Verehrter Herr Direktor, Herr Carl Bernhard
Philipsen
in Berlin (Pianist) möchte meine Klavier-
stücke
in seinen Konzerten spielen, Herr Dr Westarp
[in] Paris, will1 sie in der Soc. internat. de
musique
aufführen. Ich brauche also dringendst
zwei Exemplare. Das Manuskript2 gebe ich selbst-
verständlich nicht aus der Hand. Sie sagten zu,
mir Kopien anfertigen zu lassen. Seien Sie
also so freundlichst und geben Sie das Exemplar3
das Sie von Herrn Specht telefonisch einfordern4
müssen (ich habe ihn schon ersucht mir es zu schicken;
er tut das aber nicht!!) sofort einem Kopisten.
Dem besten den Sie haben. Vielleicht kann es auch
[bei] Ihnen korrigiert werden. Möchten Sie mir
nicht auch die George-Lieder kopieren lassen; ich habe
die Herrn Westarp vorgeschlagen.
Da ich keine Antwort von Ihnen erhielt
nahm ich an Fr. Werndorf möchte heute nicht
im Tonk-Ver. spielen und verschob die Sache
auf den 21. Sie spielt Bergs Sonate5. und
eines meiner Klavierstücke .

Aus Mannheim habe ich die Nachricht6, dass
das Material7 schon geschrieben wird und dass
ich selbst dirigieren soll8. Ich freue mich darauf
sehr. Sie haben noch einen Klavier Auszug9 und
ein Textbuch10 meines Monodrams. Wenn Sie das
nicht brauchen, könnten Sie mirs vielleicht per
Post schicken.
Herzlichen Gruß ergebenst Arnold Schönberg
Verehrter Herr Direktor, Herr Carl Bernhard Philipsen in Berlin (Pianist) möchte meine Klavierstücke in seinen Konzerten spielen, Herr Dr Westarp in Paris, will1 sie in der Soc. internat. de musique aufführen. Ich brauche also dringendst zwei Exemplare. Das Manuskript2 gebe ich selbstverständlich nicht aus der Hand. Sie sagten zu, mir Kopien anfertigen zu lassen. Seien Sie also so freundlichst und geben Sie das Exemplar3 das Sie von Herrn Specht telefonisch einfordern4 müssen (ich habe ihn schon ersucht mir es zu schicken; er tut das aber nicht!!) sofort einem Kopisten. Dem besten den Sie haben. Vielleicht kann es auch bei Ihnen korrigiert werden. Möchten Sie mir nicht auch die George-Lieder kopieren lassen; ich habe die Herrn Westarp vorgeschlagen.
Da ich keine Antwort von Ihnen erhielt nahm ich an Fr. Werndorf möchte heute nicht im Tonk-Ver. spielen und verschob die Sache auf den 21. Sie spielt Bergs Sonate5. und eines meiner Klavierstücke .
Aus Mannheim habe ich die Nachricht6, dass das Material7 schon geschrieben wird und dass ich selbst dirigieren soll8. Ich freue mich darauf sehr. Sie haben noch einen Klavier Auszug9 und ein Textbuch10 meines Monodrams. Wenn Sie das nicht brauchen, könnten Sie mirs vielleicht per Post schicken.
Herzlichen Gruß ergebenst Arnold Schönberg

14. Februar 1910

15. Februar 1910

Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 14. Februar 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6901.

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