Dir. W/P.
Wien, 19. Februar 1936.
Herrn
Hollywood, California
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir bestätigen unser Telegramm: „Zürich Uraufführung1 Lulu
November 1936 angesetzt Brief folgt“.
Es ist uns gelungen, mit Zürich zu günstigen Bedingungen
abzuschliessen. Wir halten es für Frau Berg schon aus psychischen
Gründen für sehr wichtig, dass die Uraufführung so bald als möglich
zu Stande kommt; aus materiellen Gründen ist es erst recht von grosser
Bedeutung für sie. Wir glauben, dass Zürich als Ort der Uraufführung
auch in künstlerischer Hinsicht eine gute Lösung ist, da die Bühne
derzeit ein ausgezeichnetes Ensemble besitzt. Wir haben hier mit Herrn
Direktor Schmidt-Bloss ausführlich alle Einzelheiten der Besetzung
u.s.w. besprochen. Ausserdem wurde Herr Stein von ihm eingeladen, in
den letzten 14 Tagen vor der Uraufführung den Proben beizuwohnen.
Die Proben sollen im August beginnen. Wir haben uns verpflich-
tet, bis zu diesem Zeitpunkt das Material der ersten beiden Akte abzu-
liefern. Mit der Herstellung des Materials zum 3. Akt müssen wir aber
spätestens Anfang August beginnen. Wir bitten Sie darum recht sehr, Ihre
Arbeit so einzuteilen, dass wir am 1. August die Partitur in Händen haben.
Eine Photographie des 1. Aktes geht heute an Sie ab. Der 2.
Akt folgt in Kürze. Wir lassen die Sendung wieder durch unsere New Yorker
Vertretung
gehen, damit Sie nicht etwa beim Zollamt Schwierigkeiten mit
der Auslösung haben. Wir hoffen jedenfalls, dass Sie Particell und Par-
titur des 3. Aktes unterdessen erhalten haben.

Mit der Herstellung des Klavierauszuges beginnen wir
in den nächsten Tagen. Den Auszug des 3. Aktes wird Herr Stein
einstweilen nach dem Particell anfertigen.
Wir bitten Sie freundlichst, uns dieses Schreiben
baldigst zu bestätigen.
Dir. W/P.
Wien, 19. Februar 1936.
Herrn
Hollywood, California
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Wir bestätigen unser Telegramm: „Zürich Uraufführung1 Lulu November 1936 angesetzt Brief folgt“.
Es ist uns gelungen, mit Zürich zu günstigen Bedingungen abzuschliessen. Wir halten es für Frau Berg schon aus psychischen Gründen für sehr wichtig, dass die Uraufführung so bald als möglich zu Stande kommt; aus materiellen Gründen ist es erst recht von grosser Bedeutung für sie. Wir glauben, dass Zürich als Ort der Uraufführung auch in künstlerischer Hinsicht eine gute Lösung ist, da die Bühne derzeit ein ausgezeichnetes Ensemble besitzt. Wir haben hier mit Herrn Direktor Schmidt-Bloss ausführlich alle Einzelheiten der Besetzung u.s.w. besprochen. Ausserdem wurde Herr Stein von ihm eingeladen, in den letzten 14 Tagen vor der Uraufführung den Proben beizuwohnen.
Die Proben sollen im August beginnen. Wir haben uns verpflichtet, bis zu diesem Zeitpunkt das Material der ersten beiden Akte abzuliefern. Mit der Herstellung des Materials zum 3. Akt müssen wir aber spätestens Anfang August beginnen. Wir bitten Sie darum recht sehr, Ihre Arbeit so einzuteilen, dass wir am 1. August die Partitur in Händen haben.
Eine Photographie des 1. Aktes geht heute an Sie ab. Der 2. Akt folgt in Kürze. Wir lassen die Sendung wieder durch unsere New Yorker Vertretung gehen, damit Sie nicht etwa beim Zollamt Schwierigkeiten mit der Auslösung haben. Wir hoffen jedenfalls, dass Sie Particell und Partitur des 3. Aktes unterdessen erhalten haben.
Mit der Herstellung des Klavierauszuges beginnen wir in den nächsten Tagen. Den Auszug des 3. Aktes wird Herr Stein einstweilen nach dem Particell anfertigen.
Wir bitten Sie freundlichst, uns dieses Schreiben baldigst zu bestätigen.

19. Februar 1936


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Gertrud Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 19. Februar 1936, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.20701.

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