Universal-Edition an Arnold Schönberg
8. Dezember 1928
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, am 8. Dezember 1928.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, am 8. Dezember 1928.
Hei/Bo.
Herrn
Prof. Arnold Schönberg,
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir erhielten soeben Ihr Schreiben vom
5. ds. M., mit der Kopie der Vorbemerkungen1. Hierüber sowie
über die Stichanweisungen erhalten Sie von der Verlagsab-
teilung Nachricht.
5. ds. M., mit der Kopie der Vorbemerkungen1. Hierüber sowie
über die Stichanweisungen erhalten Sie von der Verlagsab-
teilung Nachricht.
Wir haben von Herrn Kapellmeister Stein
die Nachricht erhalten, dass Sie unmittelbar zu den Variationen
nach Berlin kommen würden2 und haben Ihnen infolgedessen nichts
über die Aufnahme des Werkes geschrieben. Wir hatten ferner
Ihre Nachricht bezüglich Zusendung der Partitur3 Ihrer Suite
erhalten, von der Sie schrieben, dass Sie sie in Dresden diri-
gieren sollen. Wir mussten infolgedessen naturgemäss annehmen,
dass Sie Nachrichten in Roquebrune nicht mehr erreichen würden.
und haben auch die Partitur der Suite an die Berliner Adresse
geschickt Auch Herr Direktor Hertzka, welcher eigens zu der
Aufführung4 der Variationen nach Berlin gefahren ist, hatte be-
stimmt erwartet, Sie dort zu sehen und hat Ihnen ja am 19. No-
vember schon diesbezüglich geschrieben. Erst heute entnehmen
wir den Dresdner Zeitungen, dass nicht Sie, sondern Herr
Kutzschbach die Aufführung5 dirigiert. Die Vorbemerkungen wur-
den Ihnen infolge dieser Unkenntnis Ihres Aufenthaltes am 30.XI.
die Nachricht erhalten, dass Sie unmittelbar zu den Variationen
nach Berlin kommen würden2 und haben Ihnen infolgedessen nichts
über die Aufnahme des Werkes geschrieben. Wir hatten ferner
Ihre Nachricht bezüglich Zusendung der Partitur3 Ihrer Suite
erhalten, von der Sie schrieben, dass Sie sie in Dresden diri-
gieren sollen. Wir mussten infolgedessen naturgemäss annehmen,
dass Sie Nachrichten in Roquebrune nicht mehr erreichen würden.
und haben auch die Partitur der Suite an die Berliner Adresse
geschickt Auch Herr Direktor Hertzka, welcher eigens zu der
Aufführung4 der Variationen nach Berlin gefahren ist, hatte be-
stimmt erwartet, Sie dort zu sehen und hat Ihnen ja am 19. No-
vember schon diesbezüglich geschrieben. Erst heute entnehmen
wir den Dresdner Zeitungen, dass nicht Sie, sondern Herr
Kutzschbach die Aufführung5 dirigiert. Die Vorbemerkungen wur-
den Ihnen infolge dieser Unkenntnis Ihres Aufenthaltes am 30.XI.
zusammen mit der von Herrn Greissle revidierten Orchester-
besetzung an Ihre Berliner Adresse geschickt und angefragt,
ob Vorbemerkung und Orchesterbesetzung nun in dieser Form
gedruckt werden können. Wir möchten also ganz ausdrücklich
betonen, dass die von Ihnen gerügten Unterlassungen nur durch
die Unkenntnis Ihres Aufenthaltortes herbeigeführt wurden.
besetzung an Ihre Berliner Adresse geschickt und angefragt,
ob Vorbemerkung und Orchesterbesetzung nun in dieser Form
gedruckt werden können. Wir möchten also ganz ausdrücklich
betonen, dass die von Ihnen gerügten Unterlassungen nur durch
die Unkenntnis Ihres Aufenthaltortes herbeigeführt wurden.
Die Aufführung unter Furtwängler soll ganz
ausgezeichnet gewesen sein. Sowohl bei der Generalprobe wie
bei der Aufführung wurde in ziemlich lebhafter Weise demon-
striert. Wir gestatten uns Ihnen eine Kritik6 anbei zu über-
mitteln. Herr Direktor Hertzka kommt anfangs nächster Woche
aus Berlin zurück und wird Ihnen dann sicherlich sofort auf
Grund seines eigenen Eindruckes genaues über Aufführung und
Aufnahme schreiben.
ausgezeichnet gewesen sein. Sowohl bei der Generalprobe wie
bei der Aufführung wurde in ziemlich lebhafter Weise demon-
striert. Wir gestatten uns Ihnen eine Kritik6 anbei zu über-
mitteln. Herr Direktor Hertzka kommt anfangs nächster Woche
aus Berlin zurück und wird Ihnen dann sicherlich sofort auf
Grund seines eigenen Eindruckes genaues über Aufführung und
Aufnahme schreiben.
Wir schrieben Ihnen auch schon nach Berlin
dass die Duisburger Intendanz Ihre Wünsche bezüglich der Auf-
führung7 der „Glücklichen Hand“ vollkommen akzeptiert und sich
mit Ihnen in Verbindung setzen wird. Die Intendanz teilt uns
mit, dass sie mit dem Studium des Werkes schon beschäftigt ist.
dass die Duisburger Intendanz Ihre Wünsche bezüglich der Auf-
führung7 der „Glücklichen Hand“ vollkommen akzeptiert und sich
mit Ihnen in Verbindung setzen wird. Die Intendanz teilt uns
mit, dass sie mit dem Studium des Werkes schon beschäftigt ist.
