Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
zwischen 3. September und 6. November 1907
z. Z. Sorenbohm
Bez. Köslin.
Bez. Köslin.
Lieber Herr Schönberg.
Ich dachte mir schon,
es sei Ihnen an dem Stich
der Quartettstimmen nichts
gelegen, weil Sie die seiner-
zeit dem Rosé-Quartett zur
Verfügung gestellten Stimmen1,
die wir von Röder zurückfordern
mussten, nicht wieder an uns
es sei Ihnen an dem Stich
der Quartettstimmen nichts
gelegen, weil Sie die seiner-
zeit dem Rosé-Quartett zur
Verfügung gestellten Stimmen1,
die wir von Röder zurückfordern
mussten, nicht wieder an uns
oder Röder
zurückgeschickt
haben. Ich sah darin eine
gewisse Absichtlichkeit und
beschloss so viel Zeit zu haben
wie der Autor! Also packen
Sie das Material ein und
schicken Sie es unverzüglich
an C. G. Röder in Leipzig.
haben. Ich sah darin eine
gewisse Absichtlichkeit und
beschloss so viel Zeit zu haben
wie der Autor! Also packen
Sie das Material ein und
schicken Sie es unverzüglich
an C. G. Röder in Leipzig.
Wenn Sie sich klar darüber
sein würden, dass wir natur-
gemäss solche Drucklegungen gleichsam
sein würden, dass wir natur-
gemäss solche Drucklegungen gleichsam
nur „honoris causa“ unterneh-
men, mit der leisen Hoffnung
auf einen Gewinn nach Jahren
um nicht zu sagen nach Jahr-
zehnten, so könnten wir
uns über Geschäftliches viel
leichter verständigen!
men, mit der leisen Hoffnung
auf einen Gewinn nach Jahren
um nicht zu sagen nach Jahr-
zehnten, so könnten wir
uns über Geschäftliches viel
leichter verständigen!
Winter veröffentlicht; und „Pelleas
und Melisande“ ist nicht in ihm
enthalten. Schade. Das hat Ihnen
wohl Mahler verdorben.
und Melisande“ ist nicht in ihm
enthalten. Schade. Das hat Ihnen
wohl Mahler verdorben.
Wir haben wundervolle Tage hier
an der Ostsee, sodass wir unsere Heim-
kehr, die am Montag erfolgen sollte,
wohl noch verschieben werden. Ich
freue mich zu hören, dass auch Sie
einen angenehmen Sommer verlebt4.
haben. Lassen Sie mal wieder von
sich hören. Sie brauchen ja Ihren Groll
gegen den Verlag nicht auf mich auszu-
dehnen.
an der Ostsee, sodass wir unsere Heim-
kehr, die am Montag erfolgen sollte,
wohl noch verschieben werden. Ich
freue mich zu hören, dass auch Sie
einen angenehmen Sommer verlebt4.
haben. Lassen Sie mal wieder von
sich hören. Sie brauchen ja Ihren Groll
gegen den Verlag nicht auf mich auszu-
dehnen.
Mit besten Grüssen von H. z. H.
Ihr Max Marschalk
Ihr Max Marschalk
Stimmen
Handschriftliche Stimmen, verschollen (ASGA B 20, Quelle C).
wird es voraussichtlich nichts werden
Programm
Gesellschaft der Musikfreunde zu
Berlin, Konzerte mit dem Philharmonischen Orchester (Die Lyra 1907, S. 7).
angenehmen Sommer
verlebt
Juli–September: Aufenthalt am
Traunsee.
z. Z. Sorenbohm
Bez. Köslin.
Bez. Köslin.
Lieber Herr Schönberg.
Ich dachte mir schon, es sei Ihnen an dem Stich der Quartettstimmen nichts gelegen, weil Sie die
seinerzeit dem Rosé-Quartett zur Verfügung gestellten Stimmen1, die wir von Röder zurückfordern mussten, nicht wieder an
uns oder Röder
zurückgeschickt haben. Ich sah darin eine gewisse Absichtlichkeit und
beschloss so viel Zeit zu haben wie der Autor! Also packen Sie
das Material ein und schicken Sie es unverzüglich an C. G. Röder in Leipzig.
Wenn Sie sich klar darüber sein würden, dass wir naturgemäss solche Drucklegungen gleichsam
nur „honoris causa“ unternehmen, mit der leisen Hoffnung auf
einen Gewinn nach Jahren um nicht zu sagen nach Jahrzehnten, so könnten wir uns über Geschäftliches viel
leichter verständigen!
Mit Fried und dem Pelleas
wird es voraussichtlich nichts werden2. F. hat bereits sein
Programm3
für den nächsten Winter veröffentlicht; und „Pelleas und Melisande“ ist nicht in ihm
enthalten. Schade. Das hat Ihnen wohl Mahler verdorben.
Wir haben wundervolle Tage hier an der Ostsee, sodass wir unsere Heimkehr, die am Montag erfolgen sollte,
wohl noch verschieben werden. Ich freue mich zu hören, dass auch Sie
einen angenehmen Sommer
verlebt4. haben. Lassen
Sie mal wieder von sich hören. Sie brauchen ja Ihren Groll gegen den
Verlag nicht auf mich auszudehnen.
Mit besten Grüssen von Haus zu Haus
Ihr
Max Marschalk
Stimmen
Handschriftliche Stimmen, verschollen (ASGA B 20, Quelle C).
wird es voraussichtlich nichts werden
Programm
Gesellschaft der Musikfreunde zu
Berlin, Konzerte mit dem Philharmonischen Orchester (Die Lyra 1907, S. 7).
angenehmen Sommer
verlebt
Juli–September: Aufenthalt am
Traunsee.
zwischen 3. September 1907 und 6. November 1907 (unsicher)
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, zwischen 3. September und 6. November 1907, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.11564.