Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
20. September 1906
Lieber Herr Schönberg!
Dass Strauss Ihnen versprochen
hat1 eine Aufführung Ihrer Orchester-
lieder in Dresden durchzusetzen, freut mich sehr. Man mag über die Ton-
künstlerfeste denken wie man will: ein guter Markt sind sie doch. Das
wissen Strauss und Mahler sehr gut, weshalb sie ihre Werke mit Vorliebe
zuerst auf Tonkünstlerfesten aufführen lassen. Sie tun freilich so, als
ob sie dem Allgemeinen Deutschen Musikverein einen Gefallen täten.
lieder in Dresden durchzusetzen, freut mich sehr. Man mag über die Ton-
künstlerfeste denken wie man will: ein guter Markt sind sie doch. Das
wissen Strauss und Mahler sehr gut, weshalb sie ihre Werke mit Vorliebe
zuerst auf Tonkünstlerfesten aufführen lassen. Sie tun freilich so, als
ob sie dem Allgemeinen Deutschen Musikverein einen Gefallen täten.
Die Aufführung2 Ihres Sextettes durch das Holländische Streichquar-
tett ist sicher. Heute erhielt ich einen Brief von dem Schriftführer der
Herren, in dem er um ein weiteres Exemplar der Partitur bat und mit-
teilte, dass Herr Posa * zu einer Probe3 geladen werden würde.
tett ist sicher. Heute erhielt ich einen Brief von dem Schriftführer der
Herren, in dem er um ein weiteres Exemplar der Partitur bat und mit-
teilte, dass Herr Posa * zu einer Probe3 geladen werden würde.
Ich schicke Ihnen die ersten 15 Bogen der autographischen Abschrift4
Ihrer Partitur zu „Pelleas und Melisande“ mit der Bitte sie baldmög-
lichst zu korrigieren und sauber verpackt zurück zu schicken. Sie wissen
wohl, das Korrekturen nur mit Bleistift unter möglichster Schonung der
Autographie vorgenommen werden dürfen. Mit der Fortsetzung der Abschrift
müssen wir nun so lange warten, bis wir wieder im Besitz der Partitur5
sein werden.
Ihrer Partitur zu „Pelleas und Melisande“ mit der Bitte sie baldmög-
lichst zu korrigieren und sauber verpackt zurück zu schicken. Sie wissen
wohl, das Korrekturen nur mit Bleistift unter möglichster Schonung der
Autographie vorgenommen werden dürfen. Mit der Fortsetzung der Abschrift
müssen wir nun so lange warten, bis wir wieder im Besitz der Partitur5
sein werden.
Mit besten Grüssen
Ihr Max Marschalk
Ihr Max Marschalk
Dass Strauss Ihnen versprochen
hat
„Auf der Tonkünstlerversammlung mal was von Ihnen zu bringen, ist
schon längst meine Absicht. Es geht aber auch da nicht immer, wie
man möchte. Wenn es möglich wäre, die Uraufführung Ihrer Orchesterlieder, der Kammersinfonie, bis zum nächsten Sommer zu verschieben,
in diesem Falle schicken Sie doch bitte,
die Partituren an Dr. Obrist nach Weimar“ (Richard Strauss
an Arnold Schönberg, 11. September 1906; ASCC 19596): Die Aufführung kam nicht zustande.
Schönberg-Aufführung beim
Tonkünstlerfest 1907:
30. Juni 1907, Dresden, Vereinshaus, 43. Tonkünstler-Fest des Allgemeinen
Deutschen Musikvereins, 2. Kammermusik-Konzert.
Aufführung
Probe
Oskar Posa wohnte mindestens einer
Probe Ende September bei (Oskar Posa an
Arnold Schönberg, 1. Oktober 1906; ASCC
15071).
autographischen Abschrift
Unvollständige, im Auftrag der Verlags Dreililien Berlin hergestellte
autographische Partiturabschrift, bestehend aus 15 Bögen, verschollen
(ASGA A 10, Quelle F*).
Partitur
Partiturreinschrift, autograph (ASGA B 10, Quelle C).
Lieber Herr Schönberg!
Dass Strauss Ihnen versprochen
hat1 eine Aufführung Ihrer Orchesterlieder in Dresden durchzusetzen, freut mich sehr. Man mag über die Tonkünstlerfeste denken wie man will: ein guter Markt sind sie
doch. Das wissen Strauss und Mahler sehr gut, weshalb sie ihre Werke mit
Vorliebe zuerst auf Tonkünstlerfesten aufführen lassen. Sie tun freilich
so, als ob sie dem Allgemeinen Deutschen
Musikverein einen Gefallen täten.
Die Aufführung2 Ihres Sextettes durch das Holländische Streichquartett ist sicher. Heute erhielt ich einen Brief von
dem Schriftführer der Herren, in dem er um ein weiteres Exemplar der
Partitur bat und mitteilte, dass Herr Posa
zu einer
Probe3 geladen werden würde.
Ich schicke Ihnen die ersten 15 Bogen der autographischen Abschrift4
Ihrer Partitur zu „Pelleas und Melisande“ mit
der Bitte sie baldmöglichst zu korrigieren und sauber verpackt zurück zu schicken.
Sie wissen wohl, das Korrekturen nur mit Bleistift unter möglichster
Schonung der Autographie vorgenommen werden dürfen. Mit der Fortsetzung der
Abschrift müssen wir nun so lange warten, bis wir wieder im Besitz der Partitur5
sein werden.
Mit besten Grüssen Ihr
Max Marschalk
Dass Strauss Ihnen versprochen
hat
„Auf der Tonkünstlerversammlung mal was von Ihnen zu bringen, ist
schon längst meine Absicht. Es geht aber auch da nicht immer, wie
man möchte. Wenn es möglich wäre, die Uraufführung Ihrer Orchesterlieder, der Kammersinfonie, bis zum nächsten Sommer zu verschieben,
in diesem Falle schicken Sie doch bitte,
die Partituren an Dr. Obrist nach Weimar“ (Richard Strauss
an Arnold Schönberg, 11. September 1906; ASCC 19596): Die Aufführung kam nicht zustande.
Schönberg-Aufführung beim
Tonkünstlerfest 1907:
30. Juni 1907, Dresden, Vereinshaus, 43. Tonkünstler-Fest des Allgemeinen
Deutschen Musikvereins, 2. Kammermusik-Konzert.
Aufführung
Probe
Oskar Posa wohnte mindestens einer
Probe Ende September bei (Oskar Posa an
Arnold Schönberg, 1. Oktober 1906; ASCC
15071).
autographischen Abschrift
Unvollständige, im Auftrag der Verlags Dreililien Berlin hergestellte
autographische Partiturabschrift, bestehend aus 15 Bögen, verschollen
(ASGA A 10, Quelle F*).
Partitur
Partiturreinschrift, autograph (ASGA B 10, Quelle C).
20. September 1906
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 20. September 1906, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12393.