Universal-Edition an Arnold Schönberg
20. Juli 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 20. Juli 1914
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 20. Juli 1914
Lieber Herr Schönberg!
Nun sind auch die George-Lieder endlich herausgekommen1
und ich lasse Ihnen gleichzeitig ein Beleg-Exemplar zugehen. Die
Bütten-Ausgabe wird bereits vorbereitet und Sie werden gebeten,
50 Exemplare dieser Ausgabe eigenhändig zu signieren. Die Blätter erbitten wir
an unsere Adresse retour
und ich lasse Ihnen gleichzeitig ein Beleg-Exemplar zugehen. Die
Bütten-Ausgabe wird bereits vorbereitet und Sie werden gebeten,
50 Exemplare dieser Ausgabe eigenhändig zu signieren. Die Blätter erbitten wir
an unsere Adresse retour
Nachdem die Firma Geidel mir mitgeteilt, dass sie
in
den allernächsten Tagen auch den Stich der Monodram-Partitur beendet
haben wird, so wird bis zum Frühherbst auch diese Partitur in Druck
gelegt sein. Sie sehen, ich halte mehr als ich verspreche, was in die-
ser unerhört schlechten Zeit nicht wenig bedeuten soll.
den allernächsten Tagen auch den Stich der Monodram-Partitur beendet
haben wird, so wird bis zum Frühherbst auch diese Partitur in Druck
gelegt sein. Sie sehen, ich halte mehr als ich verspreche, was in die-
ser unerhört schlechten Zeit nicht wenig bedeuten soll.
Heute schreibt mir Casella
aus Paris,
dass die Société
Musicale Independante im nächsten Winter den Pierrot gerne französisch
aufführen2 möchte. Wie verhalten Sie sich zu dieser Sache und wie steht
es nun eigentlich mit dem Recht3 von Frau Zehme? Nachdem durch das Er-
scheinen4 der Ausgaben von Pierrot die Frage der Aufführbarkeit in ein
neues Stadium getreten ist, wäre es wünschenswert, diesbezüglich eine
prinzipielle allgemeine Entscheidung zu wissen, um nicht in jedem ein-
zelnen Falle an Einsicht oder Entgegenkommen von Frau Zehme appelieren
zu müssen.
Musicale Independante im nächsten Winter den Pierrot gerne französisch
aufführen2 möchte. Wie verhalten Sie sich zu dieser Sache und wie steht
es nun eigentlich mit dem Recht3 von Frau Zehme? Nachdem durch das Er-
scheinen4 der Ausgaben von Pierrot die Frage der Aufführbarkeit in ein
neues Stadium getreten ist, wäre es wünschenswert, diesbezüglich eine
prinzipielle allgemeine Entscheidung zu wissen, um nicht in jedem ein-
zelnen Falle an Einsicht oder Entgegenkommen von Frau Zehme appelieren
zu müssen.
Ich reise morgen auf cca. acht Tage geschäftlich in
die Schweiz, stehe aber mit meinem Büro täglich in brieflichem und
telegrafischem Verkehr.
die Schweiz, stehe aber mit meinem Büro täglich in brieflichem und
telegrafischem Verkehr.
Mit herzlichen Grüssen
Ihr ganz ergebener
NS.
Casella möchte auch gerne, dass Frau Maria Freund
in Paris die George-Lieder singt. Glauben Sie, dass
ihr diese Lieder gut liegen?
Casella möchte auch gerne, dass Frau Maria Freund
in Paris die George-Lieder singt. Glauben Sie, dass
ihr diese Lieder gut liegen?
herausgekommen
Die Publikation wird im Oktober
1914 angezeigt (Hofmeister 1914, S. 204), Lieferdatum: 17. November 1914, Auflage: 302 (Buchon 2015, Bd. 5, S. 665).
Beide Daten weichen von den Angaben in der Korrespondenz
ab.
französisch
aufführen
Aufführungen in französischer
Übersetzung fanden erst im Dezember 1921
(Teilaufführung) bzw. am 16. Jänner 1922
statt (Keathley 2016,
S. 203).
Recht
Albertine Zehme hatte das alleinige
Aufführungsrecht bis 30. April 1915,
allerdings nur solange das Werk nicht gedruckt vorlag (Nono-Schoenberg 1998, S.
109).
Erscheinen
Lieferdatum: 3. Juli 1914, Auflage: 200;
Büttenausgabe: Lieferdatum: 30. Juli
1914, Auflage: 50 (Buchon 2015, Bd. 5, S. 663).
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 20. Juli 1914
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 20. Juli 1914
Lieber Herr Schönberg!
Nun sind auch die George-Lieder endlich herausgekommen1
und ich lasse Ihnen gleichzeitig ein Beleg-Exemplar zugehen. Die Bütten-Ausgabe wird bereits vorbereitet und Sie werden
gebeten, 50 Exemplare dieser Ausgabe eigenhändig zu signieren. Die Blätter erbitten wir an unsere Adresse
retour
Nachdem die Firma Geidel mir mitgeteilt, dass sie
in den allernächsten Tagen auch den Stich der Monodram-Partitur beendet haben wird, so wird bis zum
Frühherbst auch diese Partitur in Druck gelegt sein. Sie sehen, ich halte
mehr als ich verspreche, was in dieser unerhört schlechten Zeit nicht wenig bedeuten soll.
Heute schreibt mir Casella
aus Paris,
dass die Société Musicale Independante im
nächsten Winter den Pierrot gerne französisch
aufführen2 möchte. Wie verhalten Sie sich zu dieser Sache und
wie steht es nun eigentlich mit dem Recht3 von Frau Zehme? Nachdem durch das
Erscheinen4 der Ausgaben von Pierrot die Frage
der Aufführbarkeit in ein neues Stadium getreten ist, wäre es
wünschenswert, diesbezüglich eine prinzipielle allgemeine Entscheidung zu
wissen, um nicht in jedem einzelnen Falle an Einsicht oder Entgegenkommen von Frau Zehme appelieren zu müssen.
Ich reise morgen auf cca. acht Tage geschäftlich in die Schweiz, stehe aber mit meinem Büro täglich in
brieflichem und telegrafischem Verkehr.
NS.
Casella möchte auch gerne, dass Frau
Maria Freund
in Paris die George-Lieder singt. Glauben Sie, dass ihr
diese Lieder gut liegen?
herausgekommen
Die Publikation wird im Oktober
1914 angezeigt (Hofmeister 1914, S. 204), Lieferdatum: 17. November 1914, Auflage: 302 (Buchon 2015, Bd. 5, S. 665).
Beide Daten weichen von den Angaben in der Korrespondenz
ab.
französisch
aufführen
Aufführungen in französischer
Übersetzung fanden erst im Dezember 1921
(Teilaufführung) bzw. am 16. Jänner 1922
statt (Keathley 2016,
S. 203).
Recht
Albertine Zehme hatte das alleinige
Aufführungsrecht bis 30. April 1915,
allerdings nur solange das Werk nicht gedruckt vorlag (Nono-Schoenberg 1998, S.
109).
Erscheinen
Lieferdatum: 3. Juli 1914, Auflage: 200;
Büttenausgabe: Lieferdatum: 30. Juli
1914, Auflage: 50 (Buchon 2015, Bd. 5, S. 663).
20. Juli 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
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Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 20. Juli 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17556.