Universal-Edition an Arnold Schönberg
17. März 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 17. März 1914
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 17. März 1914
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Ich hoffe Sie inzwischen aus Amsterdam
zurückgekehrt
und erwarte mit grösstem Interesse Ihre Nachrichten, sowohl in
Bezug auf die stattgehabte Aufführung1, als auch bezüglich der in
Aussicht genommenen „Gurrelieder“-Aufführung.
und erwarte mit grösstem Interesse Ihre Nachrichten, sowohl in
Bezug auf die stattgehabte Aufführung1, als auch bezüglich der in
Aussicht genommenen „Gurrelieder“-Aufführung.
Meine Versuche, dass Sie die Wiener
Aufführung2 der
„Gurrelieder“ diesmal leiten, haben keinen Erfolg gehabt. Die Sache
musste an zahlreichen kleinen Schwierigkeiten scheitern, die schwerer
zu beseitigen gewesen wären als eine einzige grosse.
„Gurrelieder“ diesmal leiten, haben keinen Erfolg gehabt. Die Sache
musste an zahlreichen kleinen Schwierigkeiten scheitern, die schwerer
zu beseitigen gewesen wären als eine einzige grosse.
Von Wood ist inzwischen durch Vermittlung der Firma
Breitkopf & Härtel wegen der Bedingungen für die projektierte
„Gurrelieder“ Aufführung angefragt worden, die ich auch sofort be-
kanntgegeben habe. Wie sorgfältig Wood die Aufführung vorzubereiten
gedenkt, geht daraus hervor, dass er das Material für 9 Monate ge-
liehen haben will.
Breitkopf & Härtel wegen der Bedingungen für die projektierte
„Gurrelieder“ Aufführung angefragt worden, die ich auch sofort be-
kanntgegeben habe. Wie sorgfältig Wood die Aufführung vorzubereiten
gedenkt, geht daraus hervor, dass er das Material für 9 Monate ge-
liehen haben will.
Unmittelbar nach der Wiener Aufführung wird
mit
der Vervielfältigung des Materiales begonnen werden, vorausge-
setzt, dass die Unterhandlungen mit Mengelberg und Wood zu einem
definitiven Abschluss kommen. Um aber jedwede überflüssige Kosten
zu ersparen (denn die normalen Kosten verschlingen ja schon ein
der Vervielfältigung des Materiales begonnen werden, vorausge-
setzt, dass die Unterhandlungen mit Mengelberg und Wood zu einem
definitiven Abschluss kommen. Um aber jedwede überflüssige Kosten
zu ersparen (denn die normalen Kosten verschlingen ja schon ein
kleines Vermögen) muss ich für die Druckerei ein tadelloses
Vorlagematerial von Partitur und Stimmen erhalten. Bei dem
Umfang und der Kompliziertheit dieser Sache würden nachträgliche
Korrekturen, Aenderungen, Retouchen und dergl. derart hohe Kosten
verursachen, dass wir sie tatsächlich nicht tragen könnten.
Nachdem Sie die Beschaffenheit des Materiales aus Ihren Proben
und Aufführungen nunmehr genau kennen, erbitte ich mir Ihre
baldigsten Vorschläge und Aeusserungen in dieser Angelegenheit,
damit wir am Tage nach der Wiener Aufführung die Organisierung
der ganzen Vervielfältigungsarbeit beginnen können.
Vorlagematerial von Partitur und Stimmen erhalten. Bei dem
Umfang und der Kompliziertheit dieser Sache würden nachträgliche
Korrekturen, Aenderungen, Retouchen und dergl. derart hohe Kosten
verursachen, dass wir sie tatsächlich nicht tragen könnten.
Nachdem Sie die Beschaffenheit des Materiales aus Ihren Proben
und Aufführungen nunmehr genau kennen, erbitte ich mir Ihre
baldigsten Vorschläge und Aeusserungen in dieser Angelegenheit,
damit wir am Tage nach der Wiener Aufführung die Organisierung
der ganzen Vervielfältigungsarbeit beginnen können.
Hoffentlich erhalte ich nun auch bald die Korrektur-
Abzüge der „Pierrot Lieder“. Ich habe das Werk in meinem Frühjahrs-
Katalog bereits angekündigt, da es ja schon seit Monaten gestochen
vorliegt.
