Verlag Dreililien an Arnold Schönberg
19. April 1910
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
Dass Sie unseren Rechnungsauszug nicht
verstehen, liegt
sicherlich mehr an Ihnen als an dem Rechnungsauszug. Was Os-
kar Fried und Ihre symphonische Dichtung „Pelleas und Melisande“
anbelangt, so ist zwischen dem Verlage Dreililien und Fried
folgendes fest verabredet: Fried führt im ersten oder zweiten Kon-
zerte der Gesellschaft der Musikfreunde Ihr Werk auf1, wofern der
Verlag ihm eine bestimmte Summe zur teilweisen Deckung der durch
Orchester-Verstärkung und Probenvermehrung entstehenden Unkosten
zahlt. Diese Summe zu zahlen hat sich Herr Messner bereit erklärt
unter der Voraussetzung natürlich, dass uns nach den Bedingungen
unseres Vertrages ein Vorkaufsrecht bis 14 Tage nach der Auf-
führung zusteht. Sie müssten uns Ihr Einverständnis damit noch
ausdrücklich geben. Die Partitur2 und die Skizze3 sind in Frieds Be-
sitz. Wenn Sie ihrer unbedingt bedürfen oder auf eine Aufführung
verzichten wollen, so bitte ich Sie sich an Herrn Fried direkt zu
wenden. Er wohnt Nikolassee bei Berlin.
sicherlich mehr an Ihnen als an dem Rechnungsauszug. Was Os-
kar Fried und Ihre symphonische Dichtung „Pelleas und Melisande“
anbelangt, so ist zwischen dem Verlage Dreililien und Fried
folgendes fest verabredet: Fried führt im ersten oder zweiten Kon-
zerte der Gesellschaft der Musikfreunde Ihr Werk auf1, wofern der
Verlag ihm eine bestimmte Summe zur teilweisen Deckung der durch
Orchester-Verstärkung und Probenvermehrung entstehenden Unkosten
zahlt. Diese Summe zu zahlen hat sich Herr Messner bereit erklärt
unter der Voraussetzung natürlich, dass uns nach den Bedingungen
unseres Vertrages ein Vorkaufsrecht bis 14 Tage nach der Auf-
führung zusteht. Sie müssten uns Ihr Einverständnis damit noch
ausdrücklich geben. Die Partitur2 und die Skizze3 sind in Frieds Be-
sitz. Wenn Sie ihrer unbedingt bedürfen oder auf eine Aufführung
verzichten wollen, so bitte ich Sie sich an Herrn Fried direkt zu
wenden. Er wohnt Nikolassee bei Berlin.
[Abbildung: Zeichnungen]
führt im ersten oder zweiten Konzerte der Gesellschaft der
Musikfreunde Ihr Werk auf
Partitur
Nachgewiesene Quellen: Partiturreinschrift,
autograph (ASGA B 10, Quelle C); Partiturabschrift, möglicherweise
autograph; zugleich Autographiervorlage für den Erstdruck, verschollen
(ASGA B 10, Quelle G*). Die Existenz einer Partiturabschrift
geht aus Verlag Dreililien an Arnold
Schönberg, 15. Oktober 1908 hervor; Herstellungszeitpunkt
nicht ermittelt.
Skizze
Vermutlich die handschriftliche
Vorlage für die Aufstellung der Besetzung des Orchesters, welche im
Originaldruck von 1911 publiziert ist
(Lieferdatum: 6. Oktober 1911, Auflage 100;
Buchon
2015, Bd. 5, S. 665).
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
Dass Sie unseren Rechnungsauszug nicht
verstehen, liegt sicherlich mehr an Ihnen als an dem Rechnungsauszug. Was
Oskar Fried und Ihre symphonische Dichtung „Pelleas und Melisande“ anbelangt, so ist
zwischen dem Verlage Dreililien und Fried
folgendes fest verabredet: Fried
führt im ersten oder zweiten Konzerte der Gesellschaft der
Musikfreunde Ihr Werk auf1, wofern der Verlag ihm eine bestimmte Summe zur teilweisen Deckung
der durch Orchester-Verstärkung und Probenvermehrung entstehenden Unkosten
zahlt. Diese Summe zu zahlen hat sich Herr Messner bereit erklärt unter der Voraussetzung natürlich,
dass uns nach den Bedingungen unseres Vertrages ein Vorkaufsrecht bis 14 Tage nach der Aufführung zusteht. Sie müssten uns Ihr Einverständnis damit noch
ausdrücklich geben. Die Partitur2 und die Skizze3 sind in Frieds Besitz. Wenn Sie ihrer unbedingt bedürfen oder auf eine Aufführung
verzichten wollen, so bitte ich Sie sich an Herrn Fried direkt zu wenden. Er wohnt Nikolassee bei Berlin.
[Abbildung: Zeichnungen]
führt im ersten oder zweiten Konzerte der Gesellschaft der
Musikfreunde Ihr Werk auf
Partitur
Nachgewiesene Quellen: Partiturreinschrift,
autograph (ASGA B 10, Quelle C); Partiturabschrift, möglicherweise
autograph; zugleich Autographiervorlage für den Erstdruck, verschollen
(ASGA B 10, Quelle G*). Die Existenz einer Partiturabschrift
geht aus Verlag Dreililien an Arnold
Schönberg, 15. Oktober 1908 hervor; Herstellungszeitpunkt
nicht ermittelt.
Skizze
Vermutlich die handschriftliche
Vorlage für die Aufstellung der Besetzung des Orchesters, welche im
Originaldruck von 1911 publiziert ist
(Lieferdatum: 6. Oktober 1911, Auflage 100;
Buchon
2015, Bd. 5, S. 665).
19. April 1910
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 19. April 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12419.