Arnold Schönberg an Universal-Edition
21. Februar 1941
BRENTWOOD PARK
LOS ANGELES CALIFORNIA
21.II.1941
An die Dir[e]ktion der
I. Karlsplatz 6
Wien. Germany, Ostmark
Ich nehme an, dass die Columbia Recording Company
sich mit Ihnen in Verbindung gesetzt hat über die Platten-
aufnahme1 meines „Pierrot [“], welche wir vor einigen Monaten
angefertigt haben. Ich habe mich dabei streng an unsere
Abmachung2 von 1932 gehalten. Ich selbst habe bisher nur
ein Honorar fürs Dirigieren und Einstudieren erhalten. Da
Columbia mit Ihnen anscheinend Vereinbarung getroffen hat,
werden Sie wohl die Verlagsanteile direkt erhal[t]en.
sich mit Ihnen in Verbindung gesetzt hat über die Platten-
aufnahme1 meines „Pierrot [“], welche wir vor einigen Monaten
angefertigt haben. Ich habe mich dabei streng an unsere
Abmachung2 von 1932 gehalten. Ich selbst habe bisher nur
ein Honorar fürs Dirigieren und Einstudieren erhalten. Da
Columbia mit Ihnen anscheinend Vereinbarung getroffen hat,
werden Sie wohl die Verlagsanteile direkt erhal[t]en.
Ich habe die Absicht, auf meine Kosten eine grössere An-
zahl von Exemplaren3 zum Selbstkostenpreis den Albums als
Beilage zu geben. Da ich hier eine solche Auflage für unge-
fähr $ 200 herstellen könnte (auf billigstem Papier[)], so neh-
me ich an, dass es in Oesterreich noch viel billiger ge-
schehen könnte. Aber: können die Exemplare hi[e]her gebracht
werden.
zahl von Exemplaren3 zum Selbstkostenpreis den Albums als
Beilage zu geben. Da ich hier eine solche Auflage für unge-
fähr $ 200 herstellen könnte (auf billigstem Papier[)], so neh-
me ich an, dass es in Oesterreich noch viel billiger ge-
schehen könnte. Aber: können die Exemplare hi[e]her gebracht
werden.
Ich muss das bezweifeln da Ass. Music Publ. von
fast
allen meinen Werken keine Exemplare mehr hat.
allen meinen Werken keine Exemplare mehr hat.
Ich beabsichtige, Ihre Zustimmung vorausgesetzt, diese
Exemplare hier (photographisch) herstellen zu lassen. Selbst-
verständlich würde ich den Verlegeranteil für Sie deponieren.
Exemplare hier (photographisch) herstellen zu lassen. Selbst-
verständlich würde ich den Verlegeranteil für Sie deponieren.
Ich bitte, Sie, mir Ihre Zustimmung hiezu zu erteilen,
denn es ist eine grosse Kal[a]mität, dass meine Werke hier nicht
erhältlich sind.
denn es ist eine grosse Kal[a]mität, dass meine Werke hier nicht
erhältlich sind.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie fragen, welche
Abmachung die Universal Edition seinerzeit (etwa 1913) mit
der Witwe Otto Erich Hartleben’s über die Rechte an der
Pierrot Uebersetzung getroffen hat.
Abmachung die Universal Edition seinerzeit (etwa 1913) mit
der Witwe Otto Erich Hartleben’s über die Rechte an der
Pierrot Uebersetzung getroffen hat.
Weiters möchte ich Sie bitten, mir eine Anzahl von Exem-
plaren der folgenden meiner Werke zu senden:
plaren der folgenden meiner Werke zu senden:
3 Klavierstücke op. 11, Suite für Klavier, op 25, Friede
auf Erden, op 13, II. Streichquartett (Fis moll) [,] Pierrot Lunaire,
(kleine Partitur), Instrumentation der Löwe Ballade „Der Nöck“
Monn Cello Konzert, Klavierauszug. – Es sind mir nämlich eine
grosse Anzahl von Exemplaren meiner Werke gestohlen worden,
sodass ich in Verlegenheit bin, wenn ich einmal eines be-
nötige.
auf Erden, op 13, II. Streichquartett (Fis moll) [,] Pierrot Lunaire,
(kleine Partitur), Instrumentation der Löwe Ballade „Der Nöck“
Monn Cello Konzert, Klavierauszug. – Es sind mir nämlich eine
grosse Anzahl von Exemplaren meiner Werke gestohlen worden,
sodass ich in Verlegenheit bin, wenn ich einmal eines be-
nötige.
