Lieber Herr Schönberg!
Ich habe also g[e]stern mit Herrn Peters über Ihre Angelegenheit
gesprochen. Er hat sich bereit erklärt Ihnen die gewünschte Summe von
Mk 500.– einstweilen als Darlehen zu geben und zwar rückzahlbar in fünf
Raten: am 10. Januar, 10. Februar, 10. März, 10. April und 10. Mai 1907 – in
fünf Raten zu Mk 100.–! Vielleicht wird Ihnen und uns im künftigen Winter
ein guter Stern leuchten, sodass wir das Arrangement nachträglich ändern
können! Einstweilen konnte ich leider nichts anderes erwirken. Setzen
Sie sich nunmehr mit Herrn Peters direkt in Verbindung; seine Adresse
ist: Johannisthal bei Berlin, Friedrichstr. 2. Ich gehe nämlich Montag früh
wieder auf die Reise und zwar nach Sorenbohm, Bez. Köslin. Eine Bedingung
stellt freilich Herr Peters noch, dass Sie sich nämlich in rechtsgültiger
Weise auf ein weiteres Jahr, also im ganzen nunmehr auf sieben Jahre an
den Verlag Dreililien binden. Schicken Sie ihm eine derartige Erklärung
gleich mit ein. Sie hatten sich selbst ja schon in Ihrem Briefe1 vom
15. 5. 06. dazu bereit erklärt. Was Ihre uns eingeschickten neuen Ar-
beiten
2 anbelangt, so hoffe ich, dass wir uns in irgend einer Sie befrie-
digenden Weise einigen werden; lassen Sie mir nur Zeit bis etwa Mitte Juli [.]
Am besten wird es übrigens sein, wenn Sie Herrn Peters einen Schuldschein
sofort mit einsenden.
Viele Grüsse und: angenehme Ferien!
Ihr

Max Marschalk
Lieber Herr Schönberg!
Ich habe also gestern mit Herrn Peters über Ihre Angelegenheit gesprochen. Er hat sich bereit erklärt Ihnen die gewünschte Summe von Mk 500.– einstweilen als Darlehen zu geben und zwar rückzahlbar in fünf Raten: am 10. Januar, 10. Februar, 10. März, 10. April und 10. Mai 1907 – in fünf Raten zu Mk 100.–! Vielleicht wird Ihnen und uns im künftigen Winter ein guter Stern leuchten, sodass wir das Arrangement nachträglich ändern können! Einstweilen konnte ich leider nichts anderes erwirken. Setzen Sie sich nunmehr mit Herrn Peters direkt in Verbindung; seine Adresse ist: Johannisthal bei Berlin, Friedrichstr. 2. Ich gehe nämlich Montag früh wieder auf die Reise und zwar nach Sorenbohm, Bez. Köslin. Eine Bedingung stellt freilich Herr Peters noch, dass Sie sich nämlich in rechtsgültiger Weise auf ein weiteres Jahr, also im ganzen nunmehr auf sieben Jahre an den Verlag Dreililien binden. Schicken Sie ihm eine derartige Erklärung gleich mit ein. Sie hatten sich selbst ja schon in Ihrem Briefe1 vom 15. 5. 06. dazu bereit erklärt. Was Ihre uns eingeschickten neuen Arbeiten2 anbelangt, so hoffe ich, dass wir uns in irgend einer Sie befriedigenden Weise einigen werden; lassen Sie mir nur Zeit bis etwa Mitte Juli . Am besten wird es übrigens sein, wenn Sie Herrn Peters einen Schuldschein sofort mit einsenden.
Viele Grüsse und: angenehme Ferien! Ihr
Max Marschalk

16. Juni 1906


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 16. Juni 1906, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12389.

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