schl/Fi.
Wien, am 1. November 1941.
Herrn
Brentwood Park
Los Angeles
Californien
Sehr verehrter Herr Schoenberg!
Ihr Brief vom 21. Februar 1941 ist tatsächlich
verlorengegangen. Wir hätten ihn selbstverständlich sofort
beantwortet. Wir haben nun jetzt die Abschrift mit Ihrem Schreiben
vom 10. August 1941 erhalten und beeilen uns Ihnen zu antworten.
Wir wollen uns bereit erklären Ihnen die
Genehmigung zu erteilen, Partituren des Pierrot lunaire in
U.S.A. herstellen zu lassen und diese den Platten beizulegen1.
Diese Partituren dürfen allerdings dann ausschliesslich zu diesem
Zweck verwendet werden. Um die finanzielle Voraussetzung dafür
festzustellen, müssten wir allerdings wissen:
1. wieviele Exemplare hergestellt werden,
2. den Preis, falls diese Partituren verkauft werden
3. ob der Käufer der Platten, wenn er die Partitur miterwirbt,
ausserdem noch einen Kaufpreis für die Partitur zu zahlen
hat oder ob die Partitur in dem Kaufpreis inbegriffen ist,
der Platten inbegriffen ist, das heisst, ob etwa die
Grammophongesellschaft die Partituren von Ihnen erwirbt.
Geben Sie uns bitte möglichst genau an, wie die Angelegenheit
organisiert werden soll, erst dann können wir Ihnen den Betrag
nennen, der als unser Verlegeranteil anzusetzen ist.
Mit der Witwe Otto Erich Hartleben’s sind keine
besonderen Abmachungen2 getroffen worden.
Wir senden Ihnen gleichzeitig einige Exemplare
der von Ihnen gewünschten Stücke an Sie und hoffen, dass Sie sie
richtig erhalten. Bestätigen Sie uns bitte den Empfang.
Bezüglich des Copyright senden wir Ihnen anbei
die Abschriften von zwei Briefen, einen an Sie und einen an die
Register of Copyrights3, aus welchen Sie entnehmen können, dass
wir diesbezüglich bereits selbst etwas unternommen haben. Haben
Sie die Erklärungen4 an das Register und an uns abgesandt? Bitte
auch diesbezüglich um Nachricht.
Mit vorzüglichster Hochachtung
UNIVERSAL-EDITION 1 Beilage5

schl/Fi.
Wien, am 1. November 1941.
Herrn
Brentwood Park
Los Angeles
Californien
Sehr verehrter Herr Schoenberg!
Ihr Brief vom 21. Februar 1941 ist tatsächlich verlorengegangen. Wir hätten ihn selbstverständlich sofort beantwortet. Wir haben nun jetzt die Abschrift mit Ihrem Schreiben vom 10. August 1941 erhalten und beeilen uns Ihnen zu antworten.
Wir wollen uns bereit erklären Ihnen die Genehmigung zu erteilen, Partituren des Pierrot lunaire in U.S.A. herstellen zu lassen und diese den Platten beizulegen1. Diese Partituren dürfen allerdings dann ausschliesslich zu diesem Zweck verwendet werden. Um die finanzielle Voraussetzung dafür festzustellen, müssten wir allerdings wissen:
1. wieviele Exemplare hergestellt werden,
2. den Preis, falls diese Partituren verkauft werden
3. ob der Käufer der Platten, wenn er die Partitur miterwirbt, ausserdem noch einen Kaufpreis für die Partitur zu zahlen hat oder ob die Partitur in dem Kaufpreis der Platten inbegriffen ist, das heisst, ob etwa die Grammophongesellschaft die Partituren von Ihnen erwirbt.
Geben Sie uns bitte möglichst genau an, wie die Angelegenheit organisiert werden soll, erst dann können wir Ihnen den Betrag nennen, der als unser Verlegeranteil anzusetzen ist.
Mit der Witwe Otto Erich Hartleben’s sind keine besonderen Abmachungen2 getroffen worden.
Wir senden Ihnen gleichzeitig einige Exemplare der von Ihnen gewünschten Stücke an Sie und hoffen, dass Sie sie richtig erhalten. Bestätigen Sie uns bitte den Empfang.
Bezüglich des Copyright senden wir Ihnen anbei die Abschriften von zwei Briefen, einen an Sie und einen an die Register of Copyrights3, aus welchen Sie entnehmen können, dass wir diesbezüglich bereits selbst etwas unternommen haben. Haben Sie die Erklärungen4 an das Register und an uns abgesandt? Bitte auch diesbezüglich um Nachricht.
Mit vorzüglichster Hochachtung
UNIVERSAL-EDITION
Schlee
1 Beilage5

1. November 1941



The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection


Brief

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 1. November 1941, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.17722.

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