Arnold Schönberg an Universal-Edition
14. Februar 1910
14/2.1910
Verehrter Herr Direktor, Herr Carl Bernhard
Philipsen in Berlin (Pianist) möchte meine Klavier-
stücke in seinen Konzerten spielen, Herr Dr Westarp
[in] Paris, will1 sie in der Soc. internat. de
musique aufführen. Ich brauche also dringendst
zwei Exemplare. Das Manuskript2 gebe ich selbst-
verständlich nicht aus der Hand. Sie sagten zu,
mir Kopien anfertigen zu lassen. Seien Sie
also so freundlichst und geben Sie das Exemplar3
das Sie von Herrn Specht telefonisch einfordern4
müssen (ich habe ihn schon ersucht mir es zu schicken;
er tut das aber nicht!!) sofort einem Kopisten.
Dem besten den Sie haben. Vielleicht kann es auch
[bei] Ihnen korrigiert werden. Möchten Sie mir
nicht auch die George-Lieder kopieren lassen; ich habe
die Herrn Westarp vorgeschlagen.
Philipsen in Berlin (Pianist) möchte meine Klavier-
stücke in seinen Konzerten spielen, Herr Dr Westarp
[in] Paris, will1 sie in der Soc. internat. de
musique aufführen. Ich brauche also dringendst
zwei Exemplare. Das Manuskript2 gebe ich selbst-
verständlich nicht aus der Hand. Sie sagten zu,
mir Kopien anfertigen zu lassen. Seien Sie
also so freundlichst und geben Sie das Exemplar3
das Sie von Herrn Specht telefonisch einfordern4
müssen (ich habe ihn schon ersucht mir es zu schicken;
er tut das aber nicht!!) sofort einem Kopisten.
Dem besten den Sie haben. Vielleicht kann es auch
[bei] Ihnen korrigiert werden. Möchten Sie mir
nicht auch die George-Lieder kopieren lassen; ich habe
die Herrn Westarp vorgeschlagen.
Aus Mannheim habe ich die Nachricht6, dass
das Material7 schon geschrieben wird und dass
ich selbst dirigieren soll8. Ich freue mich darauf
sehr. Sie haben noch einen Klavier Auszug9 und
ein Textbuch10 meines Monodrams. Wenn Sie das
nicht brauchen, könnten Sie mirs vielleicht per
Post schicken.
das Material7 schon geschrieben wird und dass
ich selbst dirigieren soll8. Ich freue mich darauf
sehr. Sie haben noch einen Klavier Auszug9 und
ein Textbuch10 meines Monodrams. Wenn Sie das
nicht brauchen, könnten Sie mirs vielleicht per
Post schicken.
Herzlichen Gruß ergebenst
Arnold Schönberg
will
Alfred Westarp an Arnold
Schönberg, 29. Jänner 1910 (ASCC
22355).
Manuskript
Erste Niederschrift (ASGA B 4, Quelle A).
Exemplar
Reinschrift (?), verschollen
(ASGA B 4, Quelle B*).
von Herrn Specht telefonisch einfordern
Richard
Specht hatte in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift
Der Merker eine Rezension des Uraufführungskonzerts der Drei Klavierstücke op. 11 verfasst (Specht 1910). Im Merker erschien weiters eine
Analyse der Klavierstücke (Réti 1911).
Sie spielt Bergs
Sonate
Die Uraufführung von
Alban Berg, Sonate op. 1 mit
Etta Werndorff fand erst am
24. April 1911 statt (Berg 1976). Das angesprochene
Konzert ist nicht belegt. Werndorff
hatte zuvor Schönbergs Drei Klavierstücke op.
11 uraufgeführt:
14. Jänner 1910, Wien, Ehrbar-Saal, Verein für Kunst
und Kultur, Neue Kompositionen von Arnold Schönberg
.
Nachricht
Artur Bodanzky an Arnold Schönberg, 6. Februar
1910 (ASCC 20253).
Material
Stimmenmaterial für die 1910 in Mannheim geplante Uraufführung, verschollen (ASGA B 6/2, Quelle G*).
selbst dirigieren soll
Die Aufführung kam nicht
zustande. Artur Bodanzky begründete
eine Verschiebung „1. durch Abgang [Carl] Hagemanns. 2. Absage [Anna Bahr] Mildenburg“ (Artur Bodanzky an Arnold Schönberg, 5. Juni
1910; ASCC 20256). Intendant Carl
Hagemann wechselte 1910 von
Mannheim an das Deutsche
Schauspielhaus Hamburg.
