Arnold Schönberg an Universal-Edition
11. März 1913
11/3. 1913
Lieber Herr Direktor, I.) Gutmann hat für das
Arrangement1 erst 2000 Mark, dann
1000 verlangt und sich zum Schluss mit
500 „begnügt“ während er nach dem officiellen
Tarif der Konzert Arrangeure er höchstens
150–200 zu beanspruchen hätte. Wolff
dagegen macht das Arrangement als Ehrensache
umsonst!
Arrangement1 erst 2000 Mark, dann
1000 verlangt und sich zum Schluss mit
500 „begnügt“ während er nach dem officiellen
Tarif der Konzert Arrangeure er höchstens
150–200 zu beanspruchen hätte. Wolff
dagegen macht das Arrangement als Ehrensache
umsonst!
II. Gutmann bin ich zu gar keiner Dankbar-
keit verpflichtet und außerdem wenn er sich wie
Mime benimmt („als zullendes Kind, zog ich
dich auf“2) so werde ich wie Siegfried handeln.
Für Die Konzert-Engagements3, die ich durch ihn ab-
schloss entsprangen keineswegs seiner Anregung!
Außerdem hat er dafür 10 % Provision erhalten.
Ferner hat er 10 % von meinem Honorar4 für
Pierrot von Frau Zehme erhalten. Ferner habe ich
ihm unentgeltlich einen Vortrag über Mahler5
gehalten, den er zur Propaganda für seine Fried-
keit verpflichtet und außerdem wenn er sich wie
Mime benimmt („als zullendes Kind, zog ich
dich auf“2) so werde ich wie Siegfried handeln.
Für Die Konzert-Engagements3, die ich durch ihn ab-
schloss entsprangen keineswegs seiner Anregung!
Außerdem hat er dafür 10 % Provision erhalten.
Ferner hat er 10 % von meinem Honorar4 für
Pierrot von Frau Zehme erhalten. Ferner habe ich
ihm unentgeltlich einen Vortrag über Mahler5
gehalten, den er zur Propaganda für seine Fried-
Konzerte benötigte; den ich bloß [ni]cht abschlug
weil er mir Ehrenpflicht ist, dennoch aber
gerne zu einer gelegeneren Zeit gehalten hätte, als
er forderte: gerade als ich mit den letzten Pierrot
Proben und dem Konzert6 beschäftigt war, musste
ich in großer Eile den Vortrag überarbeiten!!
Ferner habe ich ihm 2 mal Gratis-Beiträge7 für
sein Taschenbuch geliefert. Wenn er also
wirklich bei seinem Münchner-Konzert8 für mich
draufgezahlt hat, so ist er durch meine reich-
lichen Gegenleistungen wohl mehr als ent-
schädigt!
weil er mir Ehrenpflicht ist, dennoch aber
gerne zu einer gelegeneren Zeit gehalten hätte, als
er forderte: gerade als ich mit den letzten Pierrot
Proben und dem Konzert6 beschäftigt war, musste
ich in großer Eile den Vortrag überarbeiten!!
Ferner habe ich ihm 2 mal Gratis-Beiträge7 für
sein Taschenbuch geliefert. Wenn er also
wirklich bei seinem Münchner-Konzert8 für mich
draufgezahlt hat, so ist er durch meine reich-
lichen Gegenleistungen wohl mehr als ent-
schädigt!
III. Ist es nicht wahr, dass er etwas für meine
Sachen tut. Er hat hier 2 Serien moderner
Konzerte (Fried und Busoni resp Fröbe)[.] Nicht eine
Note von mir wurde gespielt. Und außer Haag
und Petersburg9 hat er mir kein einziges Engagement
gemacht. Dabei gieng Haag10 von Mengelberg aus und
dem Siloti zu schreiben musste ich ihn erst ver-
anlassen.
Sachen tut. Er hat hier 2 Serien moderner
Konzerte (Fried und Busoni resp Fröbe)[.] Nicht eine
Note von mir wurde gespielt. Und außer Haag
und Petersburg9 hat er mir kein einziges Engagement
gemacht. Dabei gieng Haag10 von Mengelberg aus und
dem Siloti zu schreiben musste ich ihn erst ver-
anlassen.
IV. Ich wollte schriftliche Abmachungen
über die Höhe seiner Ansprüche und den Grad
der Leistungen zu denen er verpflichtet sein
über die Höhe seiner Ansprüche und den Grad
der Leistungen zu denen er verpflichtet sein
soll. Denn ich will nicht, da das Konzert zum
Theil auf mein Risiko geht, dass er mich zum
Schluss ebenso wie Frau Zehme ums Dreifache
überhält. Gutmann spielt sich auf den
„Künstler“ hinaus; ich bin aber kein Freund der-
artiger Künstler!
