Arnold Schönberg an Universal-Edition
12. April 1912
Lieber Herr Direktor, bitte lassen Sie schleunigst an
Herrn
Louis Thomas * (dessen Frau in der S. I. d. M. in Paris
die Partie singen wird) mein II. Streichquartett (Fis moll)
mit Gesang in zwei Exemplaren schicken. Hier wäre
wieder der Klavierauszug1 nötig! Denn wer soll das korrepetieren.
– Schreker schreibt2 mir, dass Sie damit einverstanden
sind, dass ich die Gurre-Lieder-Partitur hier in Berlin
kopieren lasse. Bitte schreiben Sie mir umgehend, ob
das richtig ist.
Louis Thomas * (dessen Frau in der S. I. d. M. in Paris
die Partie singen wird) mein II. Streichquartett (Fis moll)
mit Gesang in zwei Exemplaren schicken. Hier wäre
wieder der Klavierauszug1 nötig! Denn wer soll das korrepetieren.
– Schreker schreibt2 mir, dass Sie damit einverstanden
sind, dass ich die Gurre-Lieder-Partitur hier in Berlin
kopieren lasse. Bitte schreiben Sie mir umgehend, ob
das richtig ist.
Mit besten Grüßen Ihr
Arnold Schönberg
E[ben] kommt Ihr Brief3. Ich antworte rasch: Fried hat
nicht mehr die Noten
sondern ich. Seit langem schon haben Sie mir sie selbst geschickt. Aber ich könnte
die Orchesterlieder-Partituren nicht aus der Hand geben, da sie nur in einem
sondern ich. Seit langem schon haben Sie mir sie selbst geschickt. Aber ich könnte
die Orchesterlieder-Partituren nicht aus der Hand geben, da sie nur in einem
Exemplar existieren. Das gleiche gilt für
die Gurre-Lieder Partitur4. Den Schaden hätte
ich allein zu tragen, wenn Sie verloren gienge.
Deshalb muss erst die Partitur, hier in Berlin,
bogenweise abgeschrieben werden, dann
erst die Stimmen. Es gienge rascher wenn
Sie mir direkt den Preis nennen wollten
den Sie für den Partitur-Bogen der Gurre-
Lieder zahlen wollten. Sie wird jedenfalls
teurer kommen, als die Schrekerische5!
mindestens 1/3. Ich werde selbstverständ-
lich Ihr Interesse wahren und so billig wie
möglich anzukommen trachten.
die Gurre-Lieder Partitur4. Den Schaden hätte
ich allein zu tragen, wenn Sie verloren gienge.
Deshalb muss erst die Partitur, hier in Berlin,
bogenweise abgeschrieben werden, dann
erst die Stimmen. Es gienge rascher wenn
Sie mir direkt den Preis nennen wollten
den Sie für den Partitur-Bogen der Gurre-
Lieder zahlen wollten. Sie wird jedenfalls
teurer kommen, als die Schrekerische5!
mindestens 1/3. Ich werde selbstverständ-
lich Ihr Interesse wahren und so billig wie
möglich anzukommen trachten.
Pelleas Stimmen erhielt ich bis jetzt nicht.
Ich bezweifle, dass ich jetzt Zeit zur Correktur
finde!
Ich bezweifle, dass ich jetzt Zeit zur Correktur
finde!
Klavierauszug
Arnold Schönberg erstellte selbst
einen Klavierauszug (verschollen), der zum Zweck der Einstudierung der
Gesangsstimme jedoch nicht geeignet war. Im April
1912 hatte Schönberg
sich offenbar mit Emil Hertzka auf
die Herstellung eines leicht spielbaren Auszugs des dritten und vierten
Satzes verständigt, womit Schönberg
Alban Berg beauftragte (Arnold
Schönberg an Alban Berg, 30. April 1912; ASCC
264). Berg schickte die
Auszüge am 8. bzw. 11. Mai 1912 zur Korrektur an Schönberg (Alban Berg an Arnold
Schönberg, 1. bis 8. Mai 1912; ASCC
19768; Alban Berg an Arnold Schönberg, 11. Mai 1912; ASCC
19769). Bergs
Klavierauszug erschien erst 1921 (Buchon 2015, Bd. 5,
S. 667).
schreibt
Franz Schreker an Arnold
Schönberg, 18. März 1912 (ASCC
16605).
