Arnold Schönberg an Universal-Edition
9. September 1931
derzeit:
Territet-Montreux
Villa Maria – Schweiz
Villa Maria – Schweiz
9.IX.1931
An die Universal Edition
Wien I. Karlsplatz
6
Da ich Ihre Abrechnungen aus den letz-
ten drei Jahren nicht mithieher genommen habe, kann ich
Ihnen leider nicht sagen, welche Materiale ich in dieser
letzten Abrechnung laut meinem Aufführungsverzeichnis
verrechnet zu finden erwartet habe. Ich finde es zwar
nicht richtig, warten zu müssen bis ich wieder in Berlin
bin, um Ihnen ein Verzeichnis zu senden; sondern meine,
dass es Ihre Sache wäre, das genauest zu revidieren und
auf meine Belege nicht erst zu warten. Ich will aber doch
die Hoffnung aussprechen, dass Sie das nunmehr aus eige-
nem jetzt schon tun werden.
ten drei Jahren nicht mithieher genommen habe, kann ich
Ihnen leider nicht sagen, welche Materiale ich in dieser
letzten Abrechnung laut meinem Aufführungsverzeichnis
verrechnet zu finden erwartet habe. Ich finde es zwar
nicht richtig, warten zu müssen bis ich wieder in Berlin
bin, um Ihnen ein Verzeichnis zu senden; sondern meine,
dass es Ihre Sache wäre, das genauest zu revidieren und
auf meine Belege nicht erst zu warten. Ich will aber doch
die Hoffnung aussprechen, dass Sie das nunmehr aus eige-
nem jetzt schon tun werden.
Dagegen muss ich Sie bitten, die Ein-
gänge aus meinem Konto „Alte Werke“ auf mein Postscheck-
konto 12 15 18 beim Postscheckamt Berlin NW zu über-
weisen. Denn in dem von uns geschlossenen Vertrag1 findet
sich kein Passus, der Sie berechtigt, diese Beträge abzu-
ziehen. Und es wurde auch niemals mündlich zwischen uns
jemals etwas derartiges auch nur erwähnt; denn als ich mich
damals aus persönlicher Sympathie für Herrn Direktor
Hertzka zu einer Vertragsverlängerung überreden liess,
stand die Sache so, dass Herr Dir. Hertzka es sichtlich
sehr angenehm finden musste, wenn ich keine harten Be-
dingungen stelle, nicht aber so, dass ich harte Bedingun-
gen hätte annehmen müssen.
gänge aus meinem Konto „Alte Werke“ auf mein Postscheck-
konto 12 15 18 beim Postscheckamt Berlin NW zu über-
weisen. Denn in dem von uns geschlossenen Vertrag1 findet
sich kein Passus, der Sie berechtigt, diese Beträge abzu-
ziehen. Und es wurde auch niemals mündlich zwischen uns
jemals etwas derartiges auch nur erwähnt; denn als ich mich
damals aus persönlicher Sympathie für Herrn Direktor
Hertzka zu einer Vertragsverlängerung überreden liess,
stand die Sache so, dass Herr Dir. Hertzka es sichtlich
sehr angenehm finden musste, wenn ich keine harten Be-
dingungen stelle, nicht aber so, dass ich harte Bedingun-
gen hätte annehmen müssen.
Ich erwarte die freundlich umgehen-
de Erledigung meines Ersuchens im Sinne unseres Ver-
trages und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung,
ergebenst
Arnold Schönberg
de Erledigung meines Ersuchens im Sinne unseres Ver-
trages und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung,
ergebenst
Arnold Schönberg
Vertrag
Die
Abrechnung, 25. August 1931
verweist auf einen nicht vorliegenden „Vertrag v. 7/7.24.“;
vgl. die daraus zitierte Passage im Antwortbrief Universal-Edition an Arnold Schönberg, 14.
Septemer 1931. Auf die dort erwähnte Übertragung „in 10
Halbjahresraten“ findet sich in der Abrechnung kein
Hinweis.
derzeit:
Territet-Montreux
Villa Maria – Schweiz
Villa Maria – Schweiz
9.IX.1931
An die Universal Edition
Wien I. Karlsplatz
6
Da ich Ihre Abrechnungen aus den letzten drei Jahren nicht mithieher genommen habe, kann ich
Ihnen leider nicht sagen, welche Materiale ich in dieser letzten Abrechnung laut meinem Aufführungsverzeichnis
verrechnet zu finden erwartet habe. Ich finde es zwar nicht richtig,
warten zu müssen bis ich wieder in Berlin
bin, um Ihnen ein Verzeichnis zu senden; sondern meine, dass es Ihre
Sache wäre, das genauest zu revidieren und auf meine Belege nicht erst zu
warten. Ich will aber doch die Hoffnung aussprechen, dass Sie das nunmehr
aus eigenem jetzt schon tun werden.
Dagegen muss ich Sie bitten, die Eingänge aus meinem Konto „Alte Werke“ auf mein Postscheckkonto 12 15 18 beim Postscheckamt Berlin
NW zu überweisen. Denn in dem von uns geschlossenen Vertrag1 findet sich kein Passus, der Sie berechtigt, diese
Beträge abzuziehen. Und es wurde auch niemals mündlich zwischen uns
jemals etwas derartiges auch nur erwähnt; denn als ich mich
damals aus persönlicher Sympathie für Herrn Direktor
Hertzka zu einer Vertragsverlängerung
überreden liess, stand die Sache so, dass Herr Dir. Hertzka es sichtlich sehr angenehm finden
musste, wenn ich keine harten Bedingungen stelle, nicht aber so, dass ich harte Bedingungen hätte annehmen müssen.
Ich erwarte die freundlich umgehen
de Erledigung meines Ersuchens im Sinne unseres Ver
trages und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung, ergebenst
Arnold Schönberg
de Erledigung meines Ersuchens im Sinne unseres Ver
trages und empfehle mich mit vorzüglicher Hochachtung, ergebenst
Arnold Schönberg
Vertrag
Die
Abrechnung, 25. August 1931
verweist auf einen nicht vorliegenden „Vertrag v. 7/7.24.“;
vgl. die daraus zitierte Passage im Antwortbrief Universal-Edition an Arnold Schönberg, 14.
Septemer 1931. Auf die dort erwähnte Übertragung „in 10
Halbjahresraten“ findet sich in der Abrechnung kein
Hinweis.
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 9. September 1931, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.2081.