15.VIII.1922
Lieber Herr Direktor, es geht doch nicht, dass
[ich] dem Dreililien-Verlag für ein Exemplar
Stimmen meiner Verklärten Nacht 9166 Kronen bezalen soll!
Sie kennen doch die Sachlage: dass ich von
diesen Betrügern seit 6 Jahren überhaupt
keine Abrechnung bekomme!!
Und: so gut Sie mir 25 % für
Freiexemplare etc an Idioten und Jour-
nalisten berechnen, so gut können Sie
de[m] Autor eines seiner gesetzlichen Frei-
exemplare geben!
Bitte prüfen Sie das also!
Wann übrigens kommen Sie um unsern
Vertrag zu finalisieren?
Ich hoffe, Sie denken daran, dass die
nächste Abrechung längst fällig ist.
Wann erhalte ich die Standesaufnahme1?
Herzl Grüße Ihr Arnold Schönberg
15.VIII.1922
Lieber Herr Direktor, es geht doch nicht, dass ich dem Dreililien-Verlag für ein Exemplar Stimmen meiner Verklärten Nacht 9166 Kronen bezalen soll!
Sie kennen doch die Sachlage: dass ich von diesen Betrügern seit 6 Jahren überhaupt keine Abrechnung bekomme!!
Und: so gut Sie mir 25 % für Freiexemplare etc an Idioten und Journalisten berechnen, so gut können Sie dem Autor eines seiner gesetzlichen Freiexemplare geben!
Bitte prüfen Sie das also!
Wann übrigens kommen Sie um unsern Vertrag zu finalisieren?
Ich hoffe, Sie denken daran, dass die nächste Abrechung längst fällig ist.
Wann erhalte ich die Standesaufnahme1?
Herzl Grüße Ihr Arnold Schönberg

15. August 1922


Arnold Schönberg Center
Wien
Archiv
Universal Edition Collection

Brief

Zitierhinweis:

Arnold Schönberg an Universal-Edition, 15. August 1922, in: Arnold Schönberg: Briefwechsel mit den Verlagen Universal-Edition und Dreililien. Hrsg. von Katharina Bleier und Therese Muxeneder unter Mitarbeit von Jannik Franz und Philipp Kehrer, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Arnold Schönberg Center, Wien. Version 2.1 vom 20.01.2026. URL: ://www.ascwien.org/ue/letters/letter.702.

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