Universal-Edition an Arnold Schönberg
29. Oktober 1914
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 29. Oktober 1914.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 29. Oktober 1914.
W
Wohlgeboren
Herrn Arnold Schönberg
Seit vielen Wochen habe ich von Ihnen nichts gehört und
bedauere dies sehr. – Gestern erhielt ich auf wiederholte Re-
klamationen aus Amsterdam, von der Firma Alsbach die Nachricht,
dass der Concert-Gebouw-Verein1 dort bereit ist, das Material
„Gurre-Lieder“ schon jetzt zu beziehen und zu bezahlen, doch
müsste die Expedition desselben in diesem Falle erfolgen und das
Material in Amsterdam verbleiben.
bedauere dies sehr. – Gestern erhielt ich auf wiederholte Re-
klamationen aus Amsterdam, von der Firma Alsbach die Nachricht,
dass der Concert-Gebouw-Verein1 dort bereit ist, das Material
„Gurre-Lieder“ schon jetzt zu beziehen und zu bezahlen, doch
müsste die Expedition desselben in diesem Falle erfolgen und das
Material in Amsterdam verbleiben.
Wiewohl wir eigentlich die Sache anders vorgesehen haben,
werde ich doch Alles daran setzen, um ein zweites Material so
komplett, in tadelloser Verfassung einrichten zu lassen, dass
die Expedition des einen Materiales nach Amsterdam ehestens er-
folgen kann.
werde ich doch Alles daran setzen, um ein zweites Material so
komplett, in tadelloser Verfassung einrichten zu lassen, dass
die Expedition des einen Materiales nach Amsterdam ehestens er-
folgen kann.
Vielleicht lassen Sie mich doch wissen, wie es Ihnen geht
und wie Sie die schwere Zeit dort durchmachen. Meine, vor län-
gerer Zeit vorgenommenen Versuche, Ihnen hier einen Wirkungskreis
zu verschaffen, sind leider gescheitert, sonst hätte ich mich
damals selbstredend gleich gemeldet.
und wie Sie die schwere Zeit dort durchmachen. Meine, vor län-
gerer Zeit vorgenommenen Versuche, Ihnen hier einen Wirkungskreis
zu verschaffen, sind leider gescheitert, sonst hätte ich mich
damals selbstredend gleich gemeldet.
Hier haben sich die Verhältnisse seit anfangs Oktober
ein wenig gebessert. Jetzt ist wieder ein kleiner Stillstand
ein wenig gebessert. Jetzt ist wieder ein kleiner Stillstand
eingetreten, aber wir hoffen, sobald wieder gute Nachrichten
einlaufen, auf weitere Besserung.
einlaufen, auf weitere Besserung.
Ihren Mitteilungen mit großem Interesse entgegensehend,
begrüße ich Sie in warmer Verehrtung
ergebenst
begrüße ich Sie in warmer Verehrtung
ergebenst
Sollte Ihnen in nächster
Zeit ein kleiner Vorschuss
wichtig sein, dann würde ich
trachten für Sie einen solchen
durchzusetzen. –
Zeit ein kleiner Vorschuss
wichtig sein, dann würde ich
trachten für Sie einen solchen
durchzusetzen. –
Concert-Gebouw-Verein
Der Vorstand des Chorvereines Gesellschaft zur Beförderung der Tonkunst knüpfte die Realisierung einer Gurre-Lieder-Aufführung in Amsterdam an die Bedingung, das
Orchester- und Chormaterial nicht leihweise, sondern käuflich zu
erwerben. Schönberg hielt im
Sommer Proben ab, die Aufführung
fand kriegsbedingt jedoch nicht statt (Willem Mengelberg an
Arnold Schönberg, 4. März 1914; ASCC 14249; Algemeen Handelsblad 1914).
UNIVERSAL-EDITION, A.-G.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 29. Oktober 1914.
Jos·Aibl Verlag, G. m. b. H.
LEIPZIG
Seeburgstr. 14–20
WIEN
I·Karlsplatz 6·
Musikvereinsgebäude
Telegramm-Adresse: Musikedition, Wien
Telefon No 3228, 4533·Bank-Konto: k-k·priv·öst·
Länderbank. Wien·Postsparkassen·Konto 57557.
Wien 29. Oktober 1914.
W
Seit vielen Wochen habe ich von Ihnen nichts gehört und bedauere dies sehr.
– Gestern erhielt ich auf wiederholte Reklamationen aus Amsterdam, von der Firma Alsbach
die Nachricht, dass der Concert-Gebouw-Verein1 dort bereit
ist, das Material „Gurre-Lieder“ schon jetzt
zu beziehen und zu bezahlen, doch müsste die Expedition desselben in diesem
Falle erfolgen und das Material in Amsterdam verbleiben.
Wiewohl wir eigentlich die Sache anders vorgesehen haben, werde ich doch Alles
daran setzen, um ein zweites Material so komplett, in tadelloser Verfassung
einrichten zu lassen, dass die Expedition des einen Materiales nach Amsterdam ehestens erfolgen kann.
Vielleicht lassen Sie mich doch wissen, wie es Ihnen geht und wie Sie die
schwere Zeit dort durchmachen. Meine, vor längerer Zeit vorgenommenen Versuche, Ihnen hier einen Wirkungskreis zu
verschaffen, sind leider gescheitert, sonst hätte ich mich damals selbstredend
gleich gemeldet.
Hier haben sich die Verhältnisse seit anfangs Oktober
ein wenig gebessert. Jetzt ist wieder ein kleiner Stillstand eingetreten, aber wir hoffen, sobald wieder gute Nachrichten einlaufen, auf
weitere Besserung.
Ihren Mitteilungen mit großem Interesse entgegensehend, begrüße ich
Sie
in warmer Verehrtung
ergebenst
Hertzka
Hertzka
Sollte Ihnen in nächster Zeit ein kleiner
Vorschuss wichtig sein, dann würde ich trachten für Sie einen solchen
durchzusetzen. –
Concert-Gebouw-Verein
Der Vorstand des Chorvereines Gesellschaft zur Beförderung der Tonkunst knüpfte die Realisierung einer Gurre-Lieder-Aufführung in Amsterdam an die Bedingung, das
Orchester- und Chormaterial nicht leihweise, sondern käuflich zu
erwerben. Schönberg hielt im
Sommer Proben ab, die Aufführung
fand kriegsbedingt jedoch nicht statt (Willem Mengelberg an
Arnold Schönberg, 4. März 1914; ASCC 14249; Algemeen Handelsblad 1914).
29. Oktober 1914
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Universal-Edition an Arnold Schönberg, 29. Oktober 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17699.