K. S./P.
Herrn
Berlin-Charlottenburg
Lieber Herr Schönberg!
Sehr gerne möchte ich in dem Schönberg-Heft1 ein noch un-
bekanntes Bild von Ihnen veröffentlichen. Ich wäre Ihnen darum sehr
dankbar, wenn Sie mich wissen liessen, wie ich mir ein solches ver-
schaffen kann. Wollen Sie so lieb sein mir eines zu schicken. Ich
sende es Ihnen, nachdem es reproduziert ist, gleich wieder zurück.
War der Interviewer Jens Qu. schon bei Ihnen? Ich hatte ihn
gebeten Sie zu besuchen und ich hoffe, Sie haben ihn nicht zu un-
freundlich aufgenommen. Im Ernst: Haben Sie Lust und ist es Ihnen
möglich mir zirka 20. ds. das „Interview“ einzuschicken?
Bitte lassen sie mich auch wissen, was Sie von der Reduktion
der Pelleas Partitur halten.
Mit den herzlichsten Grüssen an Sie und Ihre liebe Frau Ihr
ergebener
P. S.
Eben war Frau Direktor Hertzka hier und erzählte
von dem Plane einer „Gurre-Lieder“ Aufführung in
Paris, die der Deutsch veranstalten wolle. Er hat
in einem Privatzirkel die Gurre-Lieder am Klavier
vorgeführt. Das Programm lege ich bei. Ein Komitee
soll die Sache finanzieren. Loos soll mit Ihnen da-
rüber gesprochen und an Deutsch telegraphiert haben,
dass Sie mit der Aufführung2 einverstanden sind, falls
Sie die 2. Aufführung dirigieren. Bitte lassen sie uns
wissen, welche Stellung Sie dem Plane gegenüber ein-
nehmen, damit die U.E. weiss, wie sie sich verhalten soll.

K. S./P.
Herrn
Berlin-Charlottenburg
Lieber Herr Schönberg!
Sehr gerne möchte ich in dem Schönberg-Heft1 ein noch unbekanntes Bild von Ihnen veröffentlichen. Ich wäre Ihnen darum sehr dankbar, wenn Sie mich wissen liessen, wie ich mir ein solches verschaffen kann. Wollen Sie so lieb sein mir eines zu schicken. Ich sende es Ihnen, nachdem es reproduziert ist, gleich wieder zurück.
War der Interviewer Jens Qu. schon bei Ihnen? Ich hatte ihn gebeten Sie zu besuchen und ich hoffe, Sie haben ihn nicht zu unfreundlich aufgenommen. Im Ernst: Haben Sie Lust und ist es Ihnen möglich mir zirka 20. ds. das „Interview“ einzuschicken?
Bitte lassen sie mich auch wissen, was Sie von der Reduktion der Pelleas Partitur halten.
Mit den herzlichsten Grüssen an Sie und Ihre liebe Frau Ihr ergebener
Erwin Stein
P. S. Eben war Frau Direktor Hertzka hier und erzählte von dem Plane einer „Gurre-Lieder“ Aufführung in Paris, die der Deutsch veranstalten wolle. Er hat in einem Privatzirkel die Gurre-Lieder am Klavier vorgeführt. Ein Komitee soll die Sache finanzieren. Loos soll mit Ihnen darüber gesprochen und an Deutsch telegraphiert haben, dass Sie mit der Aufführung2 einverstanden sind, falls Sie die 2. Aufführung dirigieren. Bitte lassen sie uns wissen, welche Stellung Sie dem Plane gegenüber einnehmen, damit die U.E. weiss, wie sie sich verhalten soll.

10. März 1927


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 10. März 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.16807.

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