Universal-Edition an Arnold Schönberg
27. Oktober 1949
Verehrter Meister!
Erfreulich, und ich muss leider sagen überraschenderweise,
war der Saal fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die
Aufführung war fast durchwegs gut. Interessieren wird Sie,
wahrscheinlich, dass das Klavierkonzert einen geradezu un-
geheuren Erfolg gehabt hat.
war der Saal fast bis auf den letzten Platz besetzt. Die
Aufführung war fast durchwegs gut. Interessieren wird Sie,
wahrscheinlich, dass das Klavierkonzert einen geradezu un-
geheuren Erfolg gehabt hat.
In der Pause konnten wir ein Gespräch belauschen, das aber
wahrscheinlich auch nur in Wien geführt werden kann. Der
diensthabende Wachmann sagte zu einem Herrn in der Diskus-
sion über das Gehörte: „Aber sehen Sie sich doch einmal
die Sachen genau an. Es lässt sich doch alles auf Tonika,
Dominante und Subdominante zurückführen.“
wahrscheinlich auch nur in Wien geführt werden kann. Der
diensthabende Wachmann sagte zu einem Herrn in der Diskus-
sion über das Gehörte: „Aber sehen Sie sich doch einmal
die Sachen genau an. Es lässt sich doch alles auf Tonika,
Dominante und Subdominante zurückführen.“
Ich hatte auch das Glück, vor kurzer Zeit in Paris dem
Konzert3 beizuwohnen, das Leibowitz zu Ihren Ehren veran-
staltete. Es war für mich sehr interessant, die „Ode an
Napoleon“ von Frau Leibowitz zu hören, die dieser schwie-
rigen Aufgabe durchaus gewachsen war. Das Werk machte einen
solchen Eindruck, dass es sogar wiederholt werden musste.
Konzert3 beizuwohnen, das Leibowitz zu Ihren Ehren veran-
staltete. Es war für mich sehr interessant, die „Ode an
Napoleon“ von Frau Leibowitz zu hören, die dieser schwie-
rigen Aufgabe durchaus gewachsen war. Das Werk machte einen
solchen Eindruck, dass es sogar wiederholt werden musste.
Verehrter Meister!
Erfreulich, und ich muss leider sagen überraschenderweise, war der Saal fast
bis auf den letzten Platz besetzt. Die Aufführung war fast durchwegs gut.
Interessieren wird Sie, wahrscheinlich, dass das Klavierkonzert einen geradezu ungeheuren Erfolg gehabt hat.
In der Pause konnten wir ein Gespräch belauschen, das aber wahrscheinlich
auch nur in Wien geführt werden kann.
Der diensthabende Wachmann sagte zu einem Herrn in der Diskussion über das Gehörte: „Aber sehen Sie sich doch einmal die
Sachen genau an. Es lässt sich doch alles auf Tonika, Dominante und
Subdominante zurückführen.“
Ich hatte auch das Glück, vor kurzer Zeit in Paris dem
Konzert3 beizuwohnen, das Leibowitz zu Ihren Ehren veranstaltete. Es war für mich sehr interessant, die „Ode an Napoleon“ von Frau Leibowitz zu hören, die
dieser schwierigen Aufgabe durchaus gewachsen war. Das Werk machte einen
solchen Eindruck, dass es sogar wiederholt werden musste.
27. Oktober 1949
Beilage: Programm, 26. Oktober 1949 (ASCI CP5835)
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 27. Oktober 1949, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17760.