Verehrter Herr Direktor, ich habe die
[St]immen meines Quartettes zur Anfertigung
von zwei Abschriften einem Schreiber überge-
ben und ihm 20 Heller für die Seite
zugesagt. Das ist nicht viel, denn er kann
kaum mehr als zwei Seiten in der
Stunde schreiben; das machen die Stichworte
in den beiden letzten Sätzen. Diese Stimme
wird dadurch komplicierter als ein
Klaviersatz und hat 20! Zeilen auf der
[Se]ite!! Sie sind doch hoffentlich damit
einverstanden.
Ich werde ihn dann mit der Rechnung zu
Ihnen schicken.
Sind Sie mit dem Maschin- Schreiber1 einverstanden?
Herzl Gruß Schönberg
Verehrter Herr Direktor, ich habe die Stimmen meines Quartettes zur Anfertigung von zwei Abschriften einem Schreiber übergeben und ihm 20 Heller für die Seite zugesagt. Das ist nicht viel, denn er kann kaum mehr als zwei Seiten in der Stunde schreiben; das machen die Stichworte in den beiden letzten Sätzen. Diese Stimme wird dadurch komplicierter als ein Klaviersatz und hat 20! Zeilen auf der Seite!! Sie sind doch hoffentlich damit einverstanden.
Ich werde ihn dann mit der Rechnung zu Ihnen schicken.
Sind Sie mit dem Maschin- Schreiber1 einverstanden?
Herzl Gruß Schönberg


4. Juli 1910

Datierung laut Eingangsstempel

Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 4. Juli 1910, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6907.

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