Brief
Partitur
Partiturreinschrift (ASGA B 16/1, Quelle C).
die
Schrekerische
Schönberg hatte sich bei Franz Schreker über die Bezahlung der Abschrift
seiner Oper Das Spielwerk und die Prinzessin erkundigt (ASGA B 16/3, S.
40).
Lieber Herr Direktor, bitte lassen Sie schleunigst an
Herrn
Louis Thomas
(dessen Frau in der S. I. d. M.
in Paris
die Partie singen wird) mein II.
Streichquartett (Fis moll) mit Gesang in zwei Exemplaren
schicken. Hier wäre wieder der Klavierauszug1 nötig! Denn wer soll das korrepetieren. – Schreker
schreibt2 mir, dass Sie damit einverstanden
sind, dass ich die Gurre-Lieder-Partitur
hier in Berlin
kopieren lasse. Bitte
schreiben Sie mir umgehend, ob das richtig ist.
Mit besten Grüßen Ihr
Arnold Schönberg
Eben kommt Ihr Brief3. Ich antworte rasch: Fried hat
nicht mehr die Noten sondern ich. Seit langem schon haben Sie mir sie
selbst geschickt. Aber ich könnte die Orchesterlieder-Partituren nicht aus der Hand geben, da sie nur
in einem Exemplar existieren. Das gleiche gilt für
die Gurre-Lieder
Partitur4. Den Schaden hätte
ich allein zu tragen, wenn Sie verloren gienge. Deshalb muss erst
die Partitur, hier in Berlin,
bogenweise abgeschrieben werden, dann erst die Stimmen. Es gienge
rascher wenn Sie mir direkt den Preis
nennen wollten den Sie für den Partitur-Bogen der Gurre-Lieder zahlen wollten.
Sie wird jedenfalls teurer kommen, als die
Schrekerische5! mindestens 1/3. Ich werde selbstverständlich Ihr Interesse wahren und so billig wie möglich
anzukommen trachten.
Pelleas Stimmen erhielt ich bis jetzt nicht.
Ich bezweifle, dass ich jetzt Zeit zur Correktur finde!
Zu welchem Zweck brauchen Sie die
Kammersinfonie?? Bitte Antwort Sch
Klavierauszug
Arnold Schönberg erstellte selbst
einen Klavierauszug (verschollen), der zum Zweck der Einstudierung der
Gesangsstimme jedoch nicht geeignet war. Im April
1912 hatte Schönberg
sich offenbar mit Emil Hertzka auf
die Herstellung eines leicht spielbaren Auszugs des dritten und vierten
Satzes verständigt, womit Schönberg
Alban Berg beauftragte (Arnold
Schönberg an Alban Berg, 30. April 1912; ASCC
264). Berg schickte die
Auszüge am 8. bzw. 11. Mai 1912 zur Korrektur an Schönberg (Alban Berg an Arnold
Schönberg, 1. bis 8. Mai 1912; ASCC
19768; Alban Berg an Arnold Schönberg, 11. Mai 1912; ASCC
19769). Bergs
Klavierauszug erschien erst 1921 (Buchon 2015, Bd. 5,
S. 667).
schreibt
Franz Schreker an Arnold
Schönberg, 18. März 1912 (ASCC
16605).
Brief
Partitur
Partiturreinschrift (ASGA B 16/1, Quelle C).
die
Schrekerische
Schönberg hatte sich bei Franz Schreker über die Bezahlung der Abschrift
seiner Oper Das Spielwerk und die Prinzessin erkundigt (ASGA B 16/3, S.
40).
12. April 1912 (unsicher)
Datierung laut Poststempel
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Postkarte
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 12. April 1912, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6977.