Arnold Schönberg an Universal-Edition
28. September 1928
Roquebrune Cap Martin, Pavillon
Sévigné
28.IX.1928
PT UE, da ich nicht ausfindig machen kann, ob und wo ich hier die
Partitur1 photographieren lassen kann, muss das also in Wien bei der
Kontophot-Gesellschaft erfolgen. Ich sende Ihnen zu diesem Zweck
heute das ganze, weiss aber noch nicht wie, da ich die Bestimmungen
erst bei der Post erfahre. Ich bitte Sie nun sofort nach Empfang
bei der Kontophot telefonisch eine Stunde zu verlangen, zu wel-
cher in Gegenwart eines verlässlichen Boten (kann man Stein da-
rum bitten??) die erste Aufnahme (negativ) erfolgt. Der Bote kann
hierauf mit dem Manuskript nach hause gehen und es wieder an mich
senden lassen. Die Kontophot entwickeln dann das Negativ2 und können
für den Stich und für Furtwängler je ein Positiv3 bis zum nächsten
Tag (ich weiss das aus Berlin) fertigmachen. Dann ist das eine so [r]
rasch [w]als möglich an Furtwängler zu senden! Das Manuskript sollte,
um nicht sich zu verwischen und gänzlich unbrauchbar zu werden (um
rechtzeitig fertig zu werden, habe ich mit Bleistift ges[d]chrieben)
nicht unnötig lange herumliegen. Bitte also keine Zeit zu verlieren!
Ich muss nun schliessen um nach Monte Carlo zur Post zu fahren.
Näheres dann sofort.
Partitur1 photographieren lassen kann, muss das also in Wien bei der
Kontophot-Gesellschaft erfolgen. Ich sende Ihnen zu diesem Zweck
heute das ganze, weiss aber noch nicht wie, da ich die Bestimmungen
erst bei der Post erfahre. Ich bitte Sie nun sofort nach Empfang
bei der Kontophot telefonisch eine Stunde zu verlangen, zu wel-
cher in Gegenwart eines verlässlichen Boten (kann man Stein da-
rum bitten??) die erste Aufnahme (negativ) erfolgt. Der Bote kann
hierauf mit dem Manuskript nach hause gehen und es wieder an mich
senden lassen. Die Kontophot entwickeln dann das Negativ2 und können
für den Stich und für Furtwängler je ein Positiv3 bis zum nächsten
Tag (ich weiss das aus Berlin) fertigmachen. Dann ist das eine so [r]
rasch [w]als möglich an Furtwängler zu senden! Das Manuskript sollte,
um nicht sich zu verwischen und gänzlich unbrauchbar zu werden (um
rechtzeitig fertig zu werden, habe ich mit Bleistift ges[d]chrieben)
nicht unnötig lange herumliegen. Bitte also keine Zeit zu verlieren!
Ich muss nun schliessen um nach Monte Carlo zur Post zu fahren.
Näheres dann sofort.
Mit besten Grüssen, auch an Direktor Herzka, von
dem ich gar nichts höre; Ihr
dem ich gar nichts höre; Ihr
Partitur
Variationen für Orchester op. 31,
Partiturreinschrift, autograph (ASGA B 13, Quelle C).
Negativ
Negativkopie der
Partiturreinschrift (ASGA B 13, Quelle Ca).
je
ein
Positiv
Eine Photokopie der
Partiturreinschrift (ASGA B 13, Quelle Cb) diente als Stichvorlage. Aus Felix
Greissle an Arnold Schönberg, Oktober 1928 (ASCC
11659), geht hervor, dass eine weitere, nicht erhaltene Kopie
an Wilhelm Furtwängler ging.
Roquebrune Cap Martin, Pavillon
Sévigné
28.IX.1928
PT UE, da ich nicht ausfindig machen kann, ob und wo ich hier die
Partitur1 photographieren lassen kann, muss das also in Wien bei der
Kontophot-Gesellschaft erfolgen. Ich sende Ihnen
zu diesem Zweck heute das ganze, weiss aber noch nicht wie, da ich die
Bestimmungen erst bei der Post erfahre. Ich bitte Sie nun sofort nach Empfang bei der Kontophot telefonisch eine Stunde zu verlangen, zu welcher in Gegenwart eines verlässlichen Boten (kann man Stein darum bitten??) die erste Aufnahme (negativ) erfolgt. Der Bote
kann hierauf mit dem Manuskript nach hause gehen und es wieder an mich
senden lassen. Die Kontophot entwickeln
dann das Negativ2 und können für den Stich und für Furtwängler
je
ein
Positiv3 bis zum nächsten Tag (ich weiss das aus
Berlin) fertigmachen. Dann ist das
eine so
rasch als möglich an Furtwängler zu
senden! Das Manuskript sollte, um nicht sich zu verwischen und gänzlich
unbrauchbar zu werden (um rechtzeitig fertig zu werden, habe ich mit
Bleistift geschrieben) nicht unnötig lange herumliegen. Bitte also keine Zeit
zu verlieren! Ich muss nun schliessen um nach Monte Carlo
zur Post zu fahren. Näheres dann sofort.
Partitur
Variationen für Orchester op. 31,
Partiturreinschrift, autograph (ASGA B 13, Quelle C).
Negativ
Negativkopie der
Partiturreinschrift (ASGA B 13, Quelle Ca).
je
ein
Positiv
Eine Photokopie der
Partiturreinschrift (ASGA B 13, Quelle Cb) diente als Stichvorlage. Aus Felix
Greissle an Arnold Schönberg, Oktober 1928 (ASCC
11659), geht hervor, dass eine weitere, nicht erhaltene Kopie
an Wilhelm Furtwängler ging.
28. September 1928
1. Oktober 1928
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Brief
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 28. September 1928, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.1497.