D/M.
Wien, 23. April 1927.
Herrn
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Die uns eingesandte Zuschrift samt Abrechnung der
Ammre“ senden wir Ihnen gleichzeitig wieder zurück und fragen,
nachdem Sie uns mitteilen, dass es das erstemal ist, dass die
Ammre Ihnen eine Abrechnung erteilt, sofort bei derselben an,
ob früher niemals Zahlungen an Sie geleistet wurden und wieso
es kommt, dass Sie bisher niemals Abrechnungen erhielten. Wir
interpellieren die Ammre auch, für welche Lizenzmarken die letzte
Verrechnung erfolgt ist. Sobald wir Nachricht haben, geben wir
Ihnen dieselbe sofort weiter.
Ihre Bemerkung, dass wir daran mitschuldig sind, wenn
Sie von den Aufführungsgesellschaften sowie von der Ammre bisher
keine Einkünfte hatten, dürfen wir wohl übergehen, da sie so
offenkundig irrtümlich ist, dass eine Diskussion darüber gar nicht
geführt werden kann. Wir haben weder auf die Verwaltung der Auf-
führungsgesellschaften noch auf die Ammre irgend einen Einfluss
und selbst wenn bei diesen Gesellschaften irgend eine Nachlässig-
keit oder Unterlassung vorgekommen wäre, so kann doch von einer
Mitschuld unsererseits nicht die Rede sein. Ihre Bemerkung, dass
Sie wegen der mechanisch-musikalischen Rechte wiederholt reklamiert
haben und keine Aufklärung erhalten konnten, kann keinesfalls unsere
Firma betreffen, nachdem es bei uns Usance ist, auf Reklamationen

ausführlich zu antworten. Es ist uns nicht klar, welcher Art von
Vereinbarung die Steinway-Gesellschaft mit unserem Verlag sein
soll, wir wissen auch nicht, wer die Steinway-Gesellschaft ist.
Wir stehen Ihnen jedenfalls mit jedweden Aufklärungen
bereitwilligst zu Verfügung und zeichnen
in warmer Verehrung ergeben
Beilagen
D/M.
Wien, 23. April 1927.
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Die uns eingesandte Zuschrift samt Abrechnung der „Ammre“ senden wir Ihnen gleichzeitig wieder zurück und fragen, nachdem Sie uns mitteilen, dass es das erstemal ist, dass die Ammre Ihnen eine Abrechnung erteilt, sofort bei derselben an, ob früher niemals Zahlungen an Sie geleistet wurden und wieso es kommt, dass Sie bisher niemals Abrechnungen erhielten. Wir interpellieren die Ammre auch, für welche Lizenzmarken die letzte Verrechnung erfolgt ist. Sobald wir Nachricht haben, geben wir Ihnen dieselbe sofort weiter.
Ihre Bemerkung, dass wir daran mitschuldig sind, wenn Sie von den Aufführungsgesellschaften sowie von der Ammre bisher keine Einkünfte hatten, dürfen wir wohl übergehen, da sie so offenkundig irrtümlich ist, dass eine Diskussion darüber gar nicht geführt werden kann. Wir haben weder auf die Verwaltung der Aufführungsgesellschaften noch auf die Ammre irgend einen Einfluss und selbst wenn bei diesen Gesellschaften irgend eine Nachlässigkeit oder Unterlassung vorgekommen wäre, so kann doch von einer Mitschuld unsererseits nicht die Rede sein. Ihre Bemerkung, dass Sie wegen der mechanisch-musikalischen Rechte wiederholt reklamiert haben und keine Aufklärung erhalten konnten, kann keinesfalls unsere Firma betreffen, nachdem es bei uns Usance ist, auf Reklamationen ausführlich zu antworten. Es ist uns nicht klar, welcher Art von Vereinbarung die Steinway-Gesellschaft mit unserem Verlag sein soll, wir wissen auch nicht, wer die Steinway-Gesellschaft ist.
Wir stehen Ihnen jedenfalls mit jedweden Aufklärungen
bereitwilligst zu Verfügung und zeichnen
in warmer Verehrung ergeben
Beilagen
W DK

23. April 1927


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief, Kopie

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 23. April 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.19913.

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