Universal-Edition an Arnold Schönberg
5. Juli 1909
„Universal-Edition“ A.-G.
(Jos. Aibl Verlag, G. m. b. H.)
Leipzig
Sternwartestrasse 15-20.
Wien
I., Wipplingerstrasse 32.
Telegramm-Adresse:
·MUSIKEDITION WIEN·
Telephon Nr. 22.877.
Wien, 5. Juli 1909.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien. – Postspark.-Konto. 57.557.
(Jos. Aibl Verlag, G. m. b. H.)
Leipzig
Sternwartestrasse 15-20.
Wien
I., Wipplingerstrasse 32.
Telegramm-Adresse:
·MUSIKEDITION WIEN·
Telephon Nr. 22.877.
Wien, 5. Juli 1909.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien. – Postspark.-Konto. 57.557.
K
Herrn
derzeit
Steinakirchen am Forst,
Hedwighof; N.-Oest.
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Auf Ihre geschätzte Zuschrift1 vom 2. ds. teile ich Ih-
nen höflichst mit, daß ich gehofft habe, Sie vor Ihrer Abreise2
noch bei mir begrüßen zu können und daß ich aus diesem Grunde von
einer schriftlichen Mitteilung abgesehen habe. Da Sie nun bereits
auf Sommererholung sind, muß ich Ihnen schriftlich mitteilen, daß
ich bei aller Genialität Ihrer Erfindung3 nicht glaube, daß im ge-
genwärtigen Stadium unsere Herren4 sich für dieselbe materiell wer-
den engagieren wollen.
nen höflichst mit, daß ich gehofft habe, Sie vor Ihrer Abreise2
noch bei mir begrüßen zu können und daß ich aus diesem Grunde von
einer schriftlichen Mitteilung abgesehen habe. Da Sie nun bereits
auf Sommererholung sind, muß ich Ihnen schriftlich mitteilen, daß
ich bei aller Genialität Ihrer Erfindung3 nicht glaube, daß im ge-
genwärtigen Stadium unsere Herren4 sich für dieselbe materiell wer-
den engagieren wollen.
Ganz anders würde die Sache liegen, wenn auf Grund ei-
nes Modelles die praktische Durchführbarkeit Ihrer Ideen erwiesen
werden könnte. – Vielleicht wird sich in einem späteren Zeitpunkt
die Möglichkeit ergeben, auf diese hochinteressante Sache zurück-
zukommen. Immerhin war es mir eine große Freude, bei dieser Gele-
nes Modelles die praktische Durchführbarkeit Ihrer Ideen erwiesen
werden könnte. – Vielleicht wird sich in einem späteren Zeitpunkt
die Möglichkeit ergeben, auf diese hochinteressante Sache zurück-
zukommen. Immerhin war es mir eine große Freude, bei dieser Gele-
genheit Ihre persönliche Bekanntschaft gemacht zu haben
und wol-
len wir hoffen, daß ich als Verleger und Sie als Erfinder auf
nicht maschinellem Gebiete noch oft zusammenkommen.
len wir hoffen, daß ich als Verleger und Sie als Erfinder auf
nicht maschinellem Gebiete noch oft zusammenkommen.
Zuschrift
Abreise
Plan Abreise nach Steinakirchen: 28. Juni 1909 (Arnold
Schönberg an Mathilde Schönberg, 23. Juni 1909; ASCC 6496);
letzter Brief nach Steinakirchen:
28. September 1909 (Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 28.
September 1909); erster Brief aus Wien: 30. September 1909
(Arnold Schönberg an Alban Berg, 30. September 1909; ASCC
5957).
Erfindung
Schönbergs Notenschreibmaschine,
die jedoch nicht realisiert wurde. Beschreibung: Meine Notenschreibmaschine.
8. April 1909: Österreichische
Patentanmeldung im Namen Schönbergs
durch die Patentanwälte Ing. Hugo
Reik und Ing. Adolf
Urbantschitsch, 22. April
1909; Konstruktionszeichnung (Blaupause) durch den
Elektrotechniker Ing. Josef
Ondracek, 20. Dezember 1909: Amtlicher Bescheid mit
Entgegenhaltung einer ähnlich lautenden amerikanischen Patentschrift
(No. 500793); 30. März 1910: Fristablauf
der Erledigung des Bescheides vom 20. Dezember
1909;
1911: „Schönberg
Arnold, Tonkünstler in Wien. – Notenschreib-, bezw. Stechmaschine: Ein
Aufspanntisch ist durch verschiebbare Anordnung mit allen Punkten der
Schreibebene an die Andruckstelle einstellbar und wird an dieser Stelle
die Zeile und jedes Notenzeichen aus seinen einzelnen Bestandteilen
durch Abdruck und Zusammenfügung entsprechender Typen zusammengestellt,
welcher Abdruck durch Verschiebung, bezw. Verdrehung des Tisches unter
der angedruckten Type in jeder Richtung des Tischebene verlängert werden
kann. In weiteren zehn Ansprüchen Ausführungsformen. – Ang. 8. 4. 1909
[A3112–09]. Vertr. H. Reik und
A. Urbantschitsch, Wien.“ (Österreichisches Patentblatt
1911, Nr. 1, S. 20; Nono-Schoenberg 1988, S. 67).