Kopie der Vorbemerkungen
Womöglich handelt es sich bei
dem hier verliehenen Exemplar um den der Ersten Niederschrift (ASGA B 13, Quelle B) beiliegenden Entwurf.
zu den Variationen
nach Berlin kommen
würden
In Arnold Schönberg an Wilhelm
Furtwängler, 22. November 1928 (ASCC
1600), geht Schönberg
noch davon aus, der Uraufführung der Variationen
für Orchester op. 31 persönlich beizuwohnen; in Arnold
Schönberg an Wilhelm Furtwängler, 28. November 1928 (ASCC
1604), erfolgt die kurzfristige Absage.
Partitur
Möglicherweise eines der
Handexemplare im Nachlass (ASGA B 23/2, Quelle Cb und ASGA B 23/2, Quelle Cc).
Aufführung
Aufführung
Kritik
Rezension aus dem
Schönberg-Nachlass: Strobel, Dezember 1928.
Aufführung
Aufführung
Vorbereitung
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, am 8. Dezember 1928.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Karlstrasse 10
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegr. Adr.: Musikedition, Wien. A. B. C. Code 5th. Ed. Mosse Code.
Telefon U-47-5-85 Serie. Bank-Konto: Zentral-Europä-
ische Länderbank Wien. Postsparkassen-Kto. 57557.
Wien, am 8. Dezember 1928.
Hei/Bo.
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir erhielten soeben Ihr Schreiben vom
5. ds. M., mit der Kopie der Vorbemerkungen1. Hierüber sowie über die Stichanweisungen erhalten Sie von der
Verlagsabteilung Nachricht.
Wir haben von Herrn Kapellmeister Stein
die Nachricht erhalten, dass Sie unmittelbar zu den Variationen
nach Berlin kommen
würden2 und haben Ihnen infolgedessen nichts über die Aufnahme des Werkes
geschrieben. Wir hatten ferner Ihre Nachricht bezüglich Zusendung der Partitur3 Ihrer Suite
erhalten, von der Sie schrieben, dass Sie sie in Dresden dirigieren sollen. Wir mussten infolgedessen naturgemäss annehmen,
dass Sie Nachrichten in Roquebrune
nicht mehr erreichen würden.
Auch Herr Direktor Hertzka, welcher eigens zu der
Aufführung4 der Variationen nach Berlin gefahren ist, hatte bestimmt erwartet, Sie dort zu sehen und hat Ihnen ja am 19. November schon diesbezüglich geschrieben. Erst heute entnehmen wir den Dresdner Zeitungen, dass nicht Sie, sondern
Herr
Kutzschbach die Aufführung5 dirigiert. Die Vorbemerkungen wurden Ihnen infolge dieser Unkenntnis Ihres Aufenthaltes am 30.XI.
zusammen mit der von Herrn Greissle revidierten Orchesterbesetzung an Ihre Berliner
Adresse geschickt und angefragt, ob Vorbemerkung und Orchesterbesetzung nun in dieser Form
gedruckt werden können. Wir möchten also ganz ausdrücklich betonen,
dass die von Ihnen gerügten Unterlassungen nur durch die Unkenntnis Ihres
Aufenthaltortes herbeigeführt wurden.
Die Aufführung unter Furtwängler soll ganz
ausgezeichnet gewesen sein. Sowohl bei der Generalprobe wie bei der
Aufführung wurde in ziemlich lebhafter Weise demonstriert. Wir gestatten uns Ihnen eine Kritik6 anbei zu übermitteln. Herr Direktor Hertzka kommt anfangs nächster Woche aus Berlin zurück und wird Ihnen dann sicherlich
sofort auf Grund seines eigenen Eindruckes genaues über Aufführung und
Aufnahme schreiben.
Wir schrieben Ihnen auch schon nach Berlin
dass die Duisburger Intendanz Ihre
Wünsche bezüglich der Aufführung7 der „Glücklichen Hand“ vollkommen
akzeptiert und sich mit Ihnen in Verbindung setzen wird. Die Intendanz
teilt uns mit, dass sie mit dem Studium des Werkes schon beschäftigt
ist.
Kopie der Vorbemerkungen
Womöglich handelt es sich bei
dem hier verliehenen Exemplar um den der Ersten Niederschrift (ASGA B 13, Quelle B) beiliegenden Entwurf.
zu den Variationen
nach Berlin kommen
würden
In Arnold Schönberg an Wilhelm
Furtwängler, 22. November 1928 (ASCC
1600), geht Schönberg
noch davon aus, der Uraufführung der Variationen
für Orchester op. 31 persönlich beizuwohnen; in Arnold
Schönberg an Wilhelm Furtwängler, 28. November 1928 (ASCC
1604), erfolgt die kurzfristige Absage.
Partitur
Möglicherweise eines der
Handexemplare im Nachlass (ASGA B 23/2, Quelle Cb und ASGA B 23/2, Quelle Cc).
Aufführung
Aufführung
Kritik
Rezension aus dem
Schönberg-Nachlass: Strobel, Dezember 1928.
Aufführung
Aufführung
Vorbereitung
8. Dezember 1928
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 8. Dezember 1928, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17793.