17/8. 1912
Lieber Herr Direktor, Sie schreiben1 am
12./8. dass Sie mich!!! für das verloren ge-
gangene Pakett2 mit 15 Mark „belastet“
[habe]n. Das geht gar nicht. Ich protestiere
energisch dagegen. Ich bin schon genug be-
lastet. Ich bin ja geradezu schon erblich be-
lastet. Ich bezahle das nicht, denn das
ist force-majeur. Es ist ja möglich, dass
das Pakett noch gefunden wird. Dann
soll ich 15 Mark bezahlen?!? Sie werden
das wohl einsehen. Bitte teilen
Sie mir umgehend mit, dass Sie mich
[v]on dieser Summe erblich ent-
lasten
. Diese Last muss ich abschütteln.
Man schlept immer die Last und wird
der Esel. Und der soll ich sein. O. nein!!!
Herzl Gruß Schönberg

Ihren Brief beantworte ich
morgen oder übermorgen

17/8. 1912
Lieber Herr Direktor, Sie schreiben1 am 12./8. dass Sie mich!!! für das verloren gegangene Pakett2 mit 15 Mark „belastet“ haben. Das geht gar nicht. Ich protestiere energisch dagegen. Ich bin schon genug belastet. Ich bin ja geradezu schon erblich belastet. Ich bezahle das nicht, denn das ist force-majeur. Es ist ja möglich, dass das Pakett noch gefunden wird. Dann soll ich 15 Mark bezahlen?!? Sie werden das wohl einsehen. Bitte teilen Sie mir umgehend mit, dass Sie mich von dieser Summe erblich entlasten. Diese Last muss ich abschütteln. Man schlept[?] immer die Last und wird der Esel. Und der soll ich sein. O. nein!!!
Herzl Gruß Schönberg

Ihren Brief beantworte ich morgen oder übermorgen


17. August 1912


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection


Kartenbrief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 17. August 1912, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.7002.

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