Universal-Edition an Arnold Schönberg
9. Dezember 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 9. Dezember 1914
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 9. Dezember 1914
W
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Berlin
Lieber Herr Schönberg!
Der Postverkehr ist noch immer fürchterlich. Ihr
Schreiben1 vom 3. ds. ist erst am 7. hier eingelangt. – Ich
habe Hofmeister bezgl. der Geldsendungen entsprechend meine
Meinung gesagt. Bezügl. weiterer Sendung treffe raschest Verfügung. –
Schreiben1 vom 3. ds. ist erst am 7. hier eingelangt. – Ich
habe Hofmeister bezgl. der Geldsendungen entsprechend meine
Meinung gesagt. Bezügl. weiterer Sendung treffe raschest Verfügung. –
Was das Ausschreiben der Monodram-Stimmen betrifft,
so
verstehe ich, dass Sie erst nach der zweiten Korrektur mit der
Arbeit beginnen können und ich treibe heute Geidel mit einem
Separat-Brief wegen rascher Uebersendung der Korrekturabzüge2 an.
Wegen des Noten-Papieres frage ich ebenfalls bei Geidel um den
Preis an.
verstehe ich, dass Sie erst nach der zweiten Korrektur mit der
Arbeit beginnen können und ich treibe heute Geidel mit einem
Separat-Brief wegen rascher Uebersendung der Korrekturabzüge2 an.
Wegen des Noten-Papieres frage ich ebenfalls bei Geidel um den
Preis an.
Die Herausgabe der Partitur „Glückliche Hand“ Seraphitta-
Lied3 etz. ist derzeit leider ganz unmöglich. Wir müssen mit die-
sen Arbeiten unbedingt noch einige Zeit warten, denn die Verhält-
nisse sind hier noch immer trostlos.
Lied3 etz. ist derzeit leider ganz unmöglich. Wir müssen mit die-
sen Arbeiten unbedingt noch einige Zeit warten, denn die Verhält-
nisse sind hier noch immer trostlos.
Die mir eingesandte Liste
habe ich zur direkten Expedi-
tion von Leipzig aus Hofmeister überwiesen und Sie werden die be-
treffenden Werke wohl in einigen Tagen erhalten. Ich bitte Sie, die
betreffenden Werke als kleine Weihnachtsgabe der Universal-Edition
anzusehen, sich aber trotzdem nicht im Geringsten zu besonderem
tion von Leipzig aus Hofmeister überwiesen und Sie werden die be-
treffenden Werke wohl in einigen Tagen erhalten. Ich bitte Sie, die
betreffenden Werke als kleine Weihnachtsgabe der Universal-Edition
anzusehen, sich aber trotzdem nicht im Geringsten zu besonderem
Dank verpflichtet zu fühlen.
Die Aufführung der
Waldtauben-Erzählung4 mit Nikisch-Mildenburg werde
ich in die Hand nehmen, mich aber vorher mit Frau Mildenburg in
Verbindung setzen.
ich in die Hand nehmen, mich aber vorher mit Frau Mildenburg in
Verbindung setzen.
Was die beiden frei gewordenen Stellen in Wien betrifft,
so ist die von Heuberger noch lange zu seinen Lebzeiten ander-
seits besetzt worden (durch Dr. Joseph Marx,) während die von Sieg-
fried Ochs vorerst gar nicht zur Besetzung gelangen soll. In der
Akademie ist leider zufolge Ihrer seinerzeitigen Ablehnung an
die Kre[e]ierung einer Stelle derzeit nicht zu denken. Ich habe
diesen Versuch in sehr ernster Weise aber resultatlos unternommen.
