Dir. W/Ks.
Wien, 17. Februar 1927.
Herrn
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir gestatten uns Ihnen inliegend die Abrechnung1 per
II. Halbjahr 1926 zu überreichen. Neben dem Verrechnungskonto „neue
Werke“ und dem Verrechnungskonto „alte Werke“ haben wir diesmal, so
wie Sie es wünschten, ein Generalverrechnungskonto angelegt.
Zu Ihrem Schreiben vom 23.I. erlauben wir uns zu be-
merken, dass wir bezüglich der Verrechnung der von Ihnen im vergangenen
Jahre über die M 500.– Zahlungen behobenen Beträge die Vormerkungen
ganz genau auf Grund der Besprechungen, die wir mit Ihnen hatten, vorge-
nommen hatten,
vorgenommen haben. Wir wollen Ihnen, verehrter Meister
Schönberg, nur in Erinnerung bringen, dass nicht davon die Rede war,
dass alle Beträge, die im Jahre 1926 von Ihnen behoben wurden, auf das
Konto „alte Werke“ zu belasten sind, sondern nur jene Beträge, die bis
30. Juni 1926
an Sie gezahlt wurden, während von diesem Zeitpunkt an Sie
selbst
nur die normalen Zahlungen im Sinne unseres Vertrages verlangten.
Sie gaben damals der Meinung Ausdruck, dass die monatlichen Bezüge
von M 500.– ohne Rücksicht auf die Mehrbehebungen unverändert bis Som-
mer ausbezahlt werden sollen, während wir Ihnen vorschlugen, dass der
Vorschuss von je M 500.– von uns bis 1. April 1927 geleistet wird und

die weiteren monatlichen Zahlungen erst nach Amortisierung der Mehr-
beträge erfolgen.
Auf Ihren Wunsch sind wir aber gerne bereit mit
der Amortisierung der Mehrbeträge erst ab 30. Juni zu beginnen.
Mit vorzüglicher Hochachtung

Dir. W/Ks.
Wien, 17. Februar 1927.
Herrn
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir gestatten uns Ihnen inliegend die Abrechnung1 per II. Halbjahr 1926 zu überreichen. Neben dem Verrechnungskonto „neue Werke“ und dem Verrechnungskonto „alte Werke“ haben wir diesmal, so wie Sie es wünschten, ein Generalverrechnungskonto angelegt.
Zu Ihrem Schreiben vom 23.I. erlauben wir uns zu bemerken, dass wir bezüglich der Verrechnung der von Ihnen im vergangenen Jahre über die M 500.– Zahlungen behobenen Beträge die Vormerkungen ganz genau auf Grund der Besprechungen, die wir mit Ihnen hatten, vorgenommen haben. Wir wollen Ihnen, verehrter Meister Schönberg, nur in Erinnerung bringen, dass nicht davon die Rede war, dass alle Beträge, die im Jahre 1926 von Ihnen behoben wurden, auf das Konto „alte Werke“ zu belasten sind, sondern nur jene Beträge, die bis 30. Juni 1926 an Sie gezahlt wurden, während von diesem Zeitpunkt an Sie selbst nur die normalen Zahlungen im Sinne unseres Vertrages verlangten. Sie gaben damals der Meinung Ausdruck, dass die monatlichen Bezüge von M 500.– ohne Rücksicht auf die Mehrbehebungen unverändert bis Sommer ausbezahlt werden sollen, während wir Ihnen vorschlugen, dass der Vorschuss von je M 500.– von uns bis 1. April 1927 geleistet wird und die weiteren monatlichen Zahlungen erst nach Amortisierung der Mehrbeträge erfolgen.
Auf Ihren Wunsch sind wir aber gerne bereit mit der Amortisierung der Mehrbeträge erst ab 30. Juni zu beginnen.
Mit vorzüglicher Hochachtung

pp Winter

17. Februar 1927



The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 17. Februar 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17684.

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