Mit bestem Dank und hochachtungsvollen Grüssen, Ihr
Plattenaufnahme
Arnold Schönberg, Pierrot lunaire,
Columbia M 461, Los Angeles September 1940
(ASCR 1038): Erika
Stiedry-Wagner, Sprechstimme; Leonard Posella,
Flöte/Piccolo; Kalman Bloch, Klarinette/Bassklarinette; Rudolf Kolisch, Violine/Viola; Stefan
Auber, Violoncello; Eduard
Steuermann, Klavier; Arnold
Schönberg, Dirigent (Arnold Schönberg an Columbia
Recording Corporation, 30. September 1940; ASCI
3284).
Abmachung
Exemplaren
Schönberg beabsichtigte, einer Charge der
Schallplattenausgabe Studienpartituren beizulegen. Die Idee wurde nicht zuletzt aus finanziellen Gründen
verworfen (Arnold Schönberg an Columbia Recording Corporation, 13.
Februar 1941; ASCC
3543; Arnold Schönberg an Columbia Recording Corporation, 17.
Dezember 1940; ASCC 3482).
21.II.1941
Ich nehme an, dass die Columbia Recording Company
sich mit Ihnen in Verbindung gesetzt hat über die Plattenaufnahme1 meines „Pierrot
“, welche wir vor einigen Monaten
angefertigt haben. Ich habe mich dabei streng an unsere
Abmachung2 von 1932 gehalten. Ich selbst habe bisher nur
ein Honorar fürs Dirigieren und Einstudieren erhalten. Da
Columbia mit Ihnen anscheinend Vereinbarung
getroffen hat, werden Sie wohl die Verlagsanteile direkt erhalten.
Ich habe die Absicht, auf meine Kosten eine grössere Anzahl von Exemplaren3 zum Selbstkostenpreis den Albums
als Beilage zu geben. Da ich hier eine solche Auflage für ungefähr $ 200 herstellen könnte (auf billigstem Papier), so nehme ich an, dass es in Oesterreich noch viel billiger geschehen könnte. Aber: können die Exemplare hieher gebracht werden.
Ich muss das bezweifeln da Ass. Music Publ. von
fast allen meinen Werken keine Exemplare mehr hat.
Ich beabsichtige, Ihre Zustimmung vorausgesetzt, diese Exemplare hier
(photographisch) herstellen zu lassen. Selbstverständlich würde ich den Verlegeranteil für Sie
deponieren.
Ich bitte, Sie, mir Ihre Zustimmung hiezu zu erteilen, denn es ist eine
grosse Kalamität, dass meine Werke hier nicht
erhältlich sind.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich Sie fragen, welche
Abmachung die Universal Edition seinerzeit
(etwa 1913) mit der Witwe
Otto Erich Hartleben’s über die Rechte an
der
Pierrot Uebersetzung getroffen hat.
Weiters möchte ich Sie bitten, mir eine Anzahl von Exemplaren der folgenden meiner Werke zu senden:
3 Klavierstücke op. 11, Suite für Klavier, op 25, Friede auf
Erden, op 13, II. Streichquartett (Fis
moll)
,
Pierrot Lunaire, (kleine Partitur), Instrumentation der Löwe Ballade „Der Nöck“
Monn Cello Konzert, Klavierauszug. – Es sind mir
nämlich eine grosse Anzahl von Exemplaren meiner Werke gestohlen worden,
sodass ich in Verlegenheit bin, wenn ich einmal eines benötige.
Mit bestem Dank und hochachtungsvollen Grüssen, Ihr
Plattenaufnahme
Arnold Schönberg, Pierrot lunaire,
Columbia M 461, Los Angeles September 1940
(ASCR 1038): Erika
Stiedry-Wagner, Sprechstimme; Leonard Posella,
Flöte/Piccolo; Kalman Bloch, Klarinette/Bassklarinette; Rudolf Kolisch, Violine/Viola; Stefan
Auber, Violoncello; Eduard
Steuermann, Klavier; Arnold
Schönberg, Dirigent (Arnold Schönberg an Columbia
Recording Corporation, 30. September 1940; ASCI
3284).
Abmachung
Exemplaren
Schönberg beabsichtigte, einer Charge der
Schallplattenausgabe Studienpartituren beizulegen. Die Idee wurde nicht zuletzt aus finanziellen Gründen
verworfen (Arnold Schönberg an Columbia Recording Corporation, 13.
Februar 1941; ASCC
3543; Arnold Schönberg an Columbia Recording Corporation, 17.
Dezember 1940; ASCC 3482).
21. Februar 1941
Laut Universal-Edition an Arnold Schönberg, 1. November 1941 ist dieser Brief nicht angekommen, Schönberg schickte
diese Kopie als Beilage zu Arnold Schönberg an Universal-Edition, 10. August 1941
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Wien
Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule
Archiv der Universal Edition, Depositum
Wien
Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg und die Wiener Schule
Archiv der Universal Edition, Depositum
Brief, Kopie
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 21. Februar 1941, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.3551.