Universal-Edition an Arnold Schönberg
21. April 1926
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr.-Adr.: Musikedition, Wien, A.B.C. Code 5th Ed. Mosse Code.
Telefon No 51351, 51352. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 21. April 1926.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
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I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
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ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 21. April 1926.
LH/Wi.
Herrn
Professor Arnold Schönberg,
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir danken Ihnen bestens für Ihr Schreiben
vom 16. d. M. und nehmen zur Kenntnis, daß Sie doch keine Tei-
lung von op. 27 wünschen und werden also von einer separaten
Ausgabe des 4. Chores absehen.
vom 16. d. M. und nehmen zur Kenntnis, daß Sie doch keine Tei-
lung von op. 27 wünschen und werden also von einer separaten
Ausgabe des 4. Chores absehen.
Was nun den Stich von op. 28 betrifft, so war
in letzter Zeit unsere Stecherei derartig überbürdet, daß es
bisher nicht möglich war, das Werk zu stechen, obwohl es schon
seit längerer Zeit von uns der Druckerei übergeben1 worden war.
Wir erhielten übrigens gestern das Manuskript2 des Werkes von
der Stecherei zurück mit der Anfrage, wie sie sich bei den
Spiegelkanons3 bezüglich des Untersatzes zu verhalten hat. Wir
sind nun selbst der Ansicht, daß die Spiegelung auch im Unter-
satz zum Ausdruck zu bringen ist, d. h. daß die kleinsten Noten-
einheiten normal zu verteilen und die darüber, bezw. darunter
stehenden größeren Einheiten in die Mitte zwischen die kleineren
zu setzen sind, also zum Beispiel . Da dies jedoch in
Ihrem Manuskript nicht konsequent durchgeführt ist, fragen wir
doch diesbezüglich auf alle Fälle bei Ihnen an, bevor wir der
Druckerei weitere Weisungen in dieser Sache erteilen. – Was den
Text der Spiegelkanons betrifft, müßte nicht auch da die
in letzter Zeit unsere Stecherei derartig überbürdet, daß es
bisher nicht möglich war, das Werk zu stechen, obwohl es schon
seit längerer Zeit von uns der Druckerei übergeben1 worden war.
Wir erhielten übrigens gestern das Manuskript2 des Werkes von
der Stecherei zurück mit der Anfrage, wie sie sich bei den
Spiegelkanons3 bezüglich des Untersatzes zu verhalten hat. Wir
sind nun selbst der Ansicht, daß die Spiegelung auch im Unter-
satz zum Ausdruck zu bringen ist, d. h. daß die kleinsten Noten-
einheiten normal zu verteilen und die darüber, bezw. darunter
stehenden größeren Einheiten in die Mitte zwischen die kleineren
zu setzen sind, also zum Beispiel . Da dies jedoch in
Ihrem Manuskript nicht konsequent durchgeführt ist, fragen wir
doch diesbezüglich auf alle Fälle bei Ihnen an, bevor wir der
Druckerei weitere Weisungen in dieser Sache erteilen. – Was den
Text der Spiegelkanons betrifft, müßte nicht auch da die
Spiegelung irgendwie zum Ausdruck gebracht werden?
Auch bei diesem Werk werden wir vorsichtshalber
von dem Chor11, der Instrumentalbegleitung enthält, eine Probe-
seite stechen lassen und sie Ihnen zur Begutachtung einsenden.
Mit dem Stich der übrigen Teile wird sogleich nach Eintreffen
Ihrer Anweisungen begonnen und wir werden alles tun, um den
Stich zu beschleunigen.
von dem Chor11, der Instrumentalbegleitung enthält, eine Probe-
seite stechen lassen und sie Ihnen zur Begutachtung einsenden.
Mit dem Stich der übrigen Teile wird sogleich nach Eintreffen
Ihrer Anweisungen begonnen und wir werden alles tun, um den
Stich zu beschleunigen.
Wir haben nun noch eine Anfrage zu op. 28: In
dem Manuskript der Texte zu diesem Werk heißt es beim Anhang:
„Ein Spruch und drei Variationen über ihn“. Wir glauben nun,
daß es sich hier um einen Schreibfehler handeln dürfte und
wohl „zwei Variationen“ heißen soll, da ja der ganze Anhang
nur aus drei Stücken besteht.
dem Manuskript der Texte zu diesem Werk heißt es beim Anhang:
„Ein Spruch und drei Variationen über ihn“. Wir glauben nun,
daß es sich hier um einen Schreibfehler handeln dürfte und
wohl „zwei Variationen“ heißen soll, da ja der ganze Anhang
nur aus drei Stücken besteht.
Was nun Ihren Wunsch nach einer Berliner
Kopiatur
der Stimmen Ihrer neuen Suite betrifft, so legen wir Ihnen über
Wunsch des Herrn Direktors Hertzka nahe, doch die Stimmen in
Wien schreiben zu lassen, eventuell unter Aufsicht eines Ihrer
Freunde (vielleicht Stein), da die Kopiaturkosten in Berlin
ca. das Dreifache der Wiener Preise betragen. Wir glauben, daß
Sie die Arbeit ruhig in Wien machen lassen können, da wir sehr
gewissenhafte Kopisten zur Verfügung haben und diese Arbeit
selbstverständlich nur dem allerbesten und erprobtesten Herrn
unseres Kopistenstabes anvertrauen würden.
der Stimmen Ihrer neuen Suite betrifft, so legen wir Ihnen über
Wunsch des Herrn Direktors Hertzka nahe, doch die Stimmen in
Wien schreiben zu lassen, eventuell unter Aufsicht eines Ihrer
Freunde (vielleicht Stein), da die Kopiaturkosten in Berlin
ca. das Dreifache der Wiener Preise betragen. Wir glauben, daß
Sie die Arbeit ruhig in Wien machen lassen können, da wir sehr
gewissenhafte Kopisten zur Verfügung haben und diese Arbeit
selbstverständlich nur dem allerbesten und erprobtesten Herrn
unseres Kopistenstabes anvertrauen würden.
