Wiener Philharmonischer Verlag an Arnold Schönberg
20. März 1923
WIENER PHILHARMONISCHER VERLAG A.
G.
BANKKONTO: ANGLO-AUSTRIAN BANK
NIEDERLASSUNG WIEN
ÖST. POSTSPARKASSEN-KONTO: Nr. 37 470
WIEN, 20. März 1923
IX/1, STRUDLHOFGASSE 13
TELEPHON 21-3-57IV. SUTTNERPLATZ 10
TELEFON 59-0-74
BANKKONTO: ANGLO-AUSTRIAN BANK
NIEDERLASSUNG WIEN
ÖST. POSTSPARKASSEN-KONTO: Nr. 37 470
WIEN, 20. März 1923
IX/1, STRUDLHOFGASSE 13
TELEPHON 21-3-57IV. SUTTNERPLATZ 10
TELEFON 59-0-74
Sehr verehrter Herr Schönberg!
Es tut mir wirklich leid, dass Sie auf mich ernst-
lich böse sind, obwohl ich bei der Herstellung des Notenpapieres in der
U.E. alles getan habe, um ein bestmögliches Resultat im Rahmen der mir
gegebenen Vorschriften bzw. Preisgrenzen herauszubekommen. Dass ich mir
damals tatsächlich grösste Mühe gegeben habe, brauche ich wohl nicht zu ver-
sichern. Ein eigentliches Büttenpapier, wie es für diesen Zweck am ehesten
entsprochen hätte, ist nicht zu bekommen und ein anderes Papier in sehr
guter Qualität hätte die U.E. erst in der Fabrik anfertigen lassen müssen.
Eine solche Anfertigung wird unter 1000 kg nicht gemacht und bedeutet eine
Ausgabe von 12–15 Millionen Kronen. Von demselben hätte man in absehbarer
Zeit höchstens 100 kg absetzen können und daher konnte sich Direktor
Hertzka zur Anfertigung nicht entschliessen.
lich böse sind, obwohl ich bei der Herstellung des Notenpapieres in der
U.E. alles getan habe, um ein bestmögliches Resultat im Rahmen der mir
gegebenen Vorschriften bzw. Preisgrenzen herauszubekommen. Dass ich mir
damals tatsächlich grösste Mühe gegeben habe, brauche ich wohl nicht zu ver-
sichern. Ein eigentliches Büttenpapier, wie es für diesen Zweck am ehesten
entsprochen hätte, ist nicht zu bekommen und ein anderes Papier in sehr
guter Qualität hätte die U.E. erst in der Fabrik anfertigen lassen müssen.
Eine solche Anfertigung wird unter 1000 kg nicht gemacht und bedeutet eine
Ausgabe von 12–15 Millionen Kronen. Von demselben hätte man in absehbarer
Zeit höchstens 100 kg absetzen können und daher konnte sich Direktor
Hertzka zur Anfertigung nicht entschliessen.
Wenn Sie mich mit der Herstellung des Notenpapieres
betrauen wollen, so werde ich mich sehr anstrengen, um Ihnen das zu bieten,
was man nur irgendwie unter den heutigen Verhältnissen erreichen kann,
vorausgesetzt, dass Ihnen von den Papiermustern, die mir von lagernden Sor-
ten zugänglich sind, eines zusagt. Ich bitte daher, mir eine Vorlage für den
Raster und für das Papier zu senden und ich werde nichts unversucht lassen,
auch bezüglich des kürzesten Termines.
betrauen wollen, so werde ich mich sehr anstrengen, um Ihnen das zu bieten,
was man nur irgendwie unter den heutigen Verhältnissen erreichen kann,
vorausgesetzt, dass Ihnen von den Papiermustern, die mir von lagernden Sor-
ten zugänglich sind, eines zusagt. Ich bitte daher, mir eine Vorlage für den
Raster und für das Papier zu senden und ich werde nichts unversucht lassen,
auch bezüglich des kürzesten Termines.
NB. Der Wiener Philharmonische
Verlag hat wohl eine eigene
Stecherei aber keine Druckerei.
Verlag hat wohl eine eigene
Stecherei aber keine Druckerei.
WIENER PHILHARMONISCHER VERLAG A.
G.
BANKKONTO: ANGLO-AUSTRIAN BANK
NIEDERLASSUNG WIEN
ÖST. POSTSPARKASSEN-KONTO: Nr. 37 470
WIEN, 20. März 1923
IV. SUTTNERPLATZ 10
TELEFON 59-0-74
BANKKONTO: ANGLO-AUSTRIAN BANK
NIEDERLASSUNG WIEN
ÖST. POSTSPARKASSEN-KONTO: Nr. 37 470
WIEN, 20. März 1923
IV. SUTTNERPLATZ 10
TELEFON 59-0-74
Sehr verehrter Herr Schönberg!
Es tut mir wirklich leid, dass Sie auf mich ernstlich böse sind, obwohl ich bei der Herstellung des Notenpapieres
in der
U.E. alles getan habe, um ein bestmögliches Resultat im Rahmen der mir
gegebenen Vorschriften bzw. Preisgrenzen herauszubekommen. Dass ich mir
damals tatsächlich grösste Mühe gegeben habe, brauche ich wohl nicht zu
versichern. Ein eigentliches
Büttenpapier, wie es für diesen Zweck am ehesten entsprochen hätte, ist
nicht zu bekommen und ein anderes Papier in sehr guter Qualität hätte die
U.E. erst in der Fabrik anfertigen lassen
müssen. Eine solche Anfertigung wird unter 1000 kg nicht gemacht und
bedeutet eine Ausgabe von 12–15 Millionen Kronen. Von demselben hätte
man in absehbarer Zeit höchstens 100 kg absetzen können und daher konnte
sich Direktor
Hertzka zur Anfertigung nicht entschliessen.
Wenn Sie mich mit der Herstellung des Notenpapieres betrauen wollen, so
werde ich mich sehr anstrengen, um Ihnen das zu
bieten, was man nur irgendwie unter den heutigen Verhältnissen erreichen
kann, vorausgesetzt, dass Ihnen von den Papiermustern, die mir von
lagernden Sorten zugänglich sind, eines
zusagt. Ich bitte daher, mir eine Vorlage für den
Raster und für das Papier zu senden und ich werde nichts unversucht lassen, auch bezüglich des
kürzesten Termines.
NB. Der Wiener Philharmonische Verlag hat wohl eine eigene
Stecherei aber keine Druckerei.
20. März 1923
The Library of Congress
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Washington, D.C.
Music Division
Arnold Schoenberg Collection
Brief
Zitierhinweis:
Wiener Philharmonischer Verlag an Arnold Schönberg, 20. März 1923, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.18379.