Theil auf mein Risiko geht, dass er mich zum
Schluss ebenso wie Frau Zehme ums Dreifache
überhält. Gutmann spielt sich auf den
„Künstler“ hinaus; ich bin aber kein Freund der-
artiger Künstler!
Ich habe ihm daher die Angelegenheit definitiv
übertragen und Ihr Vorschlag kommt zu spät.
übertragen und Ihr Vorschlag kommt zu spät.
Nun zu Ihrer Forderung von 1000 Mark
für das Material: Dazu muss ich Ihnen noch
einmal sagen, dass ich das Konzert zum
Teil aus Eigenem riskiere.
für das Material: Dazu muss ich Ihnen noch
einmal sagen, dass ich das Konzert zum
Teil aus Eigenem riskiere.
Die Kosten werden cirka 10000–11000 Mark
betragen. 8000 sind da, 1000 hoffe ich noch
aufzubringen11. Den Rest wird uns Wolff
kreditieren!
betragen. 8000 sind da, 1000 hoffe ich noch
aufzubringen11. Den Rest wird uns Wolff
kreditieren!
Ich müsste also, wenn Sie auf Ihrer
Forderung bestehen, das Konzert absagen.
Forderung bestehen, das Konzert absagen.
Ich will Ihnen gerne für den Fall eines
Ueberschusses einen Betrag zusagen. Aber
Ueberschusses einen Betrag zusagen. Aber
in erster Linie komme jetzt
ich!! Endlich
will auch ich einmal was von meinen
Werken haben. In meinem Alter haben
Strauß und Reger von ihren Verlegern 100000
und mehr für ein Werk bekommen. Mir haben
die Gurrelieder bis jetzt 500 Kronen einge-
bracht!
will auch ich einmal was von meinen
Werken haben. In meinem Alter haben
Strauß und Reger von ihren Verlegern 100000
und mehr für ein Werk bekommen. Mir haben
die Gurrelieder bis jetzt 500 Kronen einge-
bracht!
Ich bitte Sie also dringendst – Sie haben
doch sonst ein Einsehen mit gerechten Wünschen–!
lassen Sie von Ihrer an mich gerichteten
Forderung ab!! Diese 1000 Mark würde
ich Ihnen bezahlen!! Das wäre doch un-
gerecht!! Auch wenn Ueberschuss ist! Denn
das würde sonst mir gehören! Sie verdienen
ja an Klavierauszug und Partitur! Während
ich bis jetzt noch nichts davon habe!!!
doch sonst ein Einsehen mit gerechten Wünschen–!
lassen Sie von Ihrer an mich gerichteten
Forderung ab!! Diese 1000 Mark würde
ich Ihnen bezahlen!! Das wäre doch un-
gerecht!! Auch wenn Ueberschuss ist! Denn
das würde sonst mir gehören! Sie verdienen
ja an Klavierauszug und Partitur! Während
ich bis jetzt noch nichts davon habe!!!
Ich bitte Sie also, lieber Herr Direktor, zeigen
Sie sich wieder als der einsichtige Freund, von
dem ich letzthin in Wien als ich deprimiert
war, viel Freude hatte, und machen Sie einerseits
nicht diese Aufführung möglich und lassen Sie andrer-
seits auch mir etwas davon zukommen, wenn
Sie sich wieder als der einsichtige Freund, von
dem ich letzthin in Wien als ich deprimiert
war, viel Freude hatte, und machen Sie einerseits
nicht diese Aufführung möglich und lassen Sie andrer-
seits auch mir etwas davon zukommen, wenn
ein glücklicher Ausgang es ermöglicht.
Immerhin könnte ja falls eine zweite
Aufführung12 in Wien Ueberschuss ergiebt, auch
von dem etwas an Sie gezahlt genom werden!
Aufführung12 in Wien Ueberschuss ergiebt, auch
von dem etwas an Sie gezahlt genom werden!
Das gleiche kann ich Ihnen für Berlin zu-
sagen. Ich lasse mir gleich eine II. Aufführung
[re]servieren.
sagen. Ich lasse mir gleich eine II. Aufführung
[re]servieren.
Die Bläser brauche ich nicht (die wurden
mir bereits von den Druckereien zugesandt)
mir bereits von den Druckereien zugesandt)
Aber die Streicher:
- 6 – I Geigen
- 6 – II 〃 [Geigen]
- 4 Bratschen
- 4 Vcl
- 4 Ctrbss.
