Herrn Professor Arnold Schönberg
Zehlendorf/Wannseeb.
Lieber Herr Schönberg!
Ich habe endlich heute früh eine Antwort von Herrn
Messner erhalten. Ich habe Ihnen wohl schon früher ein-
mal mitgeteilt, dass er keine rechte Stellung zu Ihrer
Kunst finden kann. Daher kommt es, dass er von einer
Subvention Ihres Konzertes1 absehen will.
Dass ich Ihnen nicht anfangs des Winters
geschrieben habe, ist nicht böse gemeint. Sie wissen
ja, dass ich in der Saison von früh bis spät ein-
gespannt bin
2 und kaum aufatmen kann. Es
würde mich freuen Sie und Ihre Frau einmal
bei uns zu sehen. Nur ist augenblicklich meine
Frau verreist; ich werde mich alsbald nach ihrer
Rückkehr dann noch einmal melden.
Mit besten Grüßen von Haus zu Haus
Ihr
Max Marschalk
Herrn Professor Arnold Schönberg
Zehlendorf/Wannseeb.
Lieber Herr Schönberg!
Ich habe endlich heute früh eine Antwort von Herrn Messner erhalten. Ich habe Ihnen wohl schon früher einmal mitgeteilt, dass er keine rechte Stellung zu Ihrer Kunst finden kann. Daher kommt es, dass er von einer Subvention Ihres Konzertes1 absehen will.
Dass ich Ihnen nicht anfangs des Winters geschrieben habe, ist nicht böse gemeint. Sie wissen ja, dass ich in der Saison von früh bis spät eingespannt bin2 und kaum aufatmen kann. Es würde mich freuen Sie und Ihre Frau einmal bei uns zu sehen. Nur ist augenblicklich meine Frau verreist; ich werde mich alsbald nach ihrer Rückkehr dann noch einmal melden.
Mit besten Grüßen von Haus zu Haus Ihr Max Marschalk

20. Jänner 1912


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Verlag Dreililien an Arnold Schönberg, 20. Jänner 1912, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.12423.

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