D/M.
Wien, 13. August 1926.
Herrn
RAGUSA,
Sehr verehrter, lieber Meister Schönberg!
Auch ich habe es ausserordentlich bedauert, dass ich
Sie vor Ihrer Abreise1 nicht mehr sehen konnte. Ich bin einen Tag
vor Ihrer Reise zurückgekehrt und hatte nicht gewusst, dass Sie
schon am nächsten Tage wegfahren, sonst hätte ich selbst getrachtet,
noch eine Zusammenkunft zu ermöglichen, um Ihnen über die dortigen
Verhältnisse etwas mitzuteilen. Nun sind Sie aber, wie Sie selbst
schreiben, dort im Hotel Lapad zufriedenstellend untergebracht und
werden hoffentlich die schönen Bäder in der Martinsbucht täglich
geniessen können. Ich selbst habe in Ragusa im Hotel Odak gewohnt,
war dort sehr zufrieden, fand es aber allerdings sehr teuer und in
Bezug auf das Bad nicht ganz bequem. Dafür ist aber die Lage ganz
einzig schön und mit der des Hotel Lapad kaum zu vergleichen. Sie
werden es wohl nicht unterlassen, nach Lacroma hinüberzufahren, um
den wunderschönen Spaziergang um die Insel herum zu geniessen.
Herr Greissle hat die Partitur2 sowie 3 Stimmen der
Suite“ bisher abgeliefert und will die übrigen Stimmen in den aller-
nächsten Tagen bringen. Sobald das Manuskript komplett abgeliefert
sein wird, wird es sofort zum Stich3 gehen.
Ihrem Sohne Georg werden die 250 S zu Lasten Ihres
Kontos (resp. auf Rechnung Ihrer Berliner Septembergage) ausbezahlt.

Die beiden Chorpartituren4 sind schon seit einiger Zeit
im Druck und werden recht bald erscheinen.
In der Hoffnung, dass es Ihnen und Ihrer lieben Frau
dort sehr gut geht und dass Sie beide, von der dalmatinischen
Sonne gebräunt, in bestem Wohlbefinden und in bester Laune nach
Wien zurückkehren werden, begrüsse ich Sie herzlichst als Ihr, in warmer Verehrung ergebener
D/M.
Wien, 13. August 1926.
Herrn
RAGUSA,
Sehr verehrter, lieber Meister Schönberg!
Auch ich habe es ausserordentlich bedauert, dass ich Sie vor Ihrer Abreise1 nicht mehr sehen konnte. Ich bin einen Tag vor Ihrer Reise zurückgekehrt und hatte nicht gewusst, dass Sie schon am nächsten Tage wegfahren, sonst hätte ich selbst getrachtet, noch eine Zusammenkunft zu ermöglichen, um Ihnen über die dortigen Verhältnisse etwas mitzuteilen. Nun sind Sie aber, wie Sie selbst schreiben, dort im Hotel Lapad zufriedenstellend untergebracht und werden hoffentlich die schönen Bäder in der Martinsbucht täglich geniessen können. Ich selbst habe in Ragusa im Hotel Odak gewohnt, war dort sehr zufrieden, fand es allerdings sehr teuer und in Bezug auf das Bad nicht ganz bequem. Dafür ist aber die Lage ganz einzig schön und mit der des Hotel Lapad kaum zu vergleichen. Sie werden es wohl nicht unterlassen, nach Lacroma hinüberzufahren, um den wunderschönen Spaziergang um die Insel herum zu geniessen.
Herr Greissle hat die Partitur2 sowie 3 Stimmen der „Suite“ bisher abgeliefert und will die übrigen Stimmen in den allernächsten Tagen bringen. Sobald das Manuskript komplett abgeliefert sein wird, wird es sofort zum Stich3 gehen.
Ihrem Sohne Georg werden die 250 S zu Lasten Ihres Kontos (resp. auf Rechnung Ihrer Berliner Septembergage) ausbezahlt.
Die beiden Chorpartituren4 sind schon seit einiger Zeit im Druck und werden recht bald erscheinen.
In der Hoffnung, dass es Ihnen und Ihrer lieben Frau
dort sehr gut geht und dass Sie beide, von der dalmatinischen
Sonne gebräunt, in bestem Wohlbefinden und in bester Laune nach
Wien zurückkehren werden, begrüsse ich Sie herzlichst als Ihr, in warmer Verehrung ergebener
Emil Hertzka

13. August 1926


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection



Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 13. August 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17663.

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