Ich bitte Sie mir dieses Material für meine
eigenen Dirigierzwecke14 zu überlassen, da
ich mir hier meine Eintragungen eigenhändig
eigenen Dirigierzwecke14 zu überlassen, da
ich mir hier meine Eintragungen eigenhändig
mache, die für Andere keinen
Wert haben,
mir aber das Probieren erleichtern.
mir aber das Probieren erleichtern.
Arrangement
Pläne zu einer Aufführung der
Gurre-Lieder in Berlin reichen bis in das Jahr 1910 zurück und erstrecken sich bis 1914. Nach mehreren Verschiebungen aus primär
finanziellen Gründen, wurde wegen eines ebenfalls finanziell begründeten
Zerwürfnisses zwischen Schönberg
und Chorleiter Siegfried Ochs ein
bereits konkret organisiertes Konzert am 2.
Februar 1914 abgesagt. Mit dem Arrangement hatte Schönberg zunächst seinen Agenten
Emil Gutmann, dann die Konzertdirektion Hermann Wolff beauftragt (ASGA B 16/3, S.
47f.).
„als zullendes Kind, zog ich dich auf“
Anspielung auf Richard Wagner, Siegfried, 1.
Aufzug.
Konzert-Engagements
Arnold Schönberg bezieht sich vor
allem auf die erste Tournee 1912 mit
Aufführungen von Pierrot lunaire op. 21.
Honorar
Die Forderung einer
Provisionszahlung wurde unter Hinzuziehung der Anwaltskanzlei
Chodziesner und Kuntze fortgesetzt. Der Streitpunkt
wurde im Mai 1914 durch Zahlung von
Albertine Zehme beendet
(Arnold Schönberg an Emil Gutmann, 15. Mai 1914; ASCC 409).
Vortrag über Mahler
Der Vortrag fand anlässlich der Berliner Erstaufführung am 18. Oktober 1912 von Gustav
Mahler, Das Lied von der Erde statt. Diese war Teil einer
Serie von sechs Symphonie-Konzerten des Berliner Philharmonischen Orchesters unter der
Leitung von Oskar Fried (Berliner Tageblatt
1912b).
Proben und dem Konzert
Beiträge
Konzert
Bezugnehmend auf die Konzerte mit Pierrot
lunaire op. 21
5. November 1912, München, Bayerischer Hof und
2. November 1912, Wien, Bösendorfer-Saal berichtete
Albertine Zehme
Schönberg, dass in München wegen zu großzügig
vergebener Freikarten nur geringe Einnahmen erzielt worden waren
bzw. aus „Wiener Schlamperei“ die Abrechung aus Wien ausstand. Sie kritisierte die
Agentur und bat Schönberg, sich
bei Gutmann einzusetzen,
„daß derlei Kopflosigkeiten nicht das Geschäft in den
folgenden Orten verderben“ (Albertine Zehme an Arnold
Schönberg, 6. November 1912; ASCC 18508; Albertine Zehme an Arnold Schönberg, 7.
November 1912; ASCC 18509).
Petersburg
Haag
aufzubringen
Aufführung
Aufgrund des großen Erfolgs
der Uraufführung
23. Februar 1913, Wien, Großer Musikvereinssaal, Philharmonischer Chor wurde gleich auf eine
Wiederholung reflektiert. Diese wurde bereits am 27. Februar 1913 für März angekündigt, um Kartenvormerkungen
entgegenzunehmen (Neues Wiener Tagblatt 1913). Der schließlich fixierte
Termin 29. April 1913 wurde abgesagt.
Offiziell wegen schlechten Kartenverkaufs, tatsächlich dürfte jedoch
das sogenannte Skandalkonzert
31. März 1913, Wien, Großer Musikvereinssaal, Akademischer Verband für Literatur und Musik in Wien,
Orchester-Konzert
ausschlaggebend gewesen sein. Die zweite Aufführung in Wien fand ein Jahr später statt:
27. März 1914, Wien, Großer Musikvereinssaal, Philharmonischer Chor
(Alban Berg an Arnold Schönberg, 16.
April 1913; ASCC 10154); ASGA B 16/3, S.
47).
Material
Schönbergs Handexemplar der gedruckten Stimmen zum
Erstdruck (ASGA B 11/2, Quelle Da).
Dirigierzwecke
11/3. 1913
Lieber Herr Direktor, I.) Gutmann hat für das
Arrangement1 erst 2000 Mark, dann
1000 verlangt und sich zum Schluss mit 500 „begnügt“ während er nach dem officiellen Tarif der Konzert
Arrangeure höchstens 150–200 zu beanspruchen
hätte. Wolff
dagegen macht das Arrangement als Ehrensache
umsonst!
