Universal-Edition an Arnold Schönberg
5. Mai 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 5. Mai 1914.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 5. Mai 1914.
W
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Lieber Herr Schönberg!
In sofortiger Erledigung Ihres gesch. Gestrigen
muss ich
mich in Angelegenheit meiner Monodrampartitur-Idee nicht gut
ausgedrückt haben, denn ich wollte, dass wir Partitur und Kla-
vierauszug zu einer einzigen Ausgabe verbinden und dachte nicht
daran, dass ausserdem noch ein Klavierauszug gemacht werden würde.
Wenn Sie nun als Voraussetzung zu Ihrer Zustimmung zu dieser Art
des Partitur-Arrangements die Einschränkung knüpfen, dass die
Drucklegung eines Klavierauszuges durch diese Einrichtung nur
hinausgeschoben werde, so muss ich meine Idee als „zwecklos aber
kostspielig“ zurückziehen, denn wenn dieser Klavierauszug weder
zum Korrepetieren noch fürs grosse Publikum ist, wie Sie selbst
schreiben, dann kann er doch nur für den kleinen Kreis wirklich
ernster Musiker in Betracht kommen, die sich zwar für Ihre Par-
titur sehr interessieren werden, aber weniger für einen schwer
spielbaren Klaviersatz des Herrn Steuermann. Wir wollen daher die
von mir aufgeworfene neue Idee als gegenstandslos, wieder ad acta
legen. Unter diesen Umständen ist auch die derzeitige Druckreifstel-
lung des Klavierauszuges nicht aktuell.
mich in Angelegenheit meiner Monodrampartitur-Idee nicht gut
ausgedrückt haben, denn ich wollte, dass wir Partitur und Kla-
vierauszug zu einer einzigen Ausgabe verbinden und dachte nicht
daran, dass ausserdem noch ein Klavierauszug gemacht werden würde.
Wenn Sie nun als Voraussetzung zu Ihrer Zustimmung zu dieser Art
des Partitur-Arrangements die Einschränkung knüpfen, dass die
Drucklegung eines Klavierauszuges durch diese Einrichtung nur
hinausgeschoben werde, so muss ich meine Idee als „zwecklos aber
kostspielig“ zurückziehen, denn wenn dieser Klavierauszug weder
zum Korrepetieren noch fürs grosse Publikum ist, wie Sie selbst
schreiben, dann kann er doch nur für den kleinen Kreis wirklich
ernster Musiker in Betracht kommen, die sich zwar für Ihre Par-
titur sehr interessieren werden, aber weniger für einen schwer
spielbaren Klaviersatz des Herrn Steuermann. Wir wollen daher die
von mir aufgeworfene neue Idee als gegenstandslos, wieder ad acta
legen. Unter diesen Umständen ist auch die derzeitige Druckreifstel-
lung des Klavierauszuges nicht aktuell.
Auch ich bin sehr froh, dass die Harmonielehre-Frage als
entgiltig gelöst erscheint und ich bitte Sie, mir den Ihnen vor
vielen Wochen zugegangenen Vertrag1 zurückzusenden, damit ich den Punkt
über die Harmonielehre noch aufnehmen kann und Sie ihn dann definitiv
unterschreiben können.
entgiltig gelöst erscheint und ich bitte Sie, mir den Ihnen vor
vielen Wochen zugegangenen Vertrag1 zurückzusenden, damit ich den Punkt
über die Harmonielehre noch aufnehmen kann und Sie ihn dann definitiv
unterschreiben können.
Den Korrekturabzug der Georgelieder
& der Kammersymphonie haben Sie inzwischen
ja erhalten. Sie sehen, ich entspreche Ihren Wünschen so weit als
irgend möglich. Pierrot Korrectur erwarte ich stündlich.
ja erhalten. Sie sehen, ich entspreche Ihren Wünschen so weit als
irgend möglich. Pierrot Korrectur erwarte ich stündlich.
Mit vielen herzlichen Grüssen
Ihr in aufrichtiger
Hochschätzung
ergebener
ergebener
Vertrag
Vermutlich Vertrag, 14. Jänner 1914.
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 5. Mai 1914.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Sternwartenstr. 15–21
WIEN
I·Reichsratsstrasse 9
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 22877·Bank-Konto: k·k·privil·österr.
Länderbank, Wien·Postsparkassen-Konto: 57557.
Wien 5. Mai 1914.
W
Lieber Herr Schönberg!
In sofortiger Erledigung Ihres gesch. Gestrigen
muss ich mich in Angelegenheit meiner Monodrampartitur-Idee nicht gut ausgedrückt haben, denn ich
wollte, dass wir Partitur und Klavierauszug zu einer einzigen Ausgabe verbinden und dachte nicht
daran, dass ausserdem noch ein Klavierauszug gemacht werden würde.
Wenn Sie nun als Voraussetzung Ihrer
Zustimmung zu dieser Art des Partitur-Arrangements die Einschränkung
knüpfen, dass die Drucklegung eines Klavierauszuges durch diese Einrichtung
nur hinausgeschoben werde, so muss ich meine Idee als „zwecklos aber
kostspielig“ zurückziehen, denn wenn dieser Klavierauszug weder zum
Korrepetieren noch fürs grosse Publikum ist, wie Sie selbst schreiben, dann
kann er doch nur für den kleinen Kreis wirklich ernster Musiker in Betracht
kommen, die sich zwar für Ihre Partitur sehr interessieren werden, aber weniger für einen schwer
spielbaren Klaviersatz des Herrn Steuermann. Wir wollen daher die von mir aufgeworfene neue
Idee als gegenstandslos, wieder ad acta legen. Unter diesen Umständen ist
auch die derzeitige Druckreifstellung des Klavierauszuges nicht
aktuell.
Auch ich bin sehr froh, dass die Harmonielehre-Frage als entgiltig gelöst erscheint und ich bitte
Sie, mir den Ihnen vor vielen Wochen zugegangenen Vertrag1 zurückzusenden, damit ich den Punkt über die Harmonielehre noch aufnehmen kann und Sie ihn
dann definitiv unterschreiben können.
Den Korrekturabzug der Georgelieder
& der Kammersymphonie haben Sie inzwischen ja erhalten. Sie sehen,
ich entspreche Ihren Wünschen so weit als irgend möglich. Pierrot Korrectur erwarte ich
stündlich.
Vertrag
Vermutlich Vertrag, 14. Jänner 1914.
5. Mai 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 5. Mai 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17536.