10, Nr. 2, zweites Oktoberheft 1910/1911), S. 96-105.</bibl>
<bibl>VORABDRUCK einer Textauswahl aus dem Kapitel "Über Oktaven- und Quintparallelen" [übersetzt von Wassily Kandinsky] im Katalog zur Internationalen Kunstausstellung "Salon 2" in Odessa (1910/1911), S. 16–18.</bibl>
<bibl type="print">ERSTDRUCK: Arnold Schönberg: Harmonielehre, Leipzig – Wien: Universal-Edition 1911.</bibl>
</note>
</bibl>
|
Struktur und Inhalt der Einträge im Schriftenregister orientieren sich am 2011 erschienenen Arnold Schönberg Schriften Verzeichnis (Bungardt et al. 2011). Autor:innen und Übersetzer:innen werden mit ihrer Rolle und Name codiert, außer Titel und ASSV-Nummer enthält der Registereintrag Entstehungsdatum und im Korrespondenzzeitraum erschienene Druckausgaben. Für Schriften anderer Autor:innen wird nur die im Korrespondenzzusammenhang relevante Ausgabe angegeben. |
Ereignisse
<event xml:id="event.29">
<label>
<date when="1912-03-05">5. März 1912</date>, <placeName key="place.2.3">Berlin</placeName>, Bechstein-Saal, III. Kammermusik-Abend
</label>
<desc>
<list type="program">
<item>
<bibl sameAs="werke.42">Arnold Schönberg, Streichquartett Nr. 1 op. 7</bibl>
</item>
<item>
<persName key="pers.331">Ludwig van Beethoven</persName>, Streichquartett Nr. 13 op. 130
</item>
</list>
<list type="participants">
<item><orgName key="org.144">Rosé-Quartett</orgName> (<persName key="pers.3045">Arnold Rosé</persName>, Violine; Paul Fischer, Violine; Anton Ruzitska, Viola; Friedrich Buxbaum, Violoncello)</item>
</list>
</desc>
<bibl>
<rs type="bibl" key="zotero-4528359-3P6RGNDR">Berliner Börsen-Zeitung 1912</rs>
</bibl>
<bibl>
<rs type="bibl" key="zotero-4528359-JJ7QYG8G">Norddeutsche Allgemeine Zeitung 1912</rs>
</bibl>
</event>
|
Das Ereignisregister dient der systematischen Erfassung von Veranstaltungsdaten, insbesondere von Konzerten und Lesungen. Enthalten sind in der Titelzeile Datum, Veranstaltungstitel und Veranstaltungsort, darüber hinaus werden die Programmpunkte und Interpret:innen/Darsteller:innen in Listen erfasst. Jeder Eintrag enthält einen bibliographischen Nachweis der Quelle, aus der die daten recherchiert wurden. Häufig sind dies Kritiken oder Programmzettel aus dem Schönberg-Nachlass auf deren Digitalisate in den Datenbanken des ASC in dem Fall referenziert wird. Das Register erfüllt eine Hybridfunktion zwischen Verzeichnis und Stellenkommentar: Es dient der Auslagerung oft umfangreicher Daten aus dem Stellenkommentar und ermöglich zugleich durch die eindeutige Identifikation die Eingliederung dieser für einen Musikerbriefwechsel wesentlichen Daten in die Gesamtinfrastruktur der Edition. Events werden ausschließlich als leere Elemente im Stellenkommentar codiert. | Im Stellenkommentar zu einem erwähnten Ereignis erscheint die Titelzeile der Veranstaltung, ein link führt zum Detaileintrag im Register. |
Bibliographie
In der Bibliographie wird hauptsächlich Sekundärliteratur verwaltet. Dies sind Drucknachweise bereits veröffentlichter Briefe und Literatur, die im Zuge der Kommentierung nachzuweisen ist. Inkludiert werden außerdem zeitgenössische Texte, die nicht als Schriften im engeren Sinne definiert werden können (z. B. Zeitungsartikel). Die Zitation erfolgt durch Angabe von Kurztitel, Seitenangabe und Referenzierung auf den entsprechenden Zotero-Eintrag.
Abweichende Regeln für die Lesefassung
Die Lesefassung ist eine emendierte Fassung, der mitgeteilte Text ist jener nach Änderung/Korrektur durch Autor:in oder Herausgeber:in, Anmerkungen von Empfänger:in, Dritten oder Unbekannt werden ausgeblendet. Textkritische Anmerkungen entfallen, lediglich unsichere Lesarten werden durch [?] angezeigt. Zeilenumbrüche und Seitenumbrüche werden zugunsten eines durchlaufenden, linksbündigen Fließtextes ausgeblendet, Abkürzungen und Unterführungszeichen werden aufgelöst. Sämtliche Hervorhebungen erscheinen als Kursivierung.
Abweichende Regeln für Nicht-Brief-Dokumente des Sekundärkorpus
<profileDesc/> |
Enthält dokumentenspezifische Metadaten | Listenansicht und Detailansicht von Metadaten und Faksimile |
<abstract/> |
Beschreibung des Dokuments und seiner Funktion im Korrespondenzkontext | |
<creation>
<persName>Schönberg, Mathilde</persName>
<persName>Schönberg, Arnold</persName>
<persName>Greissle, Josef Rudolf Georg</persName>
<persName>Greissle, Theresia Josefa</persName>
<date notBefore="1921-11-01" notAfter="1921-11-10" cert="high"/>
<placeName>Wien</placeName>
</creation>
|
Ersetzt die Korrespondenzbeschreibung durch eine Liste aller relevanten an der Erstellung des Dokuments beteiligten Personen und Institutionen |
Abkürzungen
| ASC | Arnold Schönberg Center Privatstiftung, Wien |
| ASCC | Arnold Schönberg Center Correspondence Database |
| ASCI | Arnold Schönberg Center Image Archive |
| ASSV | Arnold Schönberg Schriftenverzeichnis |
| ASW | Arnold Schönberg Werkverzeichnis (Melkert 2023) |
| ASGA | Arnold Schönberg Gesamtausgabe (https://www.schoenberg-gesamtausgabe.de/informationen.html) |
| NYPL | The New York Public Library |