II. Gutmann bin ich zu gar keiner Dankbarkeit verpflichtet und außerdem wenn er sich wie Mime
benimmt („als zullendes Kind, zog ich dich auf“2) so werde ich wie Siegfried handeln.
Die Konzert-Engagements3, die ich durch ihn abschloss entsprangen keineswegs seiner
Anregung!
Außerdem hat er dafür 10 % Provision erhalten. Ferner hat er 10 % von
meinem Honorar4 für
Pierrot von Frau Zehme erhalten. Ferner habe ich ihm unentgeltlich
einen Vortrag über Mahler5
gehalten, den er zur Propaganda für seine Fried-
Konzerte benötigte; den ich bloß nicht abschlug weil er mir Ehrenpflicht ist, dennoch aber gerne zu einer gelegeneren Zeit
gehalten hätte, als er forderte: gerade als ich mit den letzten Pierrot
Proben und dem Konzert6 beschäftigt war, musste ich in großer Eile den Vortrag
überarbeiten!! Ferner habe ich ihm 2 mal Gratis-Beiträge7 für sein Taschenbuch geliefert. Wenn er also wirklich bei
seinem Münchner-Konzert8 für mich draufgezahlt hat, so ist er durch meine reichlichen Gegenleistungen wohl mehr als entschädigt!
III. Ist es nicht wahr, dass er etwas für meine Sachen tut. Er hat hier 2
Serien moderner Konzerte (Fried und
Busoni resp Fröbe). Nicht eine Note
von mir wurde gespielt. Und außer Haag
und Petersburg9 hat er mir kein einziges Engagement
gemacht. Dabei gieng Haag10 von Mengelberg aus und dem Siloti zu schreiben
musste ich ihn erst veranlassen.
IV. Ich wollte schriftliche Abmachungen über die Höhe seiner Ansprüche und
den Grad der Leistungen zu denen er verpflichtet sein soll. Denn ich will nicht, da das Konzert zum Theil auf
mein Risiko geht, dass er mich zum Schluss ebenso wie Frau Zehme ums Dreifache
überhält. Gutmann spielt sich auf den
„Künstler“ hinaus; ich bin aber kein Freund derartiger Künstler!
Wolff hat in meiner Angelegenheit großen
Ehrgeiz und ist in jeder denkbaren Hinsicht solider.
Ich habe ihm daher die Angelegenheit definitiv übertragen und Ihr Vorschlag
kommt zu spät.
Nun zu Ihrer Forderung von 1000 Mark für das Material: Dazu muss ich Ihnen
noch einmal sagen, dass ich das Konzert zum Teil aus Eigenem
riskiere.
Die Kosten werden cirka 10000–11000 Mark
betragen. 8000 sind da, 1000 hoffe ich noch
aufzubringen11. Den Rest wird uns Wolff
kreditieren!
Ich müsste also, wenn Sie auf Ihrer Forderung bestehen, das Konzert
absagen.
Ich will Ihnen gerne für den Fall eines Ueberschusses einen Betrag zusagen.
Aber in erster Linie komme jetzt
ich!! Endlich will auch ich einmal was von meinen
Werken haben. In meinem Alter haben
Strauß und Reger von ihren Verlegern 100000 und mehr für ein Werk
bekommen. Mir haben die Gurrelieder bis
jetzt 500 Kronen eingebracht!
Ich bitte Sie also dringendst – Sie haben doch sonst ein Einsehen mit
gerechten Wünschen–! lassen Sie von Ihrer an mich
gerichteten Forderung ab!! Diese 1000 Mark würde
ich Ihnen bezahlen!! Das wäre doch ungerecht!! Auch wenn Ueberschuss ist! Denn das würde sonst
mir gehören! Sie verdienen ja an Klavierauszug und Partitur! Während ich bis jetzt noch nichts
davon habe!!!
Ich bitte Sie also, lieber Herr Direktor, zeigen Sie sich wieder als der
einsichtige Freund, von dem ich letzthin in Wien als ich deprimiert war, viel Freude hatte, und machen
Sie einerseits nicht diese Aufführung möglich und lassen Sie andrerseits auch mir etwas davon zukommen, wenn ein glücklicher Ausgang es ermöglicht.
Immerhin könnte ja falls eine zweite
Aufführung12
in Wien Ueberschuss ergiebt, auch
von dem etwas an Sie gezahlt werden!
Das gleiche kann ich Ihnen für Berlin zusagen. Ich lasse mir gleich eine II. Aufführung
reservieren.
