Arnold Schönberg an Universal-Edition
17. Mai 1929
17.V.1929
schon zweimal habe ich die Frage [ges]
gestellt1, warum meine Bach-Instrumentation noch immer
nicht angekündigt wird und warum keine Aufführungen
dafür aquiriert werden.
gestellt1, warum meine Bach-Instrumentation noch immer
nicht angekündigt wird und warum keine Aufführungen
dafür aquiriert werden.
Heute wiederhole ich diese Frage und
bitte ausserdem um Aufklärung, wie es kommt, dass ich
auch nichts über Aufführungen meiner Orchestervariatio
nen höre; warum diese nicht angekündigt werden; warum die
se Partitur nicht erscheint2 und desgleichen die Parti-
tur der Bachinstrumentation3 .
bitte ausserdem um Aufklärung, wie es kommt, dass ich
auch nichts über Aufführungen meiner Orchestervariatio
nen höre; warum diese nicht angekündigt werden; warum die
se Partitur nicht erscheint2 und desgleichen die Parti-
tur der Bachinstrumentation3 .
Ich selbst wurde von verschiedenen
Seiten darum angegangen und habe bisher immer um Ge-
duld gebeten: Die UE hat das bisher nicht getan: will
sie herbei führen, dass sie mir reisst? Ich kanns ris-
kieren! Der Verlagskonkurrenzvertrag4 wird hiebei wenig
nützen! Ich bitte freundlichst um baldige Antwort und
hoffe selbst, dass es Ihnen gelingen möge mich zufrieden
zu stellen.
Seiten darum angegangen und habe bisher immer um Ge-
duld gebeten: Die UE hat das bisher nicht getan: will
sie herbei führen, dass sie mir reisst? Ich kanns ris-
kieren! Der Verlagskonkurrenzvertrag4 wird hiebei wenig
nützen! Ich bitte freundlichst um baldige Antwort und
hoffe selbst, dass es Ihnen gelingen möge mich zufrieden
zu stellen.
Inzwischen bin ich mit vorzüglicher Hochach[t]
tung ergebenst Arnold Schönberg
tung ergebenst Arnold Schönberg
gestellt
Erhalten ist Arnold Schönberg an Universal-Edition, 8.
Februar 1929.
diese Partitur nicht
erscheint
Lieferdatum: 4. Juni
1929, Auflage: 97 (Buchon 2015, Bd.
5, S. 665).
Partitur der Bachinstrumentation
Erscheinungsdatum: 20. November
1929, Auflage: 97 (ASGA B 25/26,
S.35).
Verlagskonkurrenzvertrag
Schönberg hatte Josef Rufer beauftragt, an potentielle
Verlage für seine Oper Von heute auf morgen op.
32 heranzutreten (Arnold Schönberg an Josef Rufer, 28.
Dezember 1928; ASCC
1632); als Rufer ihm von
der Absage des Fürstner-Verlags aufgrund einer Vereinbarung mit der
UE berichtete (Josef Rufer an Arnold
Schönberg, 18. Februar 1929; ASCC
15200), hielt Schönberg
es für „fast bewiesen [...], dass [der Misserfolg] an diesem
Verlags-Konkurrenz-Vertrag liegt und [...] es sich auch bei Schott [...] um nichts anderes handelt“
(Arnold Schönberg an Josef Rufer, 23. Februar 1929; ASCC
1671) – obwohl Schott dies
Rufer zufolge bestritten hatte
(Josef Rufer an Arnold Schönberg, 2. März 1929; ASCC
15199). Ob an einer solchen Vereinbarung tatsächlich mehrere
Verlage beteiligt waren, ist nicht bekannt; Schönberg wandte sich mit der Bitte um Intervention auch
an die Genossenschaft deutscher
Tonsetzer (Arnold Schönberg an Genossenschaft deutscher
Tonsetzer, 23. Februar 1929; ASCC
1673). Trotzdem schrieb er noch im Juni an Felix Greissle,
Emil Hertzka würde nach wie vor
„speziell auf die Oper“ reflektieren (Arnold Schönberg an Felix
Greissle, 15. Juni 1929; ASCC
1526).
17.V.1929
schon zweimal habe ich die Frage
gestellt1, warum meine Bach-Instrumentation noch immer nicht angekündigt
wird und warum keine Aufführungen dafür aquiriert werden.
Heute wiederhole ich diese Frage und bitte ausserdem um Aufklärung, wie es
kommt, dass ich
auch nichts über Aufführungen meiner Orchestervariationen
höre; warum diese nicht angekündigt
werden; warum diese Partitur nicht
erscheint2 und desgleichen die Partitur der Bachinstrumentation3
.
Ich selbst wurde von verschiedenen Seiten darum angegangen und habe bisher
immer um Geduld gebeten: Die UE hat das
bisher nicht getan: will sie herbei führen, dass sie mir reisst? Ich kanns
riskieren! Der Verlagskonkurrenzvertrag4 wird hiebei wenig nützen! Ich bitte freundlichst um baldige Antwort
und hoffe selbst, dass es Ihnen gelingen möge mich zufrieden zu
stellen.
Inzwischen bin ich mit vorzüglicher Hochach
tung ergebenst
Arnold Schönberg
gestellt
Erhalten ist Arnold Schönberg an Universal-Edition, 8.
Februar 1929.
diese Partitur nicht
erscheint
Lieferdatum: 4. Juni
1929, Auflage: 97 (Buchon 2015, Bd.
5, S. 665).
Partitur der Bachinstrumentation
Erscheinungsdatum: 20. November
1929, Auflage: 97 (ASGA B 25/26,
S.35).
Verlagskonkurrenzvertrag
Schönberg hatte Josef Rufer beauftragt, an potentielle
Verlage für seine Oper Von heute auf morgen op.
32 heranzutreten (Arnold Schönberg an Josef Rufer, 28.
Dezember 1928; ASCC
1632); als Rufer ihm von
der Absage des Fürstner-Verlags aufgrund einer Vereinbarung mit der
UE berichtete (Josef Rufer an Arnold
Schönberg, 18. Februar 1929; ASCC
15200), hielt Schönberg
es für „fast bewiesen [...], dass [der Misserfolg] an diesem
Verlags-Konkurrenz-Vertrag liegt und [...] es sich auch bei Schott [...] um nichts anderes handelt“
(Arnold Schönberg an Josef Rufer, 23. Februar 1929; ASCC
1671) – obwohl Schott dies
Rufer zufolge bestritten hatte
(Josef Rufer an Arnold Schönberg, 2. März 1929; ASCC
15199). Ob an einer solchen Vereinbarung tatsächlich mehrere
Verlage beteiligt waren, ist nicht bekannt; Schönberg wandte sich mit der Bitte um Intervention auch
an die Genossenschaft deutscher
Tonsetzer (Arnold Schönberg an Genossenschaft deutscher
Tonsetzer, 23. Februar 1929; ASCC
1673). Trotzdem schrieb er noch im Juni an Felix Greissle,
Emil Hertzka würde nach wie vor
„speziell auf die Oper“ reflektieren (Arnold Schönberg an Felix
Greissle, 15. Juni 1929; ASCC
1526).
17. Mai 1929
21. Mai 1929
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 17. Mai 1929, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.1713.