Universal-Edition an Arnold Schönberg
3. Oktober 1928
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 3. Oktober 1928.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 3. Oktober 1928.
D/M.
Herrn
Professor Arnold Schönberg,
Roquebrune Cap Martin,
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Ihre Absicht, das Ende unseres langjährigen Ver-
tragsverhältnisses mit einem gegenseitigen Akt der Courtoisie
und der Noblesse erfolgen zu lassen, findet bei mir bereit-
willigste Gefolgschaft. Ich habe bereits unsere Buchhaltung
angewiesen, dass die 1000 Mark, die, wie Sie meinen, auf das
Konto „Alte Werke“ gehören, diesem Konto angelastet werden,
so dass Sie auf „Neue Werke“ noch einen Vorschuss von 1000 Mark
zu erhalten haben.
tragsverhältnisses mit einem gegenseitigen Akt der Courtoisie
und der Noblesse erfolgen zu lassen, findet bei mir bereit-
willigste Gefolgschaft. Ich habe bereits unsere Buchhaltung
angewiesen, dass die 1000 Mark, die, wie Sie meinen, auf das
Konto „Alte Werke“ gehören, diesem Konto angelastet werden,
so dass Sie auf „Neue Werke“ noch einen Vorschuss von 1000 Mark
zu erhalten haben.
Ich habe mit grosser Befriedigung zur Kenntnis ge-
nommen, dass Sie in wenigen Wochen eine Bach-Orchesterbearbei-
tung liefern werden, die noch in dieser Saison aufgeführt
werden kann. Da Sie die Uraufführung gerne selbst machen möch-
ten, werden wir dieselbe einstweilen noch nicht vergeben. Die
Herstellung der Partitur und Stimmen wird selbstverständlich
mit möglichster Beschleunigung erfolgen.
nommen, dass Sie in wenigen Wochen eine Bach-Orchesterbearbei-
tung liefern werden, die noch in dieser Saison aufgeführt
werden kann. Da Sie die Uraufführung gerne selbst machen möch-
ten, werden wir dieselbe einstweilen noch nicht vergeben. Die
Herstellung der Partitur und Stimmen wird selbstverständlich
mit möglichster Beschleunigung erfolgen.
Sehr interessiert hat mich auch Ihre Mitteilung,
dass Sie von Ihren letzten Kammermusikwerken und zwar „Serenade“,
„Bläserquintett“ und „Suite op. 29“ Orchesterbearbeitungen1
herzustellen beabsichtigen, um der Verbreitung dieser Werke
dass Sie von Ihren letzten Kammermusikwerken und zwar „Serenade“,
„Bläserquintett“ und „Suite op. 29“ Orchesterbearbeitungen1
herzustellen beabsichtigen, um der Verbreitung dieser Werke
ein wenig nachzuhelfen. –
Sie haben sich hoffentlich im herrlichen Cap
Martin
sehr erholt und die Sonne, die Sie während der schönen Wochen
in sich aufgenommen haben, wird noch lange aus Ihnen strahlen.
In der zweiten Okoberhälfte hoffe ich in Berlin zu sein und
freue mich, dann Sie und Ihre verehrte Frau wiederzusehen und
manches mit Ihnen zu besprechen, was sich weniger gut beschrei-
ben lässt.
sehr erholt und die Sonne, die Sie während der schönen Wochen
in sich aufgenommen haben, wird noch lange aus Ihnen strahlen.
In der zweiten Okoberhälfte hoffe ich in Berlin zu sein und
freue mich, dann Sie und Ihre verehrte Frau wiederzusehen und
manches mit Ihnen zu besprechen, was sich weniger gut beschrei-
ben lässt.
Inzwischen grüsse ich Sie und Ihre verehrte
Frau herzlichst als
Ihr in warmer Verehrung
ergebener
P. S. Die gewünschte Abschrift2
der letzten Fassung der Vorbe-
merkungen aus der Suite op. 29
lasse ich Ihnen zugehen.
der letzten Fassung der Vorbe-
merkungen aus der Suite op. 29
lasse ich Ihnen zugehen.
