Arnold Schönberg an Universal-Edition
9. Februar 1912
9/2 1912
Lieber Herr Direktor Herzka, ich weiß zwar nicht worüber
Sie noch mündlich verhandeln wollen, wo ich Ihnen ja ge-
schrieben habe, dass ich von diesen Bedingungen nicht ab-
lassen kann! Aber da Sie Gewicht darauf legen und ich
allem ausweichen möchte, was unseren Beziehungen gefährlich
werden könnte – denn ich lege Wert darauf, sie auf-
rechtzuhalten und wenn das nicht möglich ist, soll ich wenigstens
nicht daran schuld sein – so will ich Ihnen die Gefälligkeit
[e]rweisen und noch warten bis Sie kommen. Aber ich
muss Ihnen sagen, bis Ende Februar muss die Sache
erledigt sein. Länger kann ich nicht warten. Am 20 fahre
ich nach Prag und dort habe ich wohl kaum Zeit1.
Sie noch mündlich verhandeln wollen, wo ich Ihnen ja ge-
schrieben habe, dass ich von diesen Bedingungen nicht ab-
lassen kann! Aber da Sie Gewicht darauf legen und ich
allem ausweichen möchte, was unseren Beziehungen gefährlich
werden könnte – denn ich lege Wert darauf, sie auf-
rechtzuhalten und wenn das nicht möglich ist, soll ich wenigstens
nicht daran schuld sein – so will ich Ihnen die Gefälligkeit
[e]rweisen und noch warten bis Sie kommen. Aber ich
muss Ihnen sagen, bis Ende Februar muss die Sache
erledigt sein. Länger kann ich nicht warten. Am 20 fahre
ich nach Prag und dort habe ich wohl kaum Zeit1.
Ich werde wahrscheinlich im Mai in Paris die Urauf-
führung4 meiner Orchesterstücke selbst dirigieren.
führung4 meiner Orchesterstücke selbst dirigieren.
Von dem Akad. Verband in Wien
(und (einen Tag später!)
von der Urania wurde ich aufgefordert in Wien einen
Vortrag zu halten. Dem Akad. Verb. hatte ich schon früher zu-
gesagt am 11oder 12 März über „Gustav Mahler“ zu sprechen5.
Urania wird deshalb sich mit dem 2. Vortrag begnügen6 müssen.
von der Urania wurde ich aufgefordert in Wien einen
Vortrag zu halten. Dem Akad. Verb. hatte ich schon früher zu-
gesagt am 11oder 12 März über „Gustav Mahler“ zu sprechen5.
Urania wird deshalb sich mit dem 2. Vortrag begnügen6 müssen.
Am 16. spielt Richard
Buhlig meine Klavierstücke in
Berlin. Vor
einigen Wochen hat er sie in London gespielt7.
einigen Wochen hat er sie in London gespielt7.
!!! Bitte teilen Sie mir sofort mit wann Sie
kommen!!!!
Ferner!! ich möchte eine Abrechnung vom vorigen Jahr
bekommen!
Ebenso: Ueber die Harmonielehre. Kosten und Verkauf bis jetzt.
Ebenso: Ueber die Harmonielehre. Kosten und Verkauf bis jetzt.
Herzl. Grüße in großer Eile Ihr
Arnold Schönberg
kaum Zeit
Arnold Schönberg berichtet von
der Anreise nach Prag am
21. Februar 1912, von „neun Malen
(inklusive Konzert und Generalprobe)“, die er mit dem Orchester
arbeitete und mehreren Veranstaltungen und Zusammenkünften, die er
während seines Aufenthalts in Prag besuchte (Schönberg 1974a, S. 29).
Vor seiner Abreise am 1. März 1912
gab er noch ein Zeitungsinterview (Bohemia 1912; Exemplar aus
dem Schönberg-Nachlass; Bohemia, 2. März 1912).
Konzert
Kritiken
Rezensionen aus dem
Schönberg-Nachlass: Rasch, Februar 1912; Unbekannt, Februar 1912; Unbekannt, Februar 1912; Ertel, 6. Februar 1912; Schmidt, 6. Februar 1912; Der Tag, 6. Februar 1912; Signale für die Musikalische Welt, 7. Februar 1912; Frankfurter Zeitung, 8. Februar 1912; National-Zeitung, 8. Februar 1912; Vossische Zeitung, 8. Februar 1912; Leipziger Neueste Nachrichten, 9. Februar 1912; National-Zeitung, 10. Februar 1912; Die Wahrheit, 10. Februar 1912; Rheinische Musik- und Theater-Zeitung, 17. Februar 1912; Schmidt, 24. Februar 1912.
