S/P.
, 24. Oktober 1927.
Herrn
Charlottenburg 2,
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Soeben erhalten wir einen Brief von Frau Freund, in dem
sie uns von Ihrer Einladung nach Paris Mitteilung macht, von einer
Schönberg Feier der S. M. I.
1 am 15. Dezember, bei der Sie die Choral-
vorspiele
2, Pelleas, das Lied der Waldtaube3 und Pierrot dirigieren4
sollen, ferner von Vorträgen in der Sorbonne5 und der Ecole normale6
und voraussichtlich weiteren Privatengagements7. Wir freuen uns ausser-
ordentlich über diese Einladung und hoffen, dass es Ihnen möglich sein
wird, ihr Folge zu leisten.
Frau Freund ersucht uns, das Material zu Pierrot und zur
„Waldtaube“ sofort zu senden. Die Materiale gehen heute noch an sie
ab.
Wir haben Ihnen vor einigen Tagen wegen der Uraufführung8
Ihrer „Suite“ durch die Novembergruppe geschrieben und bitten Sie nunmehr
nochmals freundlich um Nachricht, ob wir das Material dorthin senden
können. Auch würden wir gerne wissen, ob Ihr Chemnitzer Engagement9
definitiv ist.
Vor einigen Tagen war Herr Klitsch bei uns, um wegen der

Gurre-Lieder Aufführung10 in London Auskunft zu erhalten. Wir
haben aus London noch keine Nachricht, ob er engagiert wird.
Da wir wissen, dass Ihnen sein Engagement sehr erwünscht wäre,
möchten wir bei Ihnen anregen, in der Sache eventuell selbst
nach London zu schreiben, um Ihren Einfluss geltend zu machen.
Indem wir Sie noch bitten, um möglichst umgehend
Ihre Stellungnahme zur Pariser Einladung und allfällige dies-
bezügliche Wünsche uns mitzuteilen, begrüssen wir Sie
mit vorzüglicher Hochachtung
S/P.
, 24. Oktober 1927.
Herrn
Charlottenburg 2,
Sehr verehrter Meister Schönberg!
Soeben erhalten wir einen Brief von Frau Freund, in dem sie uns von Ihrer Einladung nach Paris Mitteilung macht, von einer Schönberg Feier der S. M. I.1 am 15. Dezember, bei der Sie die Choralvorspiele2, Pelleas, das Lied der Waldtaube3 und Pierrot dirigieren4 sollen, ferner von Vorträgen in der Sorbonne5 und der Ecole normale6 und voraussichtlich weiteren Privatengagements7. Wir freuen uns ausserordentlich über diese Einladung und hoffen, dass es Ihnen möglich sein wird, ihr Folge zu leisten.
Frau Freund ersucht uns, das Material zu Pierrot und zur „Waldtaube“ sofort zu senden. Die Materiale gehen heute noch an sie ab.
Wir haben Ihnen vor einigen Tagen wegen der Uraufführung8 Ihrer „Suite“ durch die Novembergruppe geschrieben und bitten Sie nunmehr nochmals freundlich um Nachricht, ob wir das Material dorthin senden können. Auch würden wir gerne wissen, ob Ihr Chemnitzer Engagement9 definitiv ist.
Vor einigen Tagen war Herr Klitsch bei uns, um wegen der Gurre-Lieder Aufführung10 in London Auskunft zu erhalten. Wir haben aus London noch keine Nachricht, ob er engagiert wird. Da wir wissen, dass Ihnen sein Engagement sehr erwünscht wäre, möchten wir bei Ihnen anregen, in der Sache eventuell selbst nach London zu schreiben, um Ihren Einfluss geltend zu machen.
Indem wir Sie noch bitten, um möglichst umgehend Ihre Stellungnahme zur Pariser Einladung und allfällige diesbezügliche Wünsche uns mitzuteilen, begrüssen wir Sie
mit vorzüglicher Hochachtung
DK W

24. Oktober 1927


Ort erschlossen

Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief, Kopie

Zitierhinweis:

Universal-Edition an Arnold Schönberg, 24. Oktober 1927, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.19990.

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