Arnold Schönberg an Universal-Edition
14. Juni 1913
14/6. 1913
L. H. Dir., – in Eile
2. Besondere Wünsche für die Herstellung des Materials habe
ich bis jetzt nicht. Sollten sich welche ergeben, werde ich sie Ihnen
rechtzeitig mitteilen.
ich bis jetzt nicht. Sollten sich welche ergeben, werde ich sie Ihnen
rechtzeitig mitteilen.
3. Dagegen muss ich Sie dringendst ersuchen, das Material
wenigstens
drei (3) mal revidieren zu lassen. Und zwar von verlässlichen,
erfahrenen und verantwortlichen Personen. Ich muss Ihnen sagen,
dass z. B. das Material meines II. Quartetts (das gar nicht revidiert
wurde!!) äußerst unverlässlich ist. – Ich bitte Sie sehr das zu berücksichtigen.
Eine Probe der Gurrelieder kostet ca 800 Mark; und man braucht 2 Proben,
wenn ein Material schlecht ist.
drei (3) mal revidieren zu lassen. Und zwar von verlässlichen,
erfahrenen und verantwortlichen Personen. Ich muss Ihnen sagen,
dass z. B. das Material meines II. Quartetts (das gar nicht revidiert
wurde!!) äußerst unverlässlich ist. – Ich bitte Sie sehr das zu berücksichtigen.
Eine Probe der Gurrelieder kostet ca 800 Mark; und man braucht 2 Proben,
wenn ein Material schlecht ist.
[nen,] die ich an
einzelnen Stellen gemacht
habe, so gilt das selbstverständlich
für immer und solche Retouchen sollen
auch in die Partitur3 (mit roter Tinte)
eingetragen werden.
habe, so gilt das selbstverständlich
für immer und solche Retouchen sollen
auch in die Partitur3 (mit roter Tinte)
eingetragen werden.
Ich bezweifle, dass Sie mit zwei
Materialien durchkommen. Die
Amsterdamer Aufführung unter meiner
Leitung ist so gut, wie sicher. Und ich rechne
noch auf Prag, Mannheim und
Petersburg! Wollen Sie dort nicht nachfragen!
Materialien durchkommen. Die
Amsterdamer Aufführung unter meiner
Leitung ist so gut, wie sicher. Und ich rechne
noch auf Prag, Mannheim und
Petersburg! Wollen Sie dort nicht nachfragen!
Herzl Gruß
Schönberg
in Berlin
singt
Pläne zu einer Aufführung der
Gurre-Lieder in Berlin reichen bis in das Jahr 1910 zurück und erstrecken sich bis 1914. Nach mehreren Verschiebungen aus primär
finanziellen Gründen, wurde wegen eines ebenfalls finanziell begründeten
Zerwürfnisses zwischen Schönberg
und Chorleiter Siegfried Ochs ein
bereits konkret organisiertes Konzert am 2.
Februar 1914 abgesagt. Mit dem Arrangement hatte Schönberg zunächst seinen Agenten
Emil Gutmann, dann die Konzertdirektion Hermann Wolff beauftragt (ASGA B 16/3, S.
47f.).
In Wien
Partitur
Partiturreinschrift (ASGA B 16/1, Quelle C).
Material
Stimmenmaterial der Uraufführung, teilweise
verschollen: Chorstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.1); Männerchorstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.1a); autographierte Stimmen der I.
und II. Geigen (ASGA B 16/1, Quelle G.2*); autographierte Bratschen-,
Violoncello- und Kontrabaßstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.3); handschriftliche Bläser-,
Harfen-, Celesta- und Schlagwerkstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.4*).
14/6. 1913
L. H. Dir., – in Eile
2. Besondere Wünsche für die Herstellung des Materials habe ich bis jetzt
nicht. Sollten sich welche ergeben, werde ich sie Ihnen rechtzeitig
mitteilen.
3. Dagegen muss ich Sie dringendst ersuchen, das Material
wenigstens
drei (3) mal revidieren zu lassen. Und zwar von
verlässlichen, erfahrenen und verantwortlichen Personen. Ich muss Ihnen
sagen, dass z. B. das Material meines II.
Quartetts (das gar nicht revidiert wurde!!) äußerst
unverlässlich ist. – Ich bitte Sie sehr das zu berücksichtigen. Eine Probe
der Gurrelieder kostet ca 800 Mark; und man
braucht 2 Proben, wenn ein Material schlecht ist.
4. Ihre Frage nach einer „verstärkten
(ursprünglichen?) Besetzung“ der
Bläser verstehe ich nicht. In Wien2
wurde doch die Originalbesetzung gemacht und nur so soll es überall gemacht
werden! Wenn sie aber kleine Retouchen mei
nen, die ich an
einzelnen Stellen gemacht habe, so gilt das selbstverständlich für
immer und solche Retouchen sollen auch in die Partitur3
(mit roter Tinte) eingetragen werden.
Ich bezweifle, dass Sie mit zwei
Materialien durchkommen. Die
Amsterdamer Aufführung unter meiner
Leitung ist so gut, wie sicher. Und ich rechne noch auf Prag, Mannheim und
Petersburg! Wollen Sie dort nicht
nachfragen!
Herzl Gruß
Schönberg
in Berlin
singt
Pläne zu einer Aufführung der
Gurre-Lieder in Berlin reichen bis in das Jahr 1910 zurück und erstrecken sich bis 1914. Nach mehreren Verschiebungen aus primär
finanziellen Gründen, wurde wegen eines ebenfalls finanziell begründeten
Zerwürfnisses zwischen Schönberg
und Chorleiter Siegfried Ochs ein
bereits konkret organisiertes Konzert am 2.
Februar 1914 abgesagt. Mit dem Arrangement hatte Schönberg zunächst seinen Agenten
Emil Gutmann, dann die Konzertdirektion Hermann Wolff beauftragt (ASGA B 16/3, S.
47f.).
In Wien
Partitur
Partiturreinschrift (ASGA B 16/1, Quelle C).
Material
Stimmenmaterial der Uraufführung, teilweise
verschollen: Chorstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.1); Männerchorstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.1a); autographierte Stimmen der I.
und II. Geigen (ASGA B 16/1, Quelle G.2*); autographierte Bratschen-,
Violoncello- und Kontrabaßstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.3); handschriftliche Bläser-,
Harfen-, Celesta- und Schlagwerkstimmen (ASGA B 16/1, Quelle G.4*).
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 14. Juni 1913, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6849.