Arnold Schönberg an Universal-Edition
20. September 1911
Lieber Herr Direktor Herzka, beiliegend noch ein
Brief von Herrn Nestor Lejeune (bitte auch den zurück)
und ein Telegramm von Schuch (bitte zurück) das ich
verspätet erst heute erhielt.
Brief von Herrn Nestor Lejeune (bitte auch den zurück)
und ein Telegramm von Schuch (bitte zurück) das ich
verspätet erst heute erhielt.
Lejeune will die Stimmen des II. Quar-
tetts! Wann erscheinen die1? Wurde Ihrerseits
schon urgiert? Er ist offenbar höchst dringend!
tetts! Wann erscheinen die1? Wurde Ihrerseits
schon urgiert? Er ist offenbar höchst dringend!
Ich habe deshalb Rosé
gebeten2 seine Stimmen
zu schicken. Vielleicht telefonieren Sie sofort
zu ihm, ob er es getan hat (D 217) und
wenn nicht, lassen Sie die Stimmen bei
ihm abholen und schicken Sie express an Nestor
Lejeune.
zu schicken. Vielleicht telefonieren Sie sofort
zu ihm, ob er es getan hat (D 217) und
wenn nicht, lassen Sie die Stimmen bei
ihm abholen und schicken Sie express an Nestor
Lejeune.
Schuch: Wann erscheint die Pelleas-
Partitur?3 Sie sehen man braucht sie. Auch
Zemlinsky, der vorbereiten will4 braucht sie!
Man wird auch Material brauchen. Wir
besitzen nur eines5 und das hat Fried!
Partitur?3 Sie sehen man braucht sie. Auch
Zemlinsky, der vorbereiten will4 braucht sie!
Man wird auch Material brauchen. Wir
besitzen nur eines5 und das hat Fried!
Es ist sehr bedauerlich, dass die Par-
titur nicht rechtzeitig aufliegt.
Sie konnten so den Berliner Erfolg
nicht ausnützen. Die hätte schon längst
an die wichtigsten Konzertgesellschaften ver-
schickt sein sollen!
nicht ausnützen. Die hätte schon längst
an die wichtigsten Konzertgesellschaften ver-
schickt sein sollen!
Geschah etwas für meine Orchester-
lieder?
lieder?
Ich darf also wohl mit Recht böse
sein! Denn es wird auf diese Art
wohl Ende Oktober werden!
sein! Denn es wird auf diese Art
wohl Ende Oktober werden!
Und wir hatten Anfang September ver-
abredet. Und ich hatte mich so geplagt um
rechtzeitig fertig zu werden!
abredet. Und ich hatte mich so geplagt um
rechtzeitig fertig zu werden!
Das ist nicht in der Ordnung!
Ich fahre wahrscheinlich Ende dieser
Woche nach Berlin. Vorläufig für einige
Tage. Ich habe manche Angelegenheiten dort
Woche nach Berlin. Vorläufig für einige
Tage. Ich habe manche Angelegenheiten dort
zu betreiben. Insbesondere die
Auf-
führungen meiner beiden Bühnenwerke8
bei Reinhart, die ich selbst dirigieren
soll! Reinhart ist sehr geneigt dazu!
Ich hoffe auch noch etwas Anderes bei ihm durch-
[zu]setzen, deshalb fahre ich hin. Und dann noch
wegen einiger anderer Verhandlungen. Sie wissen,
man will mich nach Berlin bringen. (Bitte
Diskretion!) Ich bin nicht abgeneigt, wenn
sich Garantien finden! Und ich glaube, Sie
haben sich schon gefunden!!
führungen meiner beiden Bühnenwerke8
bei Reinhart, die ich selbst dirigieren
soll! Reinhart ist sehr geneigt dazu!
Ich hoffe auch noch etwas Anderes bei ihm durch-
[zu]setzen, deshalb fahre ich hin. Und dann noch
wegen einiger anderer Verhandlungen. Sie wissen,
man will mich nach Berlin bringen. (Bitte
Diskretion!) Ich bin nicht abgeneigt, wenn
sich Garantien finden! Und ich glaube, Sie
haben sich schon gefunden!!
Emil Guttmann will mir Aufführungen
von Pelleas verschaffen, die ich selbst dirigieren
[so]ll. Ich glaube, das wird auch werden.
von Pelleas verschaffen, die ich selbst dirigieren
[so]ll. Ich glaube, das wird auch werden.
Auch sonst ist Manches los. Doch darüber
ein anderesmal, bis etwas entschieden ist.
ein anderesmal, bis etwas entschieden ist.
Wann erscheinen
die
Erstdruck der Stimmen, Lieferdatum: 23.
September 1911, Auflage: 800 (Buchon 2015, Bd. 5, S.667).
gebeten
Arnold Schönberg an Arnold Rosè, 20. September 1911
(ASCC 6365).
erscheint die Pelleas- Partitur?
Lieferdatum: 6. Oktober 1911, Auflage: 100
(Buchon 2015, Bd.
5, S. 665).
Zemlinsky, der vorbereiten
will
besitzen nur eines
Handschriftliches
Stimmenmaterial der Uraufführung, teilweise autograph, verschollen (ASGA B 10, Quelle E*).
