Lieber Herr Direktor Herzka, ich habe mich entschlossen,[,] bis auf
Weiteres, meine Werke nicht mehr gegen Tantiemen, sondern nur mehr
gegen bar herzugeben. Ihnen dabei einen Vorzug einzuräumen, bin ich
selbstverständlich gerne bereit: Sie sollen si[e] unter der „Weltparität“
erwerben können und vor allen angeboten bekommen. Unbedingt aber
müsste das Erträgnis meiner früheren Werke sichergestellt und
auf eine angemessene[n] Höhe gebracht werden.
Ich hielt es für nötig, Sie schon jetzt davon zu verständigen, weil
ich Gewicht darauf lege, das meine beiden neuen Werke (die bereits
fertige Suite für Klavier1 und das demnächst fertige Quintett für
Blasinstrumente
2 ) gleichzeitig mit den Hansenschen Werken3 erscheinen.
Und da ist nicht mehr allzuviel Zeit.
Viele herzliche Grüsse; Ihr
Lieber Herr Direktor Herzka, ich habe mich entschlossen, bis auf Weiteres, meine Werke nicht mehr gegen Tantiemen, sondern nur mehr gegen bar herzugeben. Ihnen dabei einen Vorzug einzuräumen, bin ich selbstverständlich gerne bereit: Sie sollen sie unter der „Weltparität“ erwerben können und vor allen angeboten bekommen. Unbedingt aber müsste das Erträgnis meiner früheren Werke sichergestellt und auf eine angemessene Höhe gebracht werden.
Ich hielt es für nötig, Sie schon jetzt davon zu verständigen, weil ich Gewicht darauf lege, das meine beiden neuen Werke (die bereits fertige Suite für Klavier1 und das demnächst fertige Quintett für Blasinstrumente2 ) gleichzeitig mit den Hansenschen Werken3 erscheinen. Und da ist nicht mehr allzuviel Zeit.
Viele herzliche Grüsse; Ihr Arnold Schönberg

17. Mai 1923


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 17. Mai 1923, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.845.

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