D/R/M.
Wien, 29. April 1926.
Herrn
Verehrter Meister Schönberg!
Unmittelbar vor meiner Abreise kommt Ihr Telegramm,
in dessen Verfolge ich sofort an Hörth1 einen längeren
Brief geschrieben habe. Obwohl ich Ihren Wunsch Hörth weiter-
gegeben habe, halte ich mich verpflichtet, Ihnen zu sagen, dass
Hörth ein so ausserordentlich überbürdeter Mensch ist, der, wie
Sie vielleicht gar nicht wissen, ganz allein die Arbeit des
Intendanten neben seiner Arbeit als Regisseur und Professor lei-
stet. Es wäre also ganz bestimmt kein Mangel an gutem Willen,
wenn es ihm nicht möglich wäre, Sie aufzusuchen. Ich hoffe, dass
Sie, wenn meine Befürchtung wider Erwarten zutreffen sollte,
vielleicht eine andere Möglichkeit der Aussprache werden vor-
schlagen können. Das wichtigste ist, dass eine Aussprache zwi-
schen Ihnen und Hörth stattfindet, an dem „wo“ wird die Sache
doch nicht scheitern müssen! – Ich reise für 8–10 Tage geschäft-
lich nach Italien und hoffe, nach meiner Rückkehr Mitteilungen
über den günstigen Ausgang der Besprechung zwischen Ihnen und
Hörth vorzufinden.
Mit herzlichen Grüssen Ihr, in warmer Verehrung ergebener

D/R/M.
Wien, 29. April 1926.
Verehrter Meister Schönberg!
Unmittelbar vor meiner Abreise kommt Ihr Telegramm, in dessen Verfolge ich sofort an Hörth1 einen längeren Brief geschrieben habe. Obwohl ich Ihren Wunsch Hörth weitergegeben habe, halte ich mich verpflichtet, Ihnen zu sagen, dass Hörth ein so ausserordentlich überbürdeter Mensch ist, der, wie Sie vielleicht gar nicht wissen, ganz allein die Arbeit des Intendanten neben seiner Arbeit als Regisseur und Professor leistet. Es wäre also ganz bestimmt kein Mangel an gutem Willen, wenn es ihm nicht möglich wäre, Sie aufzusuchen. Ich hoffe, dass Sie, wenn meine Befürchtung wider Erwarten zutreffen sollte, vielleicht eine andere Möglichkeit der Aussprache werden vorschlagen können. Das wichtigste ist, dass eine Aussprache zwischen Ihnen und Hörth stattfindet, an dem „wo“ wird die Sache doch nicht scheitern müssen! – Ich reise für 8–10 Tage geschäftlich nach Italien und hoffe, nach meiner Rückkehr Mitteilungen über den günstigen Ausgang der Besprechung zwischen Ihnen und Hörth vorzufinden.
Mit herzlichen Grüssen Ihr, in warmer Verehrung ergebener Emil Hertzka

29. April 1926


The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 29. April 1926, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17676.

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