Bei der Singakademie der Konzerthausgesellschaft ist augenblick-
lich nicht die geringste Möglichkeit vorhanden, Ihre Kandidatur
als Chordirigent in Aussicht zu nehmen.
so ist die von Heuberger noch lange zu seinen Lebzeiten ander-
seits besetzt worden (durch Dr. Joseph Marx,) während die von Sieg-
fried Ochs vorerst gar nicht zur Besetzung gelangen soll. In der
Akademie ist leider zufolge Ihrer seinerzeitigen Ablehnung an
die Kre[e]ierung einer Stelle derzeit nicht zu denken. Ich habe
diesen Versuch in sehr ernster Weise aber resultatlos unternommen.
Bei der Singakademie der Konzerthausgesellschaft ist augenblick-
lich nicht die geringste Möglichkeit vorhanden, Ihre Kandidatur
als Chordirigent in Aussicht zu nehmen.
Dass ich für Sie gerne Alles tue, was irgendwie in mei-
ner Macht steht, brauche ich Ihnen nicht zu wiederholen und wenn
ich die geringste Möglichkeit oder Aussicht für irgend einen Weg
sehen werde, dann will ich ihn mit aller Energie verfolgen.
ner Macht steht, brauche ich Ihnen nicht zu wiederholen und wenn
ich die geringste Möglichkeit oder Aussicht für irgend einen Weg
sehen werde, dann will ich ihn mit aller Energie verfolgen.
Mit vielen herzlichen Grüssen Ihr in aufrichtiger
Hochschätzung
ergebener
ergebener
Die von Ihnen zu
fertigenden Büttenblätter
für Pierrot lunaire5
sind noch immer nicht
zurück. Bitte gefl. Erledigung
fertigenden Büttenblätter
für Pierrot lunaire5
sind noch immer nicht
zurück. Bitte gefl. Erledigung
Schreiben
Uebersendung der Korrekturabzüge
2. Korrekturabzug der Notenseiten sowie der Seite mit spieltechnischen Anweisungen und der
Besetzung der Orchesters des Erstdrucks, 1. Exemplar; Vorlage für
die dritte Korrektur (ASGA B 6/2, Quelle E2a), Stempel vom 12. Dezember 1914;
2. Korrekturabzug der Notenseiten des Erstdrucks, 2. Exemplar (ASGA B 6/2 , Quelle E2b). Die zweite Sendung steht in
Zusammenhang mit einem Angebot Erwin
Steins, bei Korrekturen zu helfen (Erwin Stein an
Arnold Schönberg, 21. Dezember 1914; ASCC 17009).
Seraphitta-Lied
Arnold Schönberg, Vier Lieder für Gesang und
Orchester op. 22: Seraphita op. 22/1.
Waldtauben-Erzählung
Gurre-Lieder: Lied der Waldtaube.
Büttenblätter
für Pierrot lunaire
Der Druck der auf Büttenpapier
gedruckten Vorzugsausgabe (Auflage: 50) entspricht dem der großen
Partitur (Lieferdatum: 3. Juli 1914,
Auflage: 200; Buchon
2015, S. 663). Das Erscheinen der Büttenausgabe wird im
Oktober 1914 angezeigt (Hofmeister 1914), dürfte sich aber durch die noch
nicht erfolgte Signierung verzögert haben.
Das moderne Lied
Das moderne Lied, Wien 1915,
U. E.
5500.
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 9. Dezember 1914
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 9. Dezember 1914
W
Lieber Herr Schönberg!
Der Postverkehr ist noch immer fürchterlich. Ihr
Schreiben1 vom 3. ds. ist erst am 7. hier eingelangt. – Ich habe Hofmeister bezgl. der Geldsendungen entsprechend
meine Meinung gesagt. Bezügl. weiterer Sendung
treffe raschest Verfügung. –
Was das Ausschreiben der Monodram-Stimmen betrifft,
so verstehe ich, dass Sie erst nach der zweiten Korrektur mit der
Arbeit beginnen können und ich treibe heute Geidel mit einem Separat-Brief wegen rascher Uebersendung der Korrekturabzüge2 an. Wegen des
Noten-Papieres frage ich ebenfalls bei Geidel um den Preis an.
