Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
28. September 1906
Lieber Herr Schönberg!
Vorerst nehmen Sie meinen herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres
Sohnes mit dem absoluten Gehör; auch Ihrer Frau Gemahlin bitte ich meine
Glückwünsche auszurichten. Der Verlag Dreililien reflektiert einstweilen
noch nicht auf dieses neuste Opus, obschon er überzeugt ist, dass es
Ihr bestes ist.
Sohnes mit dem absoluten Gehör; auch Ihrer Frau Gemahlin bitte ich meine
Glückwünsche auszurichten. Der Verlag Dreililien reflektiert einstweilen
noch nicht auf dieses neuste Opus, obschon er überzeugt ist, dass es
Ihr bestes ist.
Ob Fried die Sinfonie aufführen wird1, weiss ich wirklich nicht genau;
ich glaube, dass er selbst noch nicht weiss, ob er sie wird bringen
können.
ich glaube, dass er selbst noch nicht weiss, ob er sie wird bringen
können.
Also Löwe versteht Ihre Kammersinfonie nicht;2 wollen Sie nicht end-
lich anfangen sich musikalisch etwas verständlicher auszudrücken?[.] Als
Subvention zur Herstellung von Partitur und Stimmen geht mit gleicher Post
die Summe von Mk. 50. an Sie ab, womit Partitur und Stimmen unser Eigentum
werden. Mehr wird nicht bewilligt, denn für eine saubere, druckreife Par-
titur müssen Sie von rechtswegen selbst sorgen.
lich anfangen sich musikalisch etwas verständlicher auszudrücken?[.] Als
Subvention zur Herstellung von Partitur und Stimmen geht mit gleicher Post
die Summe von Mk. 50. an Sie ab, womit Partitur und Stimmen unser Eigentum
werden. Mehr wird nicht bewilligt, denn für eine saubere, druckreife Par-
titur müssen Sie von rechtswegen selbst sorgen.
Teilen Sie mir doch bitte mit, für welche Besetzung Ihre Kammersin-
fonie geschrieben ist, damit ich ev. hier für ihre Aufführung wirken kann.
fonie geschrieben ist, damit ich ev. hier für ihre Aufführung wirken kann.
Ob Fried die Sinfonie aufführen wird
Also Löwe versteht Ihre Kammersinfonie nicht;
„Ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass mir Ihr Werk nach
aufmerksamer Lektüre der Partitur bis jetzt unverständlich geblieben
ist.“ (Ferdinand Löwe an Arnold Schönberg, 13. September 1906; ASCC 18372).
Lieber Herr Schönberg!
Vorerst nehmen Sie meinen herzlichen Glückwunsch zur Geburt Ihres
Sohnes mit dem absoluten Gehör; auch
Ihrer Frau Gemahlin bitte ich meine
Glückwünsche auszurichten. Der Verlag
Dreililien reflektiert einstweilen noch nicht auf dieses
neuste Opus, obschon er überzeugt ist, dass es Ihr bestes ist.
Ob Fried die Sinfonie aufführen wird1, weiss ich wirklich nicht genau; ich glaube, dass er selbst noch
nicht weiss, ob er sie wird bringen können.
Also Löwe versteht Ihre Kammersinfonie nicht;2 wollen Sie nicht endlich anfangen sich musikalisch etwas verständlicher auszudrücken? Als Subvention zur Herstellung von Partitur und Stimmen geht mit
gleicher Post die Summe von Mk. 50. an Sie ab, womit Partitur und Stimmen
unser Eigentum werden. Mehr wird nicht bewilligt, denn für eine saubere,
druckreife Partitur müssen Sie von rechtswegen selbst sorgen.
Teilen Sie mir doch bitte mit, für welche Besetzung Ihre Kammersinfonie geschrieben ist, damit ich ev. hier für ihre
Aufführung wirken kann.
Ob Fried die Sinfonie aufführen wird
Also Löwe versteht Ihre Kammersinfonie nicht;
„Ich bedaure Ihnen mitteilen zu müssen, dass mir Ihr Werk nach
aufmerksamer Lektüre der Partitur bis jetzt unverständlich geblieben
ist.“ (Ferdinand Löwe an Arnold Schönberg, 13. September 1906; ASCC 18372).
28. September 1906
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 28. September 1906, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12394.