[]
28/XI. 1913
Lieber Herr Direktor, Sie haben die Fragen meiner beiden letzten
Briefe1 nicht beantwortet!
  • I. Vor Allem: meine Manuskripte, die ich dringend für Sänger benötige.
  • II. Dann: wegen des neuen Orchesterliedes2!
  • III. wegen Frau Bahr!
Bitte senden Sie mir umgehendst meine Noten!!!
Die Partitur der Melodramen sende ich Ihnen gerne
zur Ansicht, aber unter der ausdrücklichen Bedingung, dass Sie
sie niemandem leihen.
Ich verlasse mich darauf, dass Sie
meinen Wunsch achten, da er auch künstlerische Gründe hat.
Wenn jemand diese Partitur im Manuskript3 sehen
will, dann soll er mich direkt darum ersuchen! Aber
ich würde sie gewiss gar niemandem leihen! Nicht einmal
einem meiner Schüler.
Bevor Sie sich sie zum Druck geben, bitte ich Sie, mich zu
benachrichtigen, denn ich möchte angeben, wie sie gestochen
werden soll. Ich habe da vielleicht einige besondere (nicht
kostspielige!) Wünsche, die bloß die Anordnung und
das Format betreffen.
Dass Sie [...] am 4 in Berlin sind, freut mich
sehr; verständigen Sie mich rechtzeitig, damit ich mir
Zeit frei halte.
Mit Dresden haben Sie ganz recht. Ich lasse mich übrigens keinesfalls
hinhalten und will die Bedingung stellen, dass beide Werke4 gebracht werden.
(Womöglich nichts anderes dazu!) Mit Mannheim habe ich gelöst5, da mir die
Besetzung des Orchesters nicht genügt. Leipzig kann ich wohl leicht haben.
Ich bitte Sie nochmals, das Material gut korrigieren zu lassen.
Viele herzl. Grüße Ihr Schönberg
Scherchen hat das Monodram kopiert. Ich werde ihm mehr geben müssen, als sonst ein Kopist bekommt,
aber Sie stoßen sich doch nicht an dieser einen Mehrausgabe, weil die Korrekturkosten erspart!!
28/XI. 1913
Lieber Herr Direktor, Sie haben die Fragen meiner beiden letzten Briefe1 nicht beantwortet!
  • I. Vor Allem: meine Manuskripte, die ich dringend für Sänger benötige.
  • II. Dann: wegen des neuen Orchesterliedes2!
  • III. wegen Frau Bahr!
Bitte senden Sie mir umgehendst meine Noten!!!
Die Partitur der Melodramen sende ich Ihnen gerne zur Ansicht, aber unter der ausdrücklichen Bedingung, dass Sie sie niemandem leihen. Ich verlasse mich darauf, dass Sie meinen Wunsch achten, da er auch künstlerische Gründe hat.
Wenn jemand diese Partitur im Manuskript3 sehen will, dann soll er mich direkt darum ersuchen! Aber ich würde sie gewiss gar niemandem leihen! Nicht einmal einem meiner Schüler.
Bevor Sie sie zum Druck geben, bitte ich Sie, mich zu benachrichtigen, denn ich möchte angeben, wie sie gestochen werden soll. Ich habe da vielleicht einige besondere (nicht kostspielige!) Wünsche, die bloß die Anordnung und das Format betreffen.
Dass Sie am 4 in Berlin sind, freut mich sehr; verständigen Sie mich rechtzeitig, damit ich mir Zeit frei halte.
Mit Dresden haben Sie ganz recht. Ich lasse mich übrigens keinesfalls hinhalten und will die Bedingung stellen, dass beide Werke4 gebracht werden. (Womöglich nichts anderes dazu!) Mit Mannheim habe ich gelöst5, da mir die Besetzung des Orchesters nicht genügt. Leipzig kann ich wohl leicht haben. Ich bitte Sie nochmals, das Material gut korrigieren zu lassen.
Viele herzl. Grüße Ihr Schönberg
Scherchen hat das Monodram kopiert. Ich werde ihm mehr geben müssen, als sonst ein Kopist bekommt, aber Sie stoßen sich doch nicht an dieser einen Mehrausgabe, weil die Korrekturkosten erspart!!

28. November 1913


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection



Brief, Kopie

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 28. November 1913, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.359.

Download:
Dieses Dokument als TEI-XML herunterladen