Universal-Edition an Arnold Schönberg
8. Jänner 1915
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 8. Jänner 1915
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
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I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 8. Jänner 1915
W
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
Im Besitze Ihres Geschätzten1 vom 4. ds. danke ich Ihnen
vor allem herzlichst für Ihre Neujahrswünsche, die ich wärmstens
erwiedere. – Die gewünschten Noten werden Ihnen von Leipzig aus
zugehen und Ihrem Konto unter Fakturierung2 an Sie, belastet.
Von Ihren Bemerkungen in Angelegenheit Ihrer Besprechung mit Dir.
Runge habe ich bestens Kenntnis genommen. Dieselben werden mich
keinesfalls davon abhalten, gegebenenfalls für Sie auf jedem sich
bietenden Wege einzutreten.
vor allem herzlichst für Ihre Neujahrswünsche, die ich wärmstens
erwiedere. – Die gewünschten Noten werden Ihnen von Leipzig aus
zugehen und Ihrem Konto unter Fakturierung2 an Sie, belastet.
Von Ihren Bemerkungen in Angelegenheit Ihrer Besprechung mit Dir.
Runge habe ich bestens Kenntnis genommen. Dieselben werden mich
keinesfalls davon abhalten, gegebenenfalls für Sie auf jedem sich
bietenden Wege einzutreten.
Es wird Sie interessieren zu erfahren, dass Bopp in
einem Nekrolog3 über Goldmark sich viel mit Ihrer szt. freien
Dozentur4 an der Akademie beschäftigte und es in rühmlicher Weise
hervorhebt, dass sich Goldmark für diese eingesetzt5 haben soll.
Ich habe davon bloss reden gehört, den betreffenden Artikel je-
doch nicht gesehen. Es sollen aber sowohl die Aeusserungen von
Bopp, als auch die von Goldmark , von grösster Hochschätzung Ihnen
gegenüber Zeugnis ablegen.
einem Nekrolog3 über Goldmark sich viel mit Ihrer szt. freien
Dozentur4 an der Akademie beschäftigte und es in rühmlicher Weise
hervorhebt, dass sich Goldmark für diese eingesetzt5 haben soll.
Ich habe davon bloss reden gehört, den betreffenden Artikel je-
doch nicht gesehen. Es sollen aber sowohl die Aeusserungen von
Bopp, als auch die von Goldmark , von grösster Hochschätzung Ihnen
gegenüber Zeugnis ablegen.
Walter teilte mir in einem Brief6 vom Semmering mit, dass
er die Gurre-Lieder-Aufführung für die nächste Saison verschieben
muss; ich habe diese Entscheidung vorhergesehen, denn es ist ganz
klar, dass in dieser Zeit der Männerchor sich auf dem Schlacht-
er die Gurre-Lieder-Aufführung für die nächste Saison verschieben
muss; ich habe diese Entscheidung vorhergesehen, denn es ist ganz
klar, dass in dieser Zeit der Männerchor sich auf dem Schlacht-
felde Lorbeeren holen dürfte und nicht auf
dem Konzertpodium.
Diese Verschiebung ist verlagstechnisch höchst fatal, denn es
werden nächstes Jahr mehrere Aufführungen zusammen kommen und
die Einteilung mit den vorhandenen Materialien wahrscheinlich
Schwierigkeiten verursachen. Da lässt sich aber nichts machen.
Diese Verschiebung ist verlagstechnisch höchst fatal, denn es
werden nächstes Jahr mehrere Aufführungen zusammen kommen und
die Einteilung mit den vorhandenen Materialien wahrscheinlich
Schwierigkeiten verursachen. Da lässt sich aber nichts machen.
Wegen des Notenpapieres habe ich an Geidel
geschrieben
und urgiere das Papier bei ihm.
und urgiere das Papier bei ihm.
Mit vielen herzlichen Grüssen
Ihr Ihnen warm
ergebener
Geschätzten
Fakturierung
Nekrolog
szt. freien Dozentur
Arnold Schönberg wandte sich Anfang
1910 an die Leiter der k. k. Akademie für Musik und darstellende
Kunst, Präsident Karl von
Wiener und Wilhelm
Bopp, um einen privaten Kompositionskurs an der Akademie
zu veranstalten. Nach Formulierung der Lehrziele und entsprechender
Eingabe beim Ministerium für Kultur und Unterricht erhielt Schönberg am 10.
