Arnold Schönberg an Universal-Edition
8[?]. April 1910
Verehr H. Dir., was ist mit der
Harmonielehre; der Schreib-
maschine und der Dame
die schreiben soll1. Das war
doch eigentlich fix verabredet
und ich habe die ganze Woche
jeden Tag gewartet. Vielleicht
kann ich nächste Woche anfangen.
Bitte sofortige Nachricht! Dann:
Was ist mit dem Notenpapier2?
Harmonielehre; der Schreib-
maschine und der Dame
die schreiben soll1. Das war
doch eigentlich fix verabredet
und ich habe die ganze Woche
jeden Tag gewartet. Vielleicht
kann ich nächste Woche anfangen.
Bitte sofortige Nachricht! Dann:
Was ist mit dem Notenpapier2?
Ich will und muss jetzt arbeiten, weil ich im Sommer was Neues
machen will. Drängen Sie die Eberles doch; das ist doch un[er] -
hört von denen. – ferner: Pell Gurre Lieder I. Theil
haben Sie wohl erhalten! Haben Sie schon bei Schalk
etwas veranlasst3? Das müsste sofort sein. Bitte
vernachlässigen Sie die Sache nicht. Sonst ists zu spät!
Sonst wirds dann heißen, das ist Schuld des Werkes!
machen will. Drängen Sie die Eberles doch; das ist doch un[er] -
hört von denen. – ferner: Pell Gurre Lieder I. Theil
haben Sie wohl erhalten! Haben Sie schon bei Schalk
etwas veranlasst3? Das müsste sofort sein. Bitte
vernachlässigen Sie die Sache nicht. Sonst ists zu spät!
Sonst wirds dann heißen, das ist Schuld des Werkes!
Besten Gruß
Schönberg
NB Warum entscheiden Sie sich nicht wegen Berg. Der
will ja zu einem bestimmten Termin die Sachen gedruckt
haben.
will ja zu einem bestimmten Termin die Sachen gedruckt
haben.
Dame die
schreiben soll
Schönberg diktierte den Text
der Harmonielehre einer Schreibkraft,
die zunächst aus dem Verlagsbüro der UE
beigestellt und später durch eine externe Kraft unterstützt
wurde.
Notenpapier
Für die Arbeit der Gurre-Lieder benötigtes 48-zeiliges
Notenpapier, das neu hergestellt werden musste.
veranlasst
Schönberg
bemühte sich wiederholt Hofopernkapellmeister Franz Schalk, der auch die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
leitete, für eine Aufführung zu gewinnen. Nachdem Schalk der Aufführung des I. Teils nicht beiwohnen konnte, ermahnte Schönberg
Hertzka wiederholt, diesem die
Partitur zukommen zu lassen. Eine Aufführung wurde „aus Gründen
zumeist administrativer Natur“ abgelehnt (Franz Schalk an Arnold
Schönberg, 12. Jänner 1910; ASCC
21680; Franz Schalk an Arnold Schönberg, 11. Juni 1910; ASCC
15588).
Verehr H. Dir., was ist mit der
Harmonielehre; der Schreibmaschine und der Dame die
schreiben soll1. Das war doch eigentlich fix verabredet und ich
habe die ganze Woche
jeden Tag gewartet. Vielleicht kann ich nächste
Woche anfangen. Bitte sofortige Nachricht! Dann: Was ist mit dem Notenpapier2?
Ich will und muss jetzt arbeiten, weil ich im Sommer was Neues machen will.
Drängen Sie die Eberles doch; das ist doch
uner
hört von denen. – ferner:
Gurre Lieder
I. Theil haben Sie wohl erhalten! Haben
Sie schon bei Schalk
etwas veranlasst3? Das müsste sofort sein.
Bitte vernachlässigen Sie die Sache nicht. Sonst ists zu spät! Sonst
wirds dann heißen, das ist Schuld des Werkes!
Besten Gruß
Schönberg
NB Warum entscheiden Sie sich nicht wegen Berg. Der will ja zu einem bestimmten
Termin die Sachen gedruckt haben.
Dame die
schreiben soll
Schönberg diktierte den Text
der Harmonielehre einer Schreibkraft,
die zunächst aus dem Verlagsbüro der UE
beigestellt und später durch eine externe Kraft unterstützt
wurde.
Notenpapier
Für die Arbeit der Gurre-Lieder benötigtes 48-zeiliges
Notenpapier, das neu hergestellt werden musste.
veranlasst
Schönberg
bemühte sich wiederholt Hofopernkapellmeister Franz Schalk, der auch die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
leitete, für eine Aufführung zu gewinnen. Nachdem Schalk der Aufführung des I. Teils nicht beiwohnen konnte, ermahnte Schönberg
Hertzka wiederholt, diesem die
Partitur zukommen zu lassen. Eine Aufführung wurde „aus Gründen
zumeist administrativer Natur“ abgelehnt (Franz Schalk an Arnold
Schönberg, 12. Jänner 1910; ASCC
21680; Franz Schalk an Arnold Schönberg, 11. Juni 1910; ASCC
15588).
8. April 1910 (unsicher)
Datierung laut Poststempel
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Postkarte
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 8[?]. April 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6904.