Arnold Schönberg an Universal-Edition
11. Februar 1914
11/2.1914
Lieber Herr Direktor, in Eile, denn ich war einige
Tage ernsthaft krank und habe dadurch viel Zeit
verloren – also nur um Ihnen zu sagen, dass
ich 2 Dinge an Ihrer Abrechnung bemängeln
muss:
Tage ernsthaft krank und habe dadurch viel Zeit
verloren – also nur um Ihnen zu sagen, dass
ich 2 Dinge an Ihrer Abrechnung bemängeln
muss:
I. Haben wir doch vereinbart1: es wird nur ein
Conto geführt. Also ist mir das auf die Harmo-
nielehre eingegangene bar auszuzalen.
Conto geführt. Also ist mir das auf die Harmo-
nielehre eingegangene bar auszuzalen.
II. Fehlen in sämtlichen Abrechnungen der
Harmonielehre Angaben, wie hoch Sie mir
a) gebundene, b) ungebundene Exemplare an-
rechnen. Ich habe verschiedene Berechnungen an-
gestellt und dabei herausgebracht, dass Sie mir die
ungebundenen mit ca 60 % d. Ldpr. anrechnen.
Da Ihr Katalog aber die Harml. als n n bezeichnet,
was doch 70 % bedeutet, so käme ich da um eine
große Summe zu kurz. Wäre es da nicht überhaupt
richtiger, wenn Sie mir von der wirklich einge-
henden Summe die Hälfte gutschreiben, statt
einzelne Exemplare anzuführen, wo ich doch halben
Harmonielehre Angaben, wie hoch Sie mir
a) gebundene, b) ungebundene Exemplare an-
rechnen. Ich habe verschiedene Berechnungen an-
gestellt und dabei herausgebracht, dass Sie mir die
ungebundenen mit ca 60 % d. Ldpr. anrechnen.
Da Ihr Katalog aber die Harml. als n n bezeichnet,
was doch 70 % bedeutet, so käme ich da um eine
große Summe zu kurz. Wäre es da nicht überhaupt
richtiger, wenn Sie mir von der wirklich einge-
henden Summe die Hälfte gutschreiben, statt
einzelne Exemplare anzuführen, wo ich doch halben
Reinertrag bekommen soll.
Wenn ich mich irre, so nehmen Sie
mirs bitte nicht übel, aber für mich macht
das eine ganz nette Summe aus.
mirs bitte nicht übel, aber für mich macht
das eine ganz nette Summe aus.
Viele herzl Grüße Ihr
Arnold Schönberg
11/2.1914
Lieber Herr Direktor, in Eile, denn ich war einige Tage ernsthaft krank und habe
dadurch viel Zeit verloren – also nur um Ihnen zu sagen, dass ich 2
Dinge an Ihrer Abrechnung bemängeln muss:
I. Haben wir doch vereinbart1: es wird nur ein Conto geführt. Also ist mir das auf die Harmonielehre eingegangene bar auszuzalen.
II. Fehlen in sämtlichen Abrechnungen der
Harmonielehre Angaben, wie hoch Sie mir a) gebundene, b)
ungebundene Exemplare anrechnen. Ich habe
verschiedene Berechnungen angestellt und
dabei herausgebracht, dass Sie mir die ungebundenen mit ca 60 % d. Ldpr.
anrechnen. Da Ihr Katalog aber die Harml.
als n
n bezeichnet, was doch
70 % bedeutet, so käme ich da um eine große Summe zu kurz. Wäre es da nicht
überhaupt richtiger, wenn Sie mir von der wirklich eingehenden Summe die Hälfte gutschreiben, statt einzelne
Exemplare anzuführen, wo ich doch halben
Reinertrag bekommen soll.
Wenn ich mich irre, so nehmen Sie mirs bitte nicht übel, aber für mich macht
das eine ganz nette Summe aus.
Viele herzl Grüße Ihr
Arnold Schönberg
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 11. Februar 1914, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.387.