Universal-Edition an Arnold Schönberg
9. Juli 1928
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6.
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th Ed. Mosse Code.
Telefon No.57-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 9. Juli 1928.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6.
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th Ed. Mosse Code.
Telefon No.57-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 9. Juli 1928.
D/Wi.
Herrn
Professor Arnold Schönberg,
Roquebrune-Cap Martin
France
– – – – – – – – – – – – –
Sehr verehrter, lieber Meister Schönberg!
Herzlichen Dank für Ihre Karte, die mich sehr
gefreut
hat. Ich fürchte, dass Sie sich doch mehr übermüden als
es für Sie gut ist und rate Ihnen dringend weise Mäßigung.
hat. Ich fürchte, dass Sie sich doch mehr übermüden als
es für Sie gut ist und rate Ihnen dringend weise Mäßigung.
Görgi ist verabredungsgemäss in der Stecherei
HIRSCH
als „Mitarbeiter“ eingetreten. Wie ich auf Grund von Erkun-
digungen erfahren habe, funktioniert er vollkommen befrie-
digend; ich habe ja mit ihm eine längere persönliche Un-
terredung gehabt und hoffe, dass die Sache sich gut gestal-
ten wird. Die Zeit, die er vorläufig, ohne in eine bestimm-
te „Rangsklasse“ eingeteilt zu werden, in der Stecherei ver-
bringen muss, wird ihm dann später zweifellos eingerechnet
werden. Das wichtigste ist, dass er gut aushält und ich
bitte, ihn auch in diesem Sinne aufzumuntern. Ich werde
ihn in einiger Zeit, bis schon irgend welche positivere
Erfahrungen vorliegen, zu mir kommen und mir seine Ein-
drücke erzählen lassen und ihn soweit als irgend möglich
fördern. – Morgen reise ich auf einen kurzen Besuch zu
SCHREKER an den Bodensee, von dort gehe ich auf einige
Tage nach Baden-Baden. In 8–10 Tagen bin ich wieder in
Wien.
als „Mitarbeiter“ eingetreten. Wie ich auf Grund von Erkun-
digungen erfahren habe, funktioniert er vollkommen befrie-
digend; ich habe ja mit ihm eine längere persönliche Un-
terredung gehabt und hoffe, dass die Sache sich gut gestal-
ten wird. Die Zeit, die er vorläufig, ohne in eine bestimm-
te „Rangsklasse“ eingeteilt zu werden, in der Stecherei ver-
bringen muss, wird ihm dann später zweifellos eingerechnet
werden. Das wichtigste ist, dass er gut aushält und ich
bitte, ihn auch in diesem Sinne aufzumuntern. Ich werde
ihn in einiger Zeit, bis schon irgend welche positivere
Erfahrungen vorliegen, zu mir kommen und mir seine Ein-
drücke erzählen lassen und ihn soweit als irgend möglich
fördern. – Morgen reise ich auf einen kurzen Besuch zu
SCHREKER an den Bodensee, von dort gehe ich auf einige
Tage nach Baden-Baden. In 8–10 Tagen bin ich wieder in
Wien.
Mit vielen herzlichen Grüssen, auch an Ihre
verehrte Frau, Ihr ergebener
verehrte Frau, Ihr ergebener
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6.
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th Ed. Mosse Code.
Telefon No.57-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 9. Juli 1928.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6.
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th Ed. Mosse Code.
Telefon No.57-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 9. Juli 1928.
D/Wi.
Sehr verehrter, lieber Meister Schönberg!
Herzlichen Dank für Ihre Karte, die mich sehr
gefreut hat. Ich fürchte, dass Sie sich doch mehr übermüden als es für Sie
gut ist und rate Ihnen dringend weise Mäßigung.
Görgi ist verabredungsgemäss in der Stecherei
HIRSCH
als „Mitarbeiter“ eingetreten. Wie ich auf Grund von Erkundigungen erfahren habe, funktioniert er vollkommen befriedigend; ich habe ja mit ihm eine längere
persönliche Unterredung gehabt und hoffe, dass
die Sache sich gut gestalten wird. Die Zeit,
die er vorläufig, ohne in eine bestimmte „Rangsklasse“
eingeteilt zu werden, in der Stecherei verbringen muss, wird ihm dann später zweifellos eingerechnet werden. Das
wichtigste ist, dass er gut aushält und ich bitte, ihn auch in diesem Sinne
aufzumuntern. Ich werde ihn in einiger Zeit, bis schon irgend welche positivere
Erfahrungen vorliegen, zu mir kommen und mir seine Eindrücke erzählen lassen und ihn soweit als irgend möglich fördern.
– Morgen reise ich auf einen kurzen Besuch zu
SCHREKER
an den Bodensee, von dort gehe ich auf einige Tage nach Baden-Baden. In 8–10 Tagen bin ich wieder in
Wien.
Mit vielen herzlichen Grüssen, auch an Ihre verehrte Frau,
Ihr ergebener
Emil Hertzka
9. Juli 1928
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 9. Juli 1928, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17770.