Uraufführung
Die Aufführung kam nicht
zustande. Erste Aufführung in der Bearbeitung von Erwin Stein:
4. Februar 1912, Berlin, Harmonium-Saal, Morgen-Konzert;
Uraufführung:
3. September 1912, London, Queen’s Hall, Promenade Concert 15.
zu sprechen
2. Vortrag begnügen
Arnold Schönberg an Urania, 9.
Februar 1912 (ASCC
250).
gespielt
9/2 1912
Lieber Herr Direktor Herzka, ich weiß zwar nicht worüber Sie noch mündlich verhandeln
wollen, wo ich Ihnen ja geschrieben habe, dass ich von diesen Bedingungen nicht
ablassen kann! Aber da Sie Gewicht darauf legen und ich allem
ausweichen möchte, was unseren Beziehungen gefährlich werden könnte – denn
ich lege Wert darauf, sie aufrechtzuhalten und wenn das nicht möglich ist, soll ich
wenigstens nicht daran schuld sein – so will ich Ihnen die Gefälligkeit
erweisen und noch warten bis Sie kommen. Aber
ich muss Ihnen sagen, bis Ende Februar muss die
Sache erledigt sein. Länger kann ich nicht warten. Am 20 fahre ich nach Prag und dort habe ich wohl kaum Zeit1.
Ich werde wahrscheinlich im Mai in Paris die Uraufführung4 meiner Orchesterstücke selbst
dirigieren.
Von dem Akad. Verband in Wien
und (einen Tag später!) von der Urania wurde ich aufgefordert in Wien einen Vortrag zu halten. Dem Akad. Verb. hatte ich schon früher zugesagt am 11oder 12 März über „Gustav
Mahler“ zu sprechen5.
Urania wird deshalb sich mit dem 2. Vortrag begnügen6 müssen.
Am 16. spielt Richard
Buhlig meine Klavierstücke in
Berlin. Vor einigen Wochen hat
er sie in London
gespielt7.
!!! Bitte teilen Sie mir sofort mit wann Sie
kommen!!!!
Ferner!! ich möchte eine Abrechnung vom vorigen Jahr
bekommen! Ebenso: Ueber die Harmonielehre. Kosten und Verkauf bis
jetzt.
Herzl. Grüße in großer Eile Ihr
Arnold Schönberg
kaum Zeit
Arnold Schönberg berichtet von
der Anreise nach Prag am
21. Februar 1912, von „neun Malen
(inklusive Konzert und Generalprobe)“, die er mit dem Orchester
arbeitete und mehreren Veranstaltungen und Zusammenkünften, die er
während seines Aufenthalts in Prag besuchte (Schönberg 1974a, S. 29).
Vor seiner Abreise am 1. März 1912
gab er noch ein Zeitungsinterview (Bohemia 1912; Exemplar aus
dem Schönberg-Nachlass; Bohemia, 2. März 1912).
Konzert
Kritiken
Rezensionen aus dem
Schönberg-Nachlass: Rasch, Februar 1912; Unbekannt, Februar 1912; Unbekannt, Februar 1912; Ertel, 6. Februar 1912; Schmidt, 6. Februar 1912; Der Tag, 6. Februar 1912; Signale für die Musikalische Welt, 7. Februar 1912; Frankfurter Zeitung, 8. Februar 1912; National-Zeitung, 8. Februar 1912; Vossische Zeitung, 8. Februar 1912; Leipziger Neueste Nachrichten, 9. Februar 1912; National-Zeitung, 10. Februar 1912; Die Wahrheit, 10. Februar 1912; Rheinische Musik- und Theater-Zeitung, 17. Februar 1912; Schmidt, 24. Februar 1912.
Uraufführung
Die Aufführung kam nicht
zustande. Erste Aufführung in der Bearbeitung von Erwin Stein:
4. Februar 1912, Berlin, Harmonium-Saal, Morgen-Konzert;
Uraufführung:
3. September 1912, London, Queen’s Hall, Promenade Concert 15.
zu sprechen
2. Vortrag begnügen
Arnold Schönberg an Urania, 9.
Februar 1912 (ASCC
250).
gespielt
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 9. Februar 1912, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.249.