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Hochwohlgeboren
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Beigeschlossen erhalten Sie eine Gesamtaufstellung Ihres
Kontos, aus welcher Sie ersehen können, dass der Endbetrag Ihrer
Abrechnung in Ordnung geht. Die von Ihnen bemängelte Divergenz in
den seinerzeitigen Abrechnungen bezgl. des Saldovortrages wurde
bereits in einer der darauffolgenden Abrechnungen richtiggestellt
und hat es sich, wie unsere Buchhaltung mitteilt, um nichts ande-
res gehandelt, als dass zwei Vorschusszahlungen per je 500 Kronen
die auf dem Konto ordnungsgemäss gebucht waren, aus dem Saldo aus-
geschieden und in die Abrechnung eingestellt wurden. Immerhin er-
sehen Sie aus der mitfolgenden Gesamtaufstellung Ihres Kontos,
dass dasselbe in Ordnung geht.
Was nun Ihre Berufung auf die Abmachung1 vom 22. November
1910 betrifft, nach welcher Ihnen von „Pelleas“ die Hälfte der in
halbjährlicher Abrechnung zu verrechnenden Beträge bar ausbezahlt
werden soll, haben Sie es vollständig übersehen, dass Sie zka. acht-
einhalb Monate[s] später und zwar am 2. August 1911 auf Ihr Gesamt-
konto einen weiteren Vorschuss von 1000 Kronen erhalten haben und

dass Sie in der Bestätigung über diesen Betrag folgende Erklärung
abgegeben haben: …„und erkläre ausdrücklich, dass erst nach Til-
gung dieses Betrages weitere Zahlungen an mich zu leisten sind“. Es

ist demnach klar, dass die betreffende Pelleas-Hälfte mit zur
Deckung dieses Vorschusses von 1000 Kronen zu dienen hat.
Indem wir Sie bitten, hievon gefl. Kenntnis zu nehmen,
zeichnen wir
hochachtungsvoll ergeben

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Hochwohlgeboren
Sehr geehrter Herr Schönberg!
Beigeschlossen erhalten Sie eine Gesamtaufstellung Ihres Kontos, aus welcher Sie ersehen können, dass der Endbetrag Ihrer Abrechnung in Ordnung geht. Die von Ihnen bemängelte Divergenz in den seinerzeitigen Abrechnungen bezgl. des Saldovortrages wurde bereits in einer der darauffolgenden Abrechnungen richtiggestellt und hat es sich, wie unsere Buchhaltung mitteilt, um nichts anderes gehandelt, als dass zwei Vorschusszahlungen per je 500 Kronen die auf dem Konto ordnungsgemäss gebucht waren, aus dem Saldo ausgeschieden und in die Abrechnung eingestellt wurden. Immerhin ersehen Sie aus der mitfolgenden Gesamtaufstellung Ihres Kontos, dass dasselbe in Ordnung geht.
Was nun Ihre Berufung auf die Abmachung1 vom 22. November 1910 betrifft, nach welcher Ihnen von „Pelleas“ die Hälfte der in halbjährlicher Abrechnung zu verrechnenden Beträge bar ausbezahlt werden soll, haben Sie es vollständig übersehen, dass Sie zka. achteinhalb Monate später und zwar am 2. August 1911 auf Ihr Gesamtkonto einen weiteren Vorschuss von 1000 Kronen erhalten haben und dass Sie in der Bestätigung über diesen Betrag folgende Erklärung abgegeben haben: …„und erkläre ausdrücklich, dass erst nach Tilgung dieses Betrages weitere Zahlungen an mich zu leisten sind“. Es ist demnach klar, dass die betreffende Pelleas-Hälfte mit zur Deckung dieses Vorschusses von 1000 Kronen zu dienen hat.
Indem wir Sie bitten, hievon gefl. Kenntnis zu nehmen,
zeichnen wir
hochachtungsvoll ergeben Hertzka

3. September 1913


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 3. September 1913, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17493.

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