Lieber Herr Schönberg
Die Herstellung einer
Copie der Partitur1 ist
keine Angelegenheit des
Verlages – eigentlich –
nicht wahr? Wenn die
Copialien in Wien wirk-
lich billiger sind als hier
könnten wir sie ja dort
in Auftrag geben. Lassen
Sie vorerst nun einmal
die Partit.2 abschreiben
und schicken Sie mir die
Abschrift3. Ich kenne
übrigens das Tempo sol-
cher Prozeduren und
möchte Ihnen beinahe
den Vorschlag machen
die Aufführung4 auf den

Herbst zu verschieben.
Meinen Sie nicht, dass
das in jeder Beziehung
vorteilhafter wäre?
Mit besten Grüssen
Ihres

Max Marschalk
Lieber Herr Schönberg
Die Herstellung einer Copie der Partitur1 ist keine Angelegenheit des Verlages – eigentlich – nicht wahr? Wenn die Copialien in Wien wirklich billiger sind als hier könnten wir sie ja dort in Auftrag geben. Lassen Sie vorerst nun einmal die Partit.2 abschreiben und schicken Sie mir die Abschrift3. Ich kenne übrigens das Tempo solcher Prozeduren und möchte Ihnen beinahe den Vorschlag machen die Aufführung4 auf den Herbst zu verschieben. Meinen Sie nicht, dass das in jeder Beziehung vorteilhafter wäre?
Mit besten Grüssen Ihres
Max Marschalk

14. Februar 1904


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection



Brief

Zitierhinweis:

Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 14. Februar 1904, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12379.

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