Nun etwas äußerst Dringendes:
ich muß umgehend das Material13
für die Kammersymphonie bekommen.
Die Bläser brauche ich nicht (die wurden mir bereits von den Druckereien
zugesandt)
Aber die Streicher:
- 6 – I Geigen
- 6 – II Geigen
- 4 Bratschen
- 4 Vcl
- 4 Ctrbss.
Ich bitte Sie mir dieses Material für meine eigenen Dirigierzwecke14 zu überlassen, da ich mir hier meine
Eintragungen eigenhändig mache, die für Andere keinen
Wert haben, mir aber das Probieren erleichtern.
Arrangement
Pläne zu einer Aufführung der
Gurre-Lieder in Berlin reichen bis in das Jahr 1910 zurück und erstrecken sich bis 1914. Nach mehreren Verschiebungen aus primär
finanziellen Gründen, wurde wegen eines ebenfalls finanziell begründeten
Zerwürfnisses zwischen Schönberg
und Chorleiter Siegfried Ochs ein
bereits konkret organisiertes Konzert am 2.
Februar 1914 abgesagt. Mit dem Arrangement hatte Schönberg zunächst seinen Agenten
Emil Gutmann, dann die Konzertdirektion Hermann Wolff beauftragt (ASGA B 16/3, S.
47f.).
„als zullendes Kind, zog ich dich auf“
Anspielung auf Richard Wagner, Siegfried, 1.
Aufzug.
Konzert-Engagements
Arnold Schönberg bezieht sich vor
allem auf die erste Tournee 1912 mit
Aufführungen von Pierrot lunaire op. 21.
Honorar
Die Forderung einer
Provisionszahlung wurde unter Hinzuziehung der Anwaltskanzlei
Chodziesner und Kuntze fortgesetzt. Der Streitpunkt
wurde im Mai 1914 durch Zahlung von
Albertine Zehme beendet
(Arnold Schönberg an Emil Gutmann, 15. Mai 1914; ASCC 409).
Vortrag über Mahler
Der Vortrag fand anlässlich der Berliner Erstaufführung am 18. Oktober 1912 von Gustav
Mahler, Das Lied von der Erde statt. Diese war Teil einer
Serie von sechs Symphonie-Konzerten des Berliner Philharmonischen Orchesters unter der
Leitung von Oskar Fried (Berliner Tageblatt
1912b).
Proben und dem Konzert
Beiträge
Konzert
Bezugnehmend auf die Konzerte mit Pierrot
lunaire op. 21
5. November 1912, München, Bayerischer Hof und
2. November 1912, Wien, Bösendorfer-Saal berichtete
Albertine Zehme
Schönberg, dass in München wegen zu großzügig
vergebener Freikarten nur geringe Einnahmen erzielt worden waren
bzw. aus „Wiener Schlamperei“ die Abrechung aus Wien ausstand. Sie kritisierte die
Agentur und bat Schönberg, sich
bei Gutmann einzusetzen,
„daß derlei Kopflosigkeiten nicht das Geschäft in den
folgenden Orten verderben“ (Albertine Zehme an Arnold
Schönberg, 6. November 1912; ASCC 18508; Albertine Zehme an Arnold Schönberg, 7.
November 1912; ASCC 18509).
Petersburg
Haag
aufzubringen
Aufführung
Aufgrund des großen Erfolgs
der Uraufführung
23. Februar 1913, Wien, Großer Musikvereinssaal, Philharmonischer Chor wurde gleich auf eine
Wiederholung reflektiert. Diese wurde bereits am 27. Februar 1913 für März angekündigt, um Kartenvormerkungen
entgegenzunehmen (Neues Wiener Tagblatt 1913). Der schließlich fixierte
Termin 29. April 1913 wurde abgesagt.
Offiziell wegen schlechten Kartenverkaufs, tatsächlich dürfte jedoch
das sogenannte Skandalkonzert
31. März 1913, Wien, Großer Musikvereinssaal, Akademischer Verband für Literatur und Musik in Wien,
Orchester-Konzert
ausschlaggebend gewesen sein. Die zweite Aufführung in Wien fand ein Jahr später statt:
27. März 1914, Wien, Großer Musikvereinssaal, Philharmonischer Chor
(Alban Berg an Arnold Schönberg, 16.
April 1913; ASCC 10154); ASGA B 16/3, S.
47).
Material
Schönbergs Handexemplar der gedruckten Stimmen zum
Erstdruck (ASGA B 11/2, Quelle Da).
Dirigierzwecke
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 11. März 1913, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6846.