Abzüge der „Pierrot Lieder“. Ich habe das Werk in meinem Frühjahrs-
Katalog bereits angekündigt, da es ja schon seit Monaten gestochen
vorliegt.
Die Kriti[t]ken über den Leipziger Erfolg3 lasse ich in
ähnlicher Weise, wie über die erste Wiener Aufführung drucken
und benütze[n] sie als weiteres Propaganda-Material.
ähnlicher Weise, wie über die erste Wiener Aufführung drucken
und benütze[n] sie als weiteres Propaganda-Material.
Mit vielen herzlichen Grüssen Ihr in warmer Verehrung
ergebener
P. S. Per Postpaket liess ich Ihnen
die Orchester partitur4 zu
Schreker „Der ferne Klang“ als
Dedikationsexemplar zugehen.
die Orchester partitur4 zu
Schreker „Der ferne Klang“ als
Dedikationsexemplar zugehen.
Aufführung
Aufführung
Leipziger Erfolg
Orchester partitur
Exemplar aus dem Schönberg-Nachlass (SCO
S4).
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 17. März 1914
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 17. März 1914
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Ich hoffe Sie inzwischen aus Amsterdam
zurückgekehrt und erwarte mit grösstem Interesse Ihre Nachrichten, sowohl
in Bezug auf die stattgehabte Aufführung1, als auch bezüglich der in Aussicht genommenen „Gurrelieder“-Aufführung.
Meine Versuche, dass Sie die Wiener
Aufführung2 der „Gurrelieder“ diesmal leiten, haben keinen Erfolg gehabt. Die Sache
musste an zahlreichen kleinen Schwierigkeiten scheitern, die schwerer
zu beseitigen gewesen wären als eine einzige grosse.
Von Wood ist inzwischen durch Vermittlung der Firma
Breitkopf & Härtel wegen der Bedingungen
für die projektierte „Gurrelieder“
Aufführung angefragt worden, die ich auch sofort bekanntgegeben habe. Wie sorgfältig Wood die Aufführung vorzubereiten gedenkt, geht daraus hervor,
dass er das Material für 9 Monate geliehen
haben will.
Unmittelbar nach der Wiener Aufführung wird
mit der Vervielfältigung des Materiales begonnen werden, vorausgesetzt, dass die Unterhandlungen mit Mengelberg und Wood zu
einem definitiven Abschluss kommen. Um aber jedwede überflüssige Kosten zu
ersparen (denn die normalen Kosten verschlingen ja schon ein kleines Vermögen) muss ich für die Druckerei ein tadelloses Vorlagematerial
von Partitur und Stimmen erhalten. Bei dem Umfang und der Kompliziertheit dieser
Sache würden nachträgliche Korrekturen, Aenderungen, Retouchen und dergl. derart
hohe Kosten verursachen, dass wir sie tatsächlich nicht tragen könnten.
Nachdem Sie die Beschaffenheit des Materiales aus Ihren Proben und
Aufführungen nunmehr genau kennen, erbitte ich mir Ihre baldigsten Vorschläge
und Aeusserungen in dieser Angelegenheit, damit wir am Tage nach der Wiener Aufführung die Organisierung der ganzen
Vervielfältigungsarbeit beginnen können.
Hoffentlich erhalte ich nun auch bald die Korrektur-Abzüge der
„Pierrot Lieder“. Ich habe das Werk in
meinem Frühjahrs-Katalog bereits angekündigt, da es ja schon seit
Monaten gestochen vorliegt.
Die Kritiken über den Leipziger Erfolg3 lasse ich in ähnlicher Weise, wie über die
erste Wiener Aufführung drucken und benütze sie als weiteres Propaganda-Material.
P. S. Per Postpaket liess ich Ihnen die Orchester partitur4 zu
Schreker „Der
ferne Klang“ als Dedikationsexemplar zugehen.
Aufführung
Aufführung
Leipziger Erfolg
Orchester partitur
Exemplar aus dem Schönberg-Nachlass (SCO
S4).
17. März 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 17. März 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17697.