Wir erwarten Ihre Antwort auf alle Anfragen dieses
Briefes und zeichnen mit ganz vorzüglicher Hochachtung
Briefes und zeichnen mit ganz vorzüglicher Hochachtung
übergeben
Laut
UE-Herstellungskartei am 28. April
1926 zum Stich an Waldheim-Eberle gegeben.
Manuskript
Reinschrift und Stichvorlage (ASGA B 18/2, Quelle H).
Spiegelkanons
Arnold Schönberg, Drei Satiren für
gemischten Chor op. 28: Vielseitigkeit op. 28/2, I. [Anhang]
Ein Spruch und zwei Variationen über ihn.
Chor
Drei
Satiren für gemischten Chor op. 28: Der neue Klassizismus op. 28/3.
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
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Telefon No 51351, 51352. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 21. April 1926.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr.-Adr.: Musikedition, Wien, A.B.C. Code 5th Ed. Mosse Code.
Telefon No 51351, 51352. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 21. April 1926.
LH/Wi.
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir danken Ihnen bestens für Ihr Schreiben
vom 16. d. M. und nehmen zur Kenntnis, daß
Sie doch keine Teilung von op. 27 wünschen und werden also von einer separaten
Ausgabe des 4. Chores absehen.
Was nun den Stich von op. 28 betrifft, so war
in letzter Zeit unsere Stecherei derartig überbürdet, daß es bisher
nicht möglich war, das Werk zu stechen, obwohl es schon seit längerer Zeit
von uns der Druckerei übergeben1 worden war. Wir
erhielten übrigens gestern das Manuskript2 des Werkes von der
Stecherei zurück mit der Anfrage, wie sie sich bei den
Spiegelkanons3 bezüglich des
Untersatzes zu verhalten hat. Wir sind nun selbst der Ansicht, daß die
Spiegelung auch im Untersatz zum Ausdruck zu bringen ist, d. h. daß die kleinsten
Noteneinheiten normal zu verteilen und die darüber, bezw. darunter
stehenden größeren Einheiten in die Mitte zwischen
die kleineren zu setzen sind, also zum Beispiel . Da dies jedoch in Ihrem Manuskript nicht konsequent
durchgeführt ist, fragen wir doch diesbezüglich auf alle Fälle bei Ihnen
an, bevor wir der Druckerei weitere Weisungen in dieser Sache erteilen. –
Was den Text der Spiegelkanons betrifft, müßte nicht auch da die Spiegelung irgendwie zum Ausdruck gebracht werden?
Auch bei diesem Werk werden wir vorsichtshalber von dem Chor11, der Instrumentalbegleitung
enthält, eine Probeseite stechen lassen und sie Ihnen zur Begutachtung einsenden.
Mit dem Stich der übrigen Teile wird sogleich nach Eintreffen Ihrer
Anweisungen begonnen und wir werden alles tun, um den Stich zu
beschleunigen.
Wir haben nun noch eine Anfrage zu op. 28: In
dem Manuskript der Texte zu diesem Werk heißt es beim Anhang:
„Ein Spruch und drei Variationen über ihn“. Wir glauben nun,
daß es sich hier um einen Schreibfehler handeln dürfte und wohl
„zwei Variationen“ heißen soll, da ja der ganze Anhang nur aus
drei Stücken besteht.
Was nun Ihren Wunsch nach einer Berliner
Kopiatur der Stimmen Ihrer neuen Suite
betrifft, so legen wir Ihnen über Wunsch des Herrn Direktors Hertzka nahe, doch die Stimmen in
Wien schreiben zu lassen, eventuell unter
Aufsicht eines Ihrer Freunde (vielleicht Stein), da die Kopiaturkosten in Berlin
ca. das Dreifache der Wiener Preise
betragen. Wir glauben, daß Sie die Arbeit ruhig in Wien machen lassen können, da wir sehr
gewissenhafte Kopisten zur Verfügung haben und diese Arbeit
selbstverständlich nur dem allerbesten und erprobtesten Herrn unseres
Kopistenstabes anvertrauen würden.
Wir erwarten Ihre Antwort auf alle Anfragen dieses
Briefes und zeichnen mit ganz vorzüglicher Hochachtung
Dr Alfred Kalmus
Briefes und zeichnen mit ganz vorzüglicher Hochachtung
Dr Alfred Kalmus
übergeben
Laut
UE-Herstellungskartei am 28. April
1926 zum Stich an Waldheim-Eberle gegeben.
Manuskript
Reinschrift und Stichvorlage (ASGA B 18/2, Quelle H).
Spiegelkanons
Arnold Schönberg, Drei Satiren für
gemischten Chor op. 28: Vielseitigkeit op. 28/2, I. [Anhang]
Ein Spruch und zwei Variationen über ihn.
Chor
Drei
Satiren für gemischten Chor op. 28: Der neue Klassizismus op. 28/3.
21. April 1926
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 21. April 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17656.