Klavier Auszug
Reinschrift des Klavierauszugs,
autograph (ASGA B 6/2, Quelle L) oder Reinschrift eines weiteren
Klavierauszugs, verschollen (ASGA B 6/2, Quelle
M*).
Textbuch
Textbuch (ASGA B 6/2, Quelle TB*).
14/2.1910
Verehrter Herr Direktor, Herr Carl Bernhard
Philipsen in Berlin
(Pianist) möchte meine Klavierstücke in seinen Konzerten
spielen, Herr Dr
Westarp
in
Paris, will1 sie in der Soc. internat. de
musique
aufführen. Ich brauche also
dringendst zwei Exemplare. Das Manuskript2 gebe ich selbstverständlich nicht aus der Hand. Sie sagten zu, mir Kopien
anfertigen zu lassen. Seien Sie also so freundlichst und geben Sie das Exemplar3
das Sie von Herrn Specht telefonisch einfordern4
müssen (ich habe ihn schon ersucht mir es zu
schicken; er tut das aber nicht!!) sofort einem Kopisten. Dem besten
den Sie haben. Vielleicht kann es auch
bei Ihnen korrigiert werden. Möchten Sie mir
nicht auch die George-Lieder kopieren
lassen; ich habe
die Herrn Westarp vorgeschlagen.
Da ich keine Antwort von Ihnen erhielt nahm ich an Fr. Werndorf möchte heute nicht im Tonk-Ver. spielen und verschob die Sache auf
den 21.
Sie spielt Bergs
Sonate5. und
eines meiner Klavierstücke
.
Aus Mannheim habe ich die Nachricht6, dass das Material7 schon geschrieben wird und dass ich selbst dirigieren soll8. Ich freue mich darauf sehr. Sie haben noch einen Klavier Auszug9 und ein Textbuch10 meines Monodrams. Wenn Sie das nicht
brauchen, könnten Sie mirs vielleicht per Post schicken.
Herzlichen Gruß ergebenst
Arnold Schönberg
will
Alfred Westarp an Arnold
Schönberg, 29. Jänner 1910 (ASCC
22355).
Manuskript
Erste Niederschrift (ASGA B 4, Quelle A).
Exemplar
Reinschrift (?), verschollen
(ASGA B 4, Quelle B*).
von Herrn Specht telefonisch einfordern
Richard
Specht hatte in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift
Der Merker eine Rezension des Uraufführungskonzerts der Drei Klavierstücke op. 11 verfasst (Specht 1910). Im Merker erschien weiters eine
Analyse der Klavierstücke (Réti 1911).
Sie spielt Bergs
Sonate
Die Uraufführung von
Alban Berg, Sonate op. 1 mit
Etta Werndorff fand erst am
24. April 1911 statt (Berg 1976). Das angesprochene
Konzert ist nicht belegt. Werndorff
hatte zuvor Schönbergs Drei Klavierstücke op.
11 uraufgeführt:
14. Jänner 1910, Wien, Ehrbar-Saal, Verein für Kunst
und Kultur, Neue Kompositionen von Arnold Schönberg
.
Nachricht
Artur Bodanzky an Arnold Schönberg, 6. Februar
1910 (ASCC 20253).
Material
Stimmenmaterial für die 1910 in Mannheim geplante Uraufführung, verschollen (ASGA B 6/2, Quelle G*).
selbst dirigieren soll
Die Aufführung kam nicht
zustande. Artur Bodanzky begründete
eine Verschiebung „1. durch Abgang [Carl] Hagemanns. 2. Absage [Anna Bahr] Mildenburg“ (Artur Bodanzky an Arnold Schönberg, 5. Juni
1910; ASCC 20256). Intendant Carl
Hagemann wechselte 1910 von
Mannheim an das Deutsche
Schauspielhaus Hamburg.
Klavier Auszug
Reinschrift des Klavierauszugs,
autograph (ASGA B 6/2, Quelle L) oder Reinschrift eines weiteren
Klavierauszugs, verschollen (ASGA B 6/2, Quelle
M*).
Textbuch
Textbuch (ASGA B 6/2, Quelle TB*).
14. Februar 1910
15. Februar 1910
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 14. Februar 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6901.