Orchesterbearbeitungen
Die Herstellung einer
Orchesterfassung der Serenade op. 24 war
seit Jänner 1923 geplant (Arnold Schönberg
an Wilhelm Hansen Musikforlag, 16. Februar 1924, ASCC
1023); am 12. Juni 1931 erwähnt
Schönberg ihre Fertigstellung
durch Felix Greissle (Arnold
Schönberg an Hans Rosbaud, 12. Juni 1931; ASCC
2068). Sie ist ungedruckt (Manuskript in der Felix Greissle
Collection). Eine Bearbeitung der Suite op.
29 war 1939 noch im Gespräch, wurde
aber ebenso nicht realisiert (ASGA B 23/2, S. 323f.), wie eine
Orchesterfassung des Bläserquintetts (ASGA B 22, S.
261f.).
Abschrift
Die Schönberg zugesandte Abschrift der Vorbemerkungen aus
der Suite op. 29 liegt nicht vor;
vermutlich ist der Entwurf
für
die Spielanweisungen, welcher der Ersten Niederschrift der Variationen für Orchester op. 31 (ASGA B 13, Quelle B) beiliegt, das Resultat seiner
Umarbeitung.
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 3. Oktober 1928.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, 3. Oktober 1928.
D/M.
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Ihre Absicht, das Ende unseres langjährigen Vertragsverhältnisses mit einem gegenseitigen Akt der Courtoisie und der Noblesse
erfolgen zu lassen, findet bei mir bereitwilligste Gefolgschaft. Ich habe bereits unsere Buchhaltung angewiesen, dass
die 1000 Mark, die, wie Sie meinen, auf das Konto „Alte Werke“
gehören, diesem Konto angelastet werden, so dass Sie auf „Neue
Werke“ noch einen Vorschuss von 1000 Mark zu erhalten haben.
Ich habe mit grosser Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass Sie in wenigen Wochen eine Bach-Orchesterbearbeitung liefern werden, die noch in dieser
Saison aufgeführt werden kann. Da Sie die Uraufführung gerne selbst machen
möchten, werden wir dieselbe einstweilen noch nicht vergeben. Die
Herstellung der Partitur und Stimmen wird selbstverständlich mit
möglichster Beschleunigung erfolgen.
Sehr interessiert hat mich auch Ihre Mitteilung, dass Sie von Ihren letzten
Kammermusikwerken und zwar „Serenade“,
„Bläserquintett“ und „Suite op. 29“
Orchesterbearbeitungen1
herzustellen beabsichtigen, um der Verbreitung dieser Werke ein wenig nachzuhelfen. –
Sie haben sich hoffentlich im herrlichen Cap
Martin
sehr erholt und die Sonne, die Sie während der schönen Wochen in sich
aufgenommen haben, wird noch lange aus Ihnen strahlen. In der zweiten Okoberhälfte hoffe ich
in Berlin zu sein und freue mich, dann
Sie und Ihre verehrte Frau wiederzusehen und
manches mit Ihnen zu besprechen, was sich weniger gut beschreiben lässt.
Inzwischen grüsse ich Sie und Ihre verehrte
Frau herzlichst als
Ihr in warmer Verehrung
ergebener
Emil Hertzka
Emil Hertzka
P. S. Die gewünschte Abschrift2
der letzten Fassung der Vorbemerkungen aus der Suite op.
29
lasse ich Ihnen zugehen.
Orchesterbearbeitungen
Die Herstellung einer
Orchesterfassung der Serenade op. 24 war
seit Jänner 1923 geplant (Arnold Schönberg
an Wilhelm Hansen Musikforlag, 16. Februar 1924, ASCC
1023); am 12. Juni 1931 erwähnt
Schönberg ihre Fertigstellung
durch Felix Greissle (Arnold
Schönberg an Hans Rosbaud, 12. Juni 1931; ASCC
2068). Sie ist ungedruckt (Manuskript in der Felix Greissle
Collection). Eine Bearbeitung der Suite op.
29 war 1939 noch im Gespräch, wurde
aber ebenso nicht realisiert (ASGA B 23/2, S. 323f.), wie eine
Orchesterfassung des Bläserquintetts (ASGA B 22, S.
261f.).
Abschrift
Die Schönberg zugesandte Abschrift der Vorbemerkungen aus
der Suite op. 29 liegt nicht vor;
vermutlich ist der Entwurf
für
die Spielanweisungen, welcher der Ersten Niederschrift der Variationen für Orchester op. 31 (ASGA B 13, Quelle B) beiliegt, das Resultat seiner
Umarbeitung.
3. Oktober 1928
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 3. Oktober 1928, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17781.