September 1910 die Genehmigung zur „Abhaltung eines
Privatkurses über musiktheoretische Fächer beziehungsweise
Kompositionslehre“ (Arnold Schönberg an Karl von Wiener, 19. Februar
1910; ASCC 148; k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst an
Arnold Schönberg, 10. September 1910; ASCC
20933).
eingesetzt
Das Neue Wiener Journal
veröffentlichte 1932 Briefe von Gustav Mahler, Ferdinand Loewe und
Karl Goldmark, die 1910 anlässlich Schönbergs Ansuchen um Genehmigung zur Abhaltung eines
Privatkurses zu dessen Unterstützung verfasst wurden (Neues Wiener Journal 1932;
Exemplar aus dem Schönberg-Nachlass; T04.39).
Brief
Bruno Walter schrieb
Entsprechendes auch an Schönberg
direkt (Bruno Walter an Arnold Schönberg, 3. Jänner 1915; ASCC
18040). Die ursprünglich für 16.
Februar 1914 geplante Aufführung kam schließlich
kriegsbedingt nicht zustande.
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Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 8. Jänner 1915
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 8. Jänner 1915
W
Lieber Herr Schönberg!
Im Besitze Ihres Geschätzten1 vom 4. ds. danke ich Ihnen vor allem
herzlichst für Ihre Neujahrswünsche, die ich wärmstens erwiedere. – Die
gewünschten Noten werden Ihnen von Leipzig aus zugehen und Ihrem Konto unter Fakturierung2 an Sie, belastet. Von Ihren Bemerkungen in
Angelegenheit Ihrer Besprechung mit Dir.
Runge habe ich bestens Kenntnis genommen.
Dieselben werden mich keinesfalls davon abhalten, gegebenenfalls für Sie
auf jedem sich bietenden Wege einzutreten.
Es wird Sie interessieren zu erfahren, dass Bopp in einem Nekrolog3 über Goldmark sich viel mit Ihrer
szt. freien Dozentur4 an der Akademie beschäftigte und es in rühmlicher Weise hervorhebt, dass
sich Goldmark für diese eingesetzt5 haben soll. Ich habe davon bloss reden gehört, den betreffenden
Artikel jedoch nicht gesehen. Es sollen aber sowohl die Aeusserungen von
Bopp, als auch die von Goldmark
,
von grösster Hochschätzung Ihnen gegenüber Zeugnis ablegen.
Walter teilte mir in einem Brief6 vom Semmering mit, dass
er die Gurre-Lieder-Aufführung für die
nächste Saison verschieben muss; ich
habe diese Entscheidung vorhergesehen, denn es ist ganz klar, dass in
dieser Zeit der Männerchor sich auf dem Schlachtfelde Lorbeeren holen dürfte und nicht auf
dem Konzertpodium. Diese Verschiebung ist verlagstechnisch höchst fatal,
denn es werden nächstes Jahr mehrere Aufführungen zusammen kommen und
die Einteilung mit den vorhandenen Materialien wahrscheinlich
Schwierigkeiten verursachen. Da lässt sich aber nichts machen.
Wegen des Notenpapieres habe ich an Geidel
geschrieben und urgiere das Papier bei ihm.
Geschätzten
Fakturierung
Nekrolog
szt. freien Dozentur
Arnold Schönberg wandte sich Anfang
1910 an die Leiter der k. k. Akademie für Musik und darstellende
Kunst, Präsident Karl von
Wiener und Wilhelm
Bopp, um einen privaten Kompositionskurs an der Akademie
zu veranstalten. Nach Formulierung der Lehrziele und entsprechender
Eingabe beim Ministerium für Kultur und Unterricht erhielt Schönberg am 10.
September 1910 die Genehmigung zur „Abhaltung eines
Privatkurses über musiktheoretische Fächer beziehungsweise
Kompositionslehre“ (Arnold Schönberg an Karl von Wiener, 19. Februar
1910; ASCC 148; k. k. Akademie für Musik und darstellende Kunst an
Arnold Schönberg, 10. September 1910; ASCC
20933).
eingesetzt
Das Neue Wiener Journal
veröffentlichte 1932 Briefe von Gustav Mahler, Ferdinand Loewe und
Karl Goldmark, die 1910 anlässlich Schönbergs Ansuchen um Genehmigung zur Abhaltung eines
Privatkurses zu dessen Unterstützung verfasst wurden (Neues Wiener Journal 1932;
Exemplar aus dem Schönberg-Nachlass; T04.39).
Brief
Bruno Walter schrieb
Entsprechendes auch an Schönberg
direkt (Bruno Walter an Arnold Schönberg, 3. Jänner 1915; ASCC
18040). Die ursprünglich für 16.
Februar 1914 geplante Aufführung kam schließlich
kriegsbedingt nicht zustande.
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 8. Jänner 1915, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.20911.