22. Juni 1922
Lieber Herr Direktor, wir sind gut hier angekommen.
In den allernächsten Tagen schon will ich mit der Ar-
beit beginnen. Es ist wieder herrlich schön hier. Hoffent-
li[ch] besuchen Sie uns für einige Tage.
Nun einige dringende Angelegenheiten:
= 1) In unsere Abmachung hinein gehört auch
noch das Uebereinkommen über die amerikanische
Angelegenheit betreffs Auflösung resp. Geltung des
Harmonielehre-Verkaufs!
= 2) Gehört ebenfalls hinein
die Abmachung etc die Drucklegungs
termine etc der Klavierarrangements
der älteren Verlagswerke.
= 3.) Z die Zusagen über ihre Hilfe zur Re-
g[e]lung
= 4.) Von den Beträgen, die ich beim
Abschluss dieses Vertrages und nach dem 1. Juli
durch die Abrechnung und das Ergebnis der Stan-
desaufnahme erhalte, bitte ich:
a) bereits jetzt einen Teil zu über-
weisen an die Centralbank Deutscher Sparkassen Filiale Gmunden für Arnold Sch. aus Mödling“ dzt
Traunkirchen, Villa Spaun

und zwar ca 300–400 Franken [...]
b) einen ebensolchen Betrag in
Franken, oder Gulden oder Dollar (am besten)
an die Filiale Mödling des Merkur Mödling
Hauptstr
ebenso: „f. A. S. aus Mödling
derzeit Tr... Villa.. Sp..
c) den Rest einstweilen an den
Kompass Allgem Garantie Bank
Wien I. Wipplingerstr. 30
für: „siehe oben“
Alles in Valuta zum Clearingcins
des Absendungstages.
Ich hoffe mich klar ausgedrückt zu
h[ab]en. Jetzt wo ich alle diese Valuten-
fragen erledigt habe, fallen mir die
Briefe Beethovens, der auch in einer Kriegs-
und Nachkriegszeit gelebt hat, ein und dass
er von seinen Verlegern auch immer
„Valuta“: Dukaten!! verlangt hat
und einmal eine Kontroverse über Louisdors
hat.
Viele herzl. Grüße Ihr Arnold Schönberg
22. Juni 1922
Lieber Herr Direktor, wir sind gut hier angekommen. In den allernächsten Tagen schon will ich mit der Arbeit beginnen. Es ist wieder herrlich schön hier. Hoffentlich besuchen Sie uns für einige Tage.
Nun einige dringende Angelegenheiten:
= 1) In unsere Abmachung hinein gehört auch noch das Uebereinkommen über die amerikanische Angelegenheit betreffs Auflösung resp. Geltung des Harmonielehre-Verkaufs!
= 2) Gehört ebenfalls hinein die Abmachung etc die Drucklegungstermine etc der Klavierarrangements der älteren Verlagswerke.
= 3.) die Zusagen über ihre Hilfe zur Regelung
= 4.) Von den Beträgen, die ich beim Abschluss dieses Vertrages und nach dem 1. Juli durch die Abrechnung und das Ergebnis der Standesaufnahme erhalte, bitte ich:
a) bereits jetzt einen Teil zu überweisen an die Centralbank Deutscher Sparkassen Filiale Gmunden für „Arnold Sch. aus Mödling“ dzt Traunkirchen, Villa Spaun“ und zwar ca 300–400 Franken [...]
b) einen ebensolchen Betrag in Franken, oder Gulden oder Dollar (am besten) an die Filiale Mödling des Merkur Mödling Hauptstr ebenso: „f. A. S. aus Mödling derzeit Tr... Villa.. Sp..
c) den Rest einstweilen an den Kompass Allgem Garantie Bank Wien I. Wipplingerstr. 30 für: „siehe oben“
Alles in Valuta zum Clearingcins des Absendungstages.
Ich hoffe mich klar ausgedrückt zu haben. Jetzt wo ich alle diese Valutenfragen erledigt habe, fallen mir die Briefe Beethovens, der auch in einer Kriegs- und Nachkriegszeit gelebt hat, ein und dass er von seinen Verlegern auch immer „Valuta“: Dukaten!! verlangt hat und einmal eine Kontroverse über Louisdors hat.
Viele herzl. Grüße Ihr Arnold Schönberg

22. Juni 1922



Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection

Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 22. Juni 1922, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.630.

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