Manuskript- Partitur
Partiturreinschrift, autograph (ASGA B 10, Quelle C).
senden lassen
Arnold Schönberg beauftragte
Anton Webern, die Partitur aus
seiner Wiener Wohnung zu
holen und an Ernst Schuch zu
senden. Die Sendung erfolgte am 20. September
1911 (Anton Webern an Arnold Schönberg, 20. September 1911;
ASCC 21896; Anton Webern an Arnold Schönberg, 22. September
1911 (ASCC 21897); Ernst Schuch an Arnold Schönberg 24. September
1911; ASCC 18914).
Bühnenwerke
Erwartung op. 17 und Die glückliche Hand op. 18 (noch
unvollendet); Max Reinhardt hielt die Werke jedoch aus Mangel an
„musikalischen Kräften“ für unaufführbar „im Rahmen
eines regulären Schauspieltheaters“ (Max Reinhardt an Arnold
Schönberg, 23. September 1911; ASCC
22383).
20/9. 1911
Berg am Starnberger-See,
Bayern
per Adr. Widl
Lieber Herr Direktor Herzka, beiliegend noch ein
Brief von Herrn
Nestor Lejeune
(bitte auch den zurück) und ein Telegramm von Schuch
(bitte zurück) das ich verspätet erst heute erhielt.
Lejeune will die Stimmen des II. Quartetts! Wann erscheinen
die1? Wurde Ihrerseits schon urgiert? Er ist
offenbar höchst dringend!
Ich habe deshalb Rosé
gebeten2 seine Stimmen zu schicken.
Vielleicht telefonieren Sie sofort zu ihm, ob er es getan hat (D 217) und
wenn nicht, lassen Sie die Stimmen bei ihm abholen und schicken Sie
express an Nestor Lejeune.
Schuch: Wann erscheint die Pelleas-Partitur?3 Sie sehen man braucht sie. Auch
Zemlinsky, der vorbereiten
will4 braucht sie! Man wird auch Material brauchen. Wir
besitzen nur eines5 und das hat Fried!
Es ist sehr bedauerlich, dass die Par
titur nicht rechtzeitig aufliegt.
Sie konnten so den Berliner Erfolg
nicht ausnützen. Die hätte schon längst an die wichtigsten
Konzertgesellschaften verschickt sein
sollen!
Geschah etwas für meine Orchesterlieder?
Wann erscheint die Harmonielehre? Ich habe
noch immer nicht die 3te
Korrektur erhalten!
Ich darf also wohl mit Recht böse sein! Denn es wird
auf diese Art wohl Ende Oktober werden!
Und wir hatten Anfang September verabredet. Und ich hatte mich so geplagt um rechtzeitig fertig zu werden!
Das ist nicht in der Ordnung!
Ich fahre wahrscheinlich Ende dieser Woche nach Berlin. Vorläufig für einige Tage. Ich habe manche
Angelegenheiten dort zu betreiben. Insbesondere die
Aufführungen meiner beiden Bühnenwerke8
bei Reinhart, die
ich selbst dirigieren soll! Reinhart
ist sehr geneigt dazu! Ich hoffe auch noch etwas
Anderes bei ihm durch
zusetzen, deshalb fahre ich hin. Und dann noch
wegen einiger anderer Verhandlungen. Sie wissen, man will mich nach
Berlin bringen. (Bitte
Diskretion!) Ich bin nicht abgeneigt, wenn sich Garantien finden! Und
ich glaube, Sie haben sich schon gefunden!!
Emil Guttmann will mir Aufführungen von
Pelleas verschaffen, die ich selbst dirigieren
soll. Ich glaube, das wird auch
werden.
Auch sonst ist Manches los. Doch darüber ein anderesmal, bis etwas
entschieden ist.
Wann erscheinen
die
Erstdruck der Stimmen, Lieferdatum: 23.
September 1911, Auflage: 800 (Buchon 2015, Bd. 5, S.667).
gebeten
Arnold Schönberg an Arnold Rosè, 20. September 1911
(ASCC 6365).
erscheint die Pelleas- Partitur?
Lieferdatum: 6. Oktober 1911, Auflage: 100
(Buchon 2015, Bd.
5, S. 665).
Zemlinsky, der vorbereiten
will
besitzen nur eines
Handschriftliches
Stimmenmaterial der Uraufführung, teilweise autograph, verschollen (ASGA B 10, Quelle E*).
Manuskript- Partitur
Partiturreinschrift, autograph (ASGA B 10, Quelle C).
senden lassen
Arnold Schönberg beauftragte
Anton Webern, die Partitur aus
seiner Wiener Wohnung zu
holen und an Ernst Schuch zu
senden. Die Sendung erfolgte am 20. September
1911 (Anton Webern an Arnold Schönberg, 20. September 1911;
ASCC 21896; Anton Webern an Arnold Schönberg, 22. September
1911 (ASCC 21897); Ernst Schuch an Arnold Schönberg 24. September
1911; ASCC 18914).
Bühnenwerke
Erwartung op. 17 und Die glückliche Hand op. 18 (noch
unvollendet); Max Reinhardt hielt die Werke jedoch aus Mangel an
„musikalischen Kräften“ für unaufführbar „im Rahmen
eines regulären Schauspieltheaters“ (Max Reinhardt an Arnold
Schönberg, 23. September 1911; ASCC
22383).
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 20. September 1911, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6949.