Herren
Karl
August Artaria, Gustav
Bloch, Léon Doret,
Karl Fiedler, Gustav Giesecke, Emil Hertzka, Bernhard Herzmansky, Oscar
Ritter von Kuczynski, Franz X.
Mayer, Hermann Ritter von
Rittershausen, Adolph
Robitschek, Josef
Simon, Joseph
Weinberger (Wiener Stadt- und Landesarchiv, Akt
2.3.3.A42/1.Ges53/95, Universal-Edition Aktiengesellschaft).
„Universal-Edition“ A.-G.
(Jos. Aibl Verlag, G. m. b. H.)
Leipzig
Sternwartestrasse 15-20.
Wien
I., Wipplingerstrasse 32.
Telegramm-Adresse:
·MUSIKEDITION WIEN·
Telephon Nr. 22.877.
Wien, 5. Juli 1909.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien. – Postspark.-Konto. 57.557.
(Jos. Aibl Verlag, G. m. b. H.)
Leipzig
Sternwartestrasse 15-20.
Wien
I., Wipplingerstrasse 32.
Telegramm-Adresse:
·MUSIKEDITION WIEN·
Telephon Nr. 22.877.
Wien, 5. Juli 1909.
Bank-Konto: Kais. kön. privilegierte Oesterreichische Länderbank Wien. – Postspark.-Konto. 57.557.
K
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Auf Ihre geschätzte Zuschrift1 vom 2. ds. teile ich Ihnen höflichst mit, daß ich gehofft habe, Sie vor Ihrer Abreise2
noch bei mir begrüßen zu können und daß ich aus diesem Grunde von
einer schriftlichen Mitteilung abgesehen habe. Da Sie nun bereits auf
Sommererholung sind, muß ich Ihnen schriftlich mitteilen, daß ich bei aller
Genialität Ihrer Erfindung3 nicht glaube, daß im gegenwärtigen Stadium unsere Herren4 sich für dieselbe materiell werden engagieren wollen.
Ganz anders würde die Sache liegen, wenn auf Grund eines Modelles die praktische Durchführbarkeit Ihrer Ideen
erwiesen werden könnte. – Vielleicht wird sich in einem späteren Zeitpunkt
die Möglichkeit ergeben, auf diese hochinteressante Sache zurückzukommen. Immerhin war es mir eine große Freude, bei dieser
Gele
genheit Ihre persönliche Bekanntschaft gemacht zu haben
und wollen wir hoffen, daß ich als Verleger und Sie als Erfinder auf
nicht maschinellem Gebiete noch oft zusammenkommen.
Zuschrift
Abreise
Plan Abreise nach Steinakirchen: 28. Juni 1909 (Arnold
Schönberg an Mathilde Schönberg, 23. Juni 1909; ASCC 6496);
letzter Brief nach Steinakirchen:
28. September 1909 (Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 28.
September 1909); erster Brief aus Wien: 30. September 1909
(Arnold Schönberg an Alban Berg, 30. September 1909; ASCC
5957).
Erfindung
Schönbergs Notenschreibmaschine,
die jedoch nicht realisiert wurde. Beschreibung: Meine Notenschreibmaschine.
8. April 1909: Österreichische
Patentanmeldung im Namen Schönbergs
durch die Patentanwälte Ing. Hugo
Reik und Ing. Adolf
Urbantschitsch, 22. April
1909; Konstruktionszeichnung (Blaupause) durch den
Elektrotechniker Ing. Josef
Ondracek, 20. Dezember 1909: Amtlicher Bescheid mit
Entgegenhaltung einer ähnlich lautenden amerikanischen Patentschrift
(No. 500793); 30. März 1910: Fristablauf
der Erledigung des Bescheides vom 20. Dezember
1909;
1911: „Schönberg
Arnold, Tonkünstler in Wien. – Notenschreib-, bezw. Stechmaschine: Ein
Aufspanntisch ist durch verschiebbare Anordnung mit allen Punkten der
Schreibebene an die Andruckstelle einstellbar und wird an dieser Stelle
die Zeile und jedes Notenzeichen aus seinen einzelnen Bestandteilen
durch Abdruck und Zusammenfügung entsprechender Typen zusammengestellt,
welcher Abdruck durch Verschiebung, bezw. Verdrehung des Tisches unter
der angedruckten Type in jeder Richtung des Tischebene verlängert werden
kann. In weiteren zehn Ansprüchen Ausführungsformen. – Ang. 8. 4. 1909
[A3112–09]. Vertr. H. Reik und
A. Urbantschitsch, Wien.“ (Österreichisches Patentblatt
1911, Nr. 1, S. 20; Nono-Schoenberg 1988, S. 67).
Herren
Karl
August Artaria, Gustav
Bloch, Léon Doret,
Karl Fiedler, Gustav Giesecke, Emil Hertzka, Bernhard Herzmansky, Oscar
Ritter von Kuczynski, Franz X.
Mayer, Hermann Ritter von
Rittershausen, Adolph
Robitschek, Josef
Simon, Joseph
Weinberger (Wiener Stadt- und Landesarchiv, Akt
2.3.3.A42/1.Ges53/95, Universal-Edition Aktiengesellschaft).
5. Juli 1909
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 5. Juli 1909, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.21762.