Die Herausgabe der Partitur „Glückliche Hand“ Seraphita-Lied3 etz. ist derzeit leider ganz unmöglich. Wir müssen mit diesen Arbeiten unbedingt noch einige Zeit warten, denn die
Verhältnisse sind hier noch immer trostlos.
Die mir eingesandte Liste
habe ich zur direkten Expedition von Leipzig aus
Hofmeister überwiesen und Sie werden die
betreffenden Werke wohl in einigen Tagen erhalten. Ich bitte Sie,
die betreffenden Werke als kleine Weihnachtsgabe der Universal-Edition
anzusehen, sich aber trotzdem nicht im Geringsten zu besonderem Dank verpflichtet zu fühlen.
Die Aufführung der
Waldtauben-Erzählung4 mit Nikisch-Mildenburg werde ich in die Hand nehmen, mich aber vorher
mit Frau Mildenburg in Verbindung
setzen.
Was die beiden frei gewordenen Stellen in Wien betrifft, so ist die von Heuberger noch zu seinen
Lebzeiten anderseits besetzt worden (durch Dr. Joseph
Marx,) während die von Siegfried Ochs vorerst gar nicht zur Besetzung
gelangen soll. In der
Akademie ist leider zufolge Ihrer seinerzeitigen
Ablehnung an die Kreierung einer Stelle derzeit nicht zu denken. Ich habe diesen
Versuch in sehr ernster Weise aber resultatlos unternommen. Bei der
Singakademie der Konzerthausgesellschaft ist
augenblicklich nicht die geringste Möglichkeit vorhanden, Ihre Kandidatur
als Chordirigent in Aussicht zu nehmen.
Dass ich für Sie gerne Alles tue, was irgendwie in meiner Macht steht, brauche ich Ihnen nicht zu wiederholen und wenn
ich die geringste Möglichkeit oder Aussicht für irgend einen Weg sehen
werde, dann will ich ihn mit aller Energie verfolgen.
Mit vielen herzlichen Grüssen Ihr in aufrichtiger
Hochschätzung ergebener
Emil Hertzka
Die von Ihnen zu fertigenden Büttenblätter
für Pierrot lunaire5
sind noch immer nicht zurück. Bitte gefl. Erledigung
Schreiben
Uebersendung der Korrekturabzüge
2. Korrekturabzug der Notenseiten sowie der Seite mit spieltechnischen Anweisungen und der
Besetzung der Orchesters des Erstdrucks, 1. Exemplar; Vorlage für
die dritte Korrektur (ASGA B 6/2, Quelle E2a), Stempel vom 12. Dezember 1914;
2. Korrekturabzug der Notenseiten des Erstdrucks, 2. Exemplar (ASGA B 6/2 , Quelle E2b). Die zweite Sendung steht in
Zusammenhang mit einem Angebot Erwin
Steins, bei Korrekturen zu helfen (Erwin Stein an
Arnold Schönberg, 21. Dezember 1914; ASCC 17009).
Seraphitta-Lied
Arnold Schönberg, Vier Lieder für Gesang und
Orchester op. 22: Seraphita op. 22/1.
Waldtauben-Erzählung
Gurre-Lieder: Lied der Waldtaube.
Büttenblätter
für Pierrot lunaire
Der Druck der auf Büttenpapier
gedruckten Vorzugsausgabe (Auflage: 50) entspricht dem der großen
Partitur (Lieferdatum: 3. Juli 1914,
Auflage: 200; Buchon
2015, S. 663). Das Erscheinen der Büttenausgabe wird im
Oktober 1914 angezeigt (Hofmeister 1914), dürfte sich aber durch die noch
nicht erfolgte Signierung verzögert haben.
Das moderne Lied
Das moderne Lied, Wien 1915,
U. E.
5500.
9. Dezember 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 9. Dezember 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17566.