Arnold Schönberg an Universal-Edition
13. Februar 1912
Lieber Herr Direktor Herzka, die Pelleas-Stimmen habe
i[ch] erhalten. Sie sind sehr schön. Ob sie auch richtig sind, weiß
ich nicht. Wurden sie corrigiert? Von wem? Ich hoffe, ich
kann sie in Prag benützen. Jedenfalls aber muss ich Sie
bitten, die alten Stimmen1 auch nach Prag zu schicken, denn
da ich nicht sehr viele Proben habe, kann ich die nicht zum
Stimmen korrigieren verwenden und das vorher zu tun, habe ich
leider keine Zeit. – Uebrigens: man sandte mir
nur die Bläserstimmen! Die Streicherst erhielt ich nicht.
Dann: was soll ich mit diesen Stimmen? Muss ich
die nach Prag2 mitbringen? – Ich hoffe bald von
I[hn]en Nachricht zu haben, wann Sie in Berlin sind!
i[ch] erhalten. Sie sind sehr schön. Ob sie auch richtig sind, weiß
ich nicht. Wurden sie corrigiert? Von wem? Ich hoffe, ich
kann sie in Prag benützen. Jedenfalls aber muss ich Sie
bitten, die alten Stimmen1 auch nach Prag zu schicken, denn
da ich nicht sehr viele Proben habe, kann ich die nicht zum
Stimmen korrigieren verwenden und das vorher zu tun, habe ich
leider keine Zeit. – Uebrigens: man sandte mir
nur die Bläserstimmen! Die Streicherst erhielt ich nicht.
Dann: was soll ich mit diesen Stimmen? Muss ich
die nach Prag2 mitbringen? – Ich hoffe bald von
I[hn]en Nachricht zu haben, wann Sie in Berlin sind!
Meinen Vortrag den ich in
Wien
halten sollte, habe ich abgesagt3. Ich
will mit Wien nichts zu tun
haben4. In Paris werde ich
2 mal aufgeführt5 am [...] 13 und
20. März (statt im April).
halten sollte, habe ich abgesagt3. Ich
will mit Wien nichts zu tun
haben4. In Paris werde ich
2 mal aufgeführt5 am [...] 13 und
20. März (statt im April).
Herzl Gruß Ihr
Arnold Schönberg
Stimmen
Handschriftliches
Stimmenmaterial der Uraufführung, teilweise autograph, verschollen (ASGA B 10, Quelle E*).
nach Prag
abgesagt
Vortrag über Gustav Mahler im Akademischen Verband für Literatur und Musik (Arnold
Schönberg an Erhard Buschbeck, 7. Februar 1912; ASCC
7676).
mit Wien nichts zu tun
haben
„[…] seit ich den
Mahler-Vortrag abgelehnt habe. Sollte ich damit ein Unrecht getan haben,
für das ich gestraft werde? Mit meinem Wissen nicht. Ich glaubte so
handeln zu müssen. Ich hatte ja eigentlich zuerst anders gehandelt, als
mir es Mahlers Beispiel zeigte, der
Wien mied, wo er konnte, als
man ihn vertrieb. Ich kam darauf, dass er doch recht hatte und sagte
ab.“ (Arnold Schönberg, Versuch eines Tagebuchs, Eintrag vom 18. Februar
1912; ASSV 7.1.).
aufgeführt
Ankündigung: Die Zeit 1912a;
20. März 1912, Paris, Salle Pleyel; 2. Konzert nicht
nachweisbar.
Lieber Herr Direktor Herzka, die Pelleas-Stimmen habe
ich erhalten. Sie sind sehr schön. Ob
sie auch richtig sind, weiß ich nicht. Wurden sie
corrigiert? Von wem? Ich hoffe, ich kann sie in Prag benützen. Jedenfalls aber muss ich Sie
bitten, die alten Stimmen1 auch nach Prag zu
schicken, denn da ich nicht sehr viele Proben habe, kann ich die
nicht zum Stimmen korrigieren verwenden und das vorher zu tun, habe ich
leider keine Zeit. – Uebrigens: man sandte mir nur die Bläserstimmen! Die Streicherst erhielt ich nicht. Dann: was soll ich mit
diesen Stimmen? Muss ich die nach Prag2 mitbringen? – Ich hoffe bald von Ihnen Nachricht zu haben, wann Sie in Berlin sind! Meinen Vortrag den ich in
Wien
halten sollte, habe ich abgesagt3. Ich will mit Wien nichts zu tun
haben4. In Paris werde ich 2 mal
aufgeführt5 am
13 und
20. März (statt im April).
Herzl Gruß Ihr
Arnold Schönberg
Stimmen
Handschriftliches
Stimmenmaterial der Uraufführung, teilweise autograph, verschollen (ASGA B 10, Quelle E*).
nach Prag
abgesagt
Vortrag über Gustav Mahler im Akademischen Verband für Literatur und Musik (Arnold
Schönberg an Erhard Buschbeck, 7. Februar 1912; ASCC
7676).
mit Wien nichts zu tun
haben
„[…] seit ich den
Mahler-Vortrag abgelehnt habe. Sollte ich damit ein Unrecht getan haben,
für das ich gestraft werde? Mit meinem Wissen nicht. Ich glaubte so
handeln zu müssen. Ich hatte ja eigentlich zuerst anders gehandelt, als
mir es Mahlers Beispiel zeigte, der
Wien mied, wo er konnte, als
man ihn vertrieb. Ich kam darauf, dass er doch recht hatte und sagte
ab.“ (Arnold Schönberg, Versuch eines Tagebuchs, Eintrag vom 18. Februar
1912; ASSV 7.1.).
aufgeführt
Ankündigung: Die Zeit 1912a;
20. März 1912, Paris, Salle Pleyel; 2. Konzert nicht
nachweisbar.
13. Februar 1912 (unsicher)
Datierung laut Poststempel
Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Wien
Archiv
Universal Edition Collection
Postkarte
Zitierhinweis:
Arnold Schönberg an Universal-Edition, 13. Februar 1912, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.6972.