Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
10. September 1906
Lieber Herr Schönberg!
Ich war über 14 Tage an der See, wodurch es gekommen ist, dass
Sie wieder einmal etwas länger haben warten müssen, als es Ihnen
lieb ist.
Sie wieder einmal etwas länger haben warten müssen, als es Ihnen
lieb ist.
Wie Sie aus beiliegendem Briefe
ersehen, hat das Holländische
Streichquartett die Absicht, Ihr Sextett am 24. Oktober aufzuführen1.
Vielleicht schreiben Sie ein par Worte an die Leute, in denen Sie
Ihre Freude über das Eintreten für Ihr Werk Ausdruck geben. Die ge-
wünschten biographischen Notizen bitte ich an mich zu schicken; ich
werde sie dann umgehend weiter schicken.
Streichquartett die Absicht, Ihr Sextett am 24. Oktober aufzuführen1.
Vielleicht schreiben Sie ein par Worte an die Leute, in denen Sie
Ihre Freude über das Eintreten für Ihr Werk Ausdruck geben. Die ge-
wünschten biographischen Notizen bitte ich an mich zu schicken; ich
werde sie dann umgehend weiter schicken.
Das gewünschte Streichquartett erhalten Sie
eingeschrieben unter
Kreuzband zurück.
Kreuzband zurück.
Was den Verlag Ihrer uns eingereichten neueren Arbeiten anbelangt,
so möchte ich Ihnen endgültige Vorschläge in der nächsten Zeit unter-
breiten; ich möchte Sie nur einstweilen bitten mir mitzuteilen, in wel-
cher Reihenfolge Sie die Drucklegung besorgt wünschten. Ich denke, dass
wir vielleicht zuerst die Klavierlieder in Stich geben und dann das
Quartett folgen lassen. Was das Quartett anbelangt, möchte ich wegen
eventueller Retouchen vorschlagen, die Aufführung2 durch Rosé abzuwar-
ten. Warten werden wir ja ohnedies müssen, da Sie offenbar nur eine Par-
titur3 besitzen. Auf jeden Fall brauchen Sie sich wohl wegen des Vorschus-
so möchte ich Ihnen endgültige Vorschläge in der nächsten Zeit unter-
breiten; ich möchte Sie nur einstweilen bitten mir mitzuteilen, in wel-
cher Reihenfolge Sie die Drucklegung besorgt wünschten. Ich denke, dass
wir vielleicht zuerst die Klavierlieder in Stich geben und dann das
Quartett folgen lassen. Was das Quartett anbelangt, möchte ich wegen
eventueller Retouchen vorschlagen, die Aufführung2 durch Rosé abzuwar-
ten. Warten werden wir ja ohnedies müssen, da Sie offenbar nur eine Par-
titur3 besitzen. Auf jeden Fall brauchen Sie sich wohl wegen des Vorschus-
ses keine grossen
Sorgen zu machen. Wir sind im Prinzip natürlich
entschlossen mit Ihnen sozusagen durch Dick und Dünn zu gehen; wir
werden dabei voraussichtlich noch Geduld haben müssen, und auch Sie
werden hier und da zu beweisen notwendig haben, dass auch Sie – uns
gegenüber – Geduld haben können.
entschlossen mit Ihnen sozusagen durch Dick und Dünn zu gehen; wir
werden dabei voraussichtlich noch Geduld haben müssen, und auch Sie
werden hier und da zu beweisen notwendig haben, dass auch Sie – uns
gegenüber – Geduld haben können.
Mit Fried hatte ich eine längere Unterredung
über Ihre sinfoni-
sche Dichtung „Pelleas und Melisande“. Er ist durchaus gewillt
sie aufzuführen4, nur weiss er noch nicht, ob er die Aufführung ma-
teriell wird ermöglichen können. Er behauptet, dass ca. 5000 Mk.
nötig seien. Ich habe ihm nun bereits die kostenfreie Ueberlassung
des Materials in Aussicht gestellt, ihm ausserdem versprochen eine
materielle Subvention durch den Verlag anzuregen. Wir wollen
sehen, wie sich die Sache entwickeln wird.
sche Dichtung „Pelleas und Melisande“. Er ist durchaus gewillt
sie aufzuführen4, nur weiss er noch nicht, ob er die Aufführung ma-
teriell wird ermöglichen können. Er behauptet, dass ca. 5000 Mk.
nötig seien. Ich habe ihm nun bereits die kostenfreie Ueberlassung
des Materials in Aussicht gestellt, ihm ausserdem versprochen eine
materielle Subvention durch den Verlag anzuregen. Wir wollen
sehen, wie sich die Sache entwickeln wird.
aufzuführen
Aufführung
Partitur
Autographe Reinschrift.
Stichvorlage für den Druck (ASGA B 20, Quelle B).
gewillt sie aufzuführen
Lieber Herr Schönberg!
Ich war über 14 Tage an der See, wodurch es gekommen ist, dass Sie wieder
einmal etwas länger haben warten müssen, als es Ihnen lieb ist.
Wie Sie aus beiliegendem Briefe
ersehen, hat das Holländische Streichquartett die Absicht, Ihr
Sextett am 24.
Oktober
aufzuführen1. Vielleicht schreiben Sie ein par Worte an die
Leute, in denen Sie Ihre Freude über das
Eintreten für Ihr Werk Ausdruck geben. Die gewünschten biographischen Notizen bitte ich an mich zu schicken;
ich werde sie dann umgehend weiter schicken.
Das gewünschte Streichquartett erhalten Sie
eingeschrieben unter Kreuzband zurück.
Was den Verlag Ihrer uns eingereichten neueren Arbeiten anbelangt, so möchte
ich Ihnen endgültige Vorschläge in der nächsten Zeit unterbreiten; ich möchte Sie nur einstweilen bitten mir mitzuteilen,
in welcher Reihenfolge Sie die Drucklegung besorgt wünschten. Ich
denke, dass wir vielleicht zuerst die Klavierlieder in Stich geben und dann das Quartett folgen
lassen. Was das Quartett anbelangt, möchte ich wegen eventueller Retouchen
vorschlagen, die Aufführung2 durch Rosé abzuwarten. Warten werden wir ja ohnedies müssen, da Sie offenbar nur
eine Partitur3 besitzen. Auf jeden Fall brauchen Sie sich wohl wegen des Vorschusses keine grossen
Sorgen zu machen. Wir sind im Prinzip natürlich entschlossen mit Ihnen
sozusagen durch Dick und Dünn zu gehen; wir werden dabei voraussichtlich
noch Geduld haben müssen, und auch Sie werden hier und da zu beweisen
notwendig haben, dass auch Sie – uns gegenüber – Geduld haben können.
Mit Fried hatte ich eine längere Unterredung
über Ihre sinfonische Dichtung „Pelleas und
Melisande“. Er ist durchaus gewillt sie aufzuführen4, nur weiss er noch nicht, ob er die Aufführung materiell wird ermöglichen können. Er behauptet, dass ca. 5000 Mk.
nötig seien. Ich habe ihm nun bereits die kostenfreie Ueberlassung des
Materials in Aussicht gestellt, ihm ausserdem versprochen eine materielle
Subvention durch den Verlag anzuregen. Wir wollen sehen, wie sich die Sache
entwickeln wird.
aufzuführen
Aufführung
Partitur
Autographe Reinschrift.
Stichvorlage für den Druck (ASGA B 20, Quelle B).
gewillt sie aufzuführen
10. September 